Das Holstentor in Lübeck

Eingetragen am 02 Apr. 2012

Spätgothischer Besuchermagnet in Schleswig Holstein
Wenn von dem berühmtesten Stadttor Deutschlands die Rede ist, dann ist vermutlich das Lübecker Holstentor gemeint. Das als Modernisierung erdachte Bauwerk wurde von 1464 bis 1478 vom Ratsbaumeister Helmstede als Befestigungsanlage errichtet. Insgesamt gab sie Platz für insgesamt 30 Geschütze, die jedoch nie eine Kugel verlassen hat.

Das Holstentor ist ein Gebäude, bestehend aus zwei, mit einem Zwischentrakt verbundenen Türmen, in dessen Mitte sich das eigentliche Tor befindet. Es besitzt eine Mauerdicke von 3,50 Metern. Der Südturm auf einem 7 Meter hohen aufgeschütteten Tores, sank bereits während der Bauzeit und „beugte“ sich nach Westen. Mit dem Bau der oberen Etagen versuchte man dieser Absenkung entgegenzuwirken – mit mäßigem Erfolg: bis heute befinden sich die Schießscharten des untersten Geschosses bis zu 50 cm unter der Erde.

Zur Verstärkung der Verteidigungsanlage wurde im 16. Jh. vor dem Holstentor eine Bastion gebaut, diese musste jedoch 1853 dem ersten Bahnhof weichen. Um das inzwischen etwas verfallene Holstentor entstanden viele Diskussionen hinsichtlich Instandsetzung bzw. Abriss. 1863 gelang es schließlich den Bürgern der Stadt durch stimmliche Mehrheit, das Bauwerk „am Leben zu halten“ und eine umfangreiche Restaurierung zu erwirken. In diesem Jahr wurde auch die Inschrift „Concordia Domi Foris Pax“ angebracht, was für „Eintracht drinnen, Frieden außen“ steht. Die angesetzten, neuen Baumaßnahmen waren vorerst im Jahre 1871 abgeschlossen. Doch 1931-1933 wurde das ehrwürdige Bauwerk erneut stabilisiert und weitere, bedeutende Sanierungsmaßnahmen getroffen.

Inzwischen ist das Lübecker Holstentor weit über die Grenzen Deutschland hinaus bekannt. Vor allem die Silhouette hat sich einen festen Platz in den Köpfen dieser Welt geschaffen, denn viele Lübecker Firmen (u.a. der berühmte Marzipan-Hersteller), Briefmarken oder der ehemalige 50-Mark-Schein verwendeten sie als Warenzeichen.

Heute beherbergt das Holstentor eine Ausstellung zum Thema „Die Macht des Handels“, welche einen wichtigen Einblick über Lübeck und Umgebung gibt.

Gestaltung des Lübecker Holstentor
Die beiden Türme sind innen gleich gestaltet, das jeweilige Erd- und erste Obergeschoss besitzen die höchsten Räume, die darüber folgenden sind deutlich tiefer. Die Wendeltreppe auf den Turm hinauf befindet sich jeweils am Übergang vom Mittelbau zum angrenzenden Turm. In jedem Geschoss sind die Türme über einen Gang durch den Mittelbau miteinander verbunden.

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Das prunkvolle Heidelberger Schloss

Eingetragen am 28 Mrz. 2012

Willkommen auf dem über der Altstadt thronenden Fleckchen deutscher Kultur
Zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert umgab das Heidelberger Schloss ebenso der prunkvolle Glanz der Kurfürsten, wie eine tragische Geschichte. Berühmte Schlossbewohner der Residenz waren der „Lesekönig“ Ottheinrich, sowie der „Winterkönig“ Friedrich V. mit seiner Gattin, einer englischen Prinzessin. Unter dem Winterkönig soll der prächtige Schlossgarten entstanden sein. Sämtliche Bauwerke, die unter dem Kurfürsten Friedrich V. entstanden, zählten zum Eindrucksvollsten, was zu der Zeit gebaut wurde. Friedrich V. war so verliebt in die ausgewählte Baukunst, dass er sogar die Wehrhaftigkeit vom Schloss zurückbauen ließ, damit er mehr Platz hatte.

Und es gab noch einen berühmten „Bewohner“: Papst Johannes XXIII. wurde 1415 auf dem Schloss in Gewahrsam genommen, bevor er nach Mannheim gebracht wurde.

Über die Bauzeit der Jahrhunderte und der Baufreude der Pfalzgrafen wuchs das Schloss zunehmend. Im Stil der Renaissance entstanden zahlreiche Monumente aus der Schlossbaukunst.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) wurde das Schloss zerstört und die drei Kurfürsten Karl Theodor, Karl Philipp und Johann Winter veranlassten einen Wiederaufbau, der jedoch nur zu Teilstücken bewerkstelligt wurde.

1777 zog der Kurfürst Karl Theodor nach München, wodurch das Heidelberger Schloss sein Ansehen verlor. Mit seinem Auszug wurden die Räume lediglich von unterschiedlichen Handwerksbetrieben belebt. 1806 kamen Mannheim und Heidelberg in den Besitz von Baden, doch der Großherzog Karl Friedrich konnte nichts mit dem Schloss anfangen und ließ es verfallen. Nach und nach wurde dem Schloss viel Baumaterial „entwendet“ – die Heidelberger Bürger bauten sich daraus ihre Wohnhäuser. Selbst Verzierungen wurden „mitgenommen“.

1800 wurde das Schloss als Motiv und Muse von Malern und Zeichner entdeckt. Viele Künstler, die neben dem Engländer William Turner von der Romantik geprägt waren, interpretierten ihre eigene Form des Schlosses, so dass es viele Abbilder (mit zum Teil enormen Abweichungen voneinander) gibt und alles andere als detailgetreu sind.

Schlossretter war ein französischer Graf: Charles de Craimberg kämpfte um die Erhaltung der Ruinen und kümmerte sich höchstpersönlich um das Gebäude, noch lange bevor er am 10. November 1864 im alter von 90 Jahren starb.

Die anmutende Schlossruine ist seit dem 19. Jahrhundert weltberühmt. 1838 besuchte der französische Dichter Victor Hugo die Ruinen und wurde nicht müde, sich von ihnen inspirieren zu lassen.

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Das Stadtwahrzeichen Hamburgs, der Hamburger Michel

Eingetragen am 24 Mrz. 2012

Ein Wahrzeichen trotzt sämtlichen Zeiten
Der Hamburger Michel ist nicht nur die berühmteste Kirche der Hansestadt, sondern auch ihr Wahrzeichen. Schon von weitem ist sie für die ankommenden Schiffe und ihre Besatzung zu sehen. Seit dem ersten Bau (1647-1750) blickt die Hauptkirche St. Michaels auf eine wechselhafte Geschichte zurück.

Das Gotteshaus befindet sich im Süden der Neustadt, zwischen Krayenkamp, Englischer Planke sowie der Ludwig-Erhard-Straße. Namensträger ist der Erzengel Michael: Er thront als Bronzestatue über dem Hauptportal. Die Kirche ist geweiht und zählt zu den bedeutendsten Barrockkirchen in Deutschland.

Alle guten Dinge sind drei
Grundsteinlegung war 1625. Der „erste“ Bau vom Hamburger Michel fiel jedoch am Vormittag des 10. März 1750 einem ungewöhnlichen Gewitter zum Opfer: Als die Flammen erst über 1,5 Stunden nach Austritt bemerkt wurden, war der Brand im Turm nicht mehr zu löschen. Schließlich stürzte der Turm auf das Kirchendach und das Gotteshaus wurde somit komplett zerstört.
1762-1786 entstand unter dem Entwurf von Johann Leonard Prey der zweite Bau. Im Jahre 1802 wurde der Turm unter anderem von Benzenberg für diverse Experimente zur Erdrotation genutzt. Doch am 3. Juli 1906 brannte das Gotteshaus samt Kirchenschiff erneut bis auf die Grundmauern ab.
Nun entstanden um den Wiederaufbau umstrittene Diskussionen, doch dem Wunsch der Bevölkerung wurde nachgegangen. So gab es schließlich einen dritten Bau – und zwar nicht aus Holz, sondern Stahl und Beton. Im Oktober 1912 wurde der Michel erneut eröffnet. 1945 war es diesmal kein Brand, sondern die Bombenangriffe, die die Kirche zerstörten. 7 Jahre später waren die dadurch entstandenen Schäden beseitigt.

Andauernde Renovierungen oder „vom Lieben und Hegen“
Seit 1983 wird dem Hamburger Michel in Sachen Renovierung keine Erholung gegönnt: So werden nahezu permanent Ausbesserungen und Sanierungen vorgenommen, zuletzt wurden sogar die Baupläne digitalisiert.

Zahlen und Fakten
Mit 2.500 Sitzplätzen, einer Kirchenraumbreite von 44 Metern Breite, 52 Metern Länge und 27 Metern Höhe, zählt der Hamburger Michel zu den größten Kirchen Hamburgs. Zentrum der Kirche ist die Kanzel aus Marmor.
Der Kirchturm ist 132 Meter hoch und präsentiert stolz die städtische Silhouette. Wer den Blick von oben über Hamburg erleben möchte, kann über 453 Stufen die Turmplattform ersteigen.

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Die Bastei in der Sächsischen Schweiz

Eingetragen am 19 Mrz. 2012

Wie gemalt – und zugleich in einem traumhaften Rahmen
Der Aussichtspunkt, der sicher tiefe Geschichten erzählen könnte und jeden Besucher ins Träumen versetzt, ist die Bastei in der Sächsischen Schweiz. Bei der Bastei handelt es sich nicht nur um einen Aussichtspunkt entlang der Elbe, sondern um DEN Aussichtspunkt überhaupt. Als Bastei bezeichnet man die gesamte Felsformation aus steil emporragenden Felsen. Erwähnt werden die Felsen erstmalig 1592, wobei sie den Weg in die Reiseliteratur erst 1798 fanden.

Das berühmte Naturdenkmal zählt seit 200 Jahren zu den imposantesten Deutschlands und befindet sich auf der rechten Elbseite, etwas oberhalb von Rathen. Hier, etwa 192 Meter über der Elbe kann und sollte jeder einen malerischen Ausblick auf die großartige Landschaft der Region werfen. Das i-Tüpfelchen ist der Blick durch die kleine Felskanzel. Die Basteibrücke ist etwa 76 Meter lang und führt von der Bastei zur Felsenburg Neurathen.

Das Touristikzentrum rund um die Bastei besitzt eine wundervolle Felslandschaft, die schon viele Künstler, so zum Beispiel den Dichter Caspar David Friedrich, inspirierte. Es gibt zwei Wege, die zur Bastei führen – einer ist recht leicht in etwa 40 Minuten zu gehen (über die Basteibrücke), der andere über die Schwedenlöcher von Niederrathen aus dauert etwa doppelt so lange.

Die Bastei als Tourismusmagnet
1812 wurden die Basteibesucher erstmals gastronomisch versorgt. Wurden zuerst „nur“ Bier, Butterbrote, Kaffee und Milch angeboten, erfuhr das Angebot zusehends Erweiterung. 1816 gab es eine Schankkonzession, 1826 wurden Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen. Aus dieser Zeit stammt auch die alte, hölzerne Brücke, die das vorgelagerte Felsriff mit weiteren Felsen verband. Die stetig anwachsende Besucherzahl machte die Brücke aus Sandsteine notwendig: Sie besitzt sieben Bögen und eine Schlucht, die 40 Meter in die Tiefe geht.

Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bastei DAS Hauptausflugsziel. Die Gaststätte bekam eine Hochdruckwasserleitung, eine Fernsprechleitung sowie eine Bergbahn, die aus dem Elbtal hinauf auf die Bastei führt.
Einen weiteren Besucherzuwachs erfuhr die Bastei noch einmal nach 1945 – vor allen an den Wochenenden.

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Die Siegessäule in der Landeshauptstadt Berlin

Eingetragen am 14 Mrz. 2012

Ehemaliges Kriegssymbol wird zum Szene-Party-Treffpunkt
Eines der vielen Berliner Wahrzeichen und beliebtes Postkartenmotiv: die Siegessäule der Siegesgöttin Viktoria.

Die 69 Meter hohe Siegessäule wurde 1873 eröffnet und gilt als Nationaldenkmal, dass an die deutsch-preußischen Siege gegen Frankreich (1870/1871), Österreich (1866) und Dänemark (1864) erinnert. Ursprünglich stand sie vor dem Reichstagsgebäude auf dem Königsplatz (Platz der Republik), heute befindet sie sich als zentraler Mittelpunkt des „großen Sterns“ – dem großen Kreisverkehr im Berliner Tiergarten.

Im Sockel der Säule befinden sich die Geschützrohre aus den Kriegen. Die Innenwand des Säulengangs besitzt Mosaike, die die aus dem deutsch-französischen Krieg entstandene Einheit des Landes darstellt. Die Figur der Viktoria ist 8 Meter hoch, hat auf dem Haupte einen Lorbeerkranz und trägt den Spitznamen „Goldelse“. Sie thront und wacht förmlich über das Geschehen. Erst 2010 wurde die Siegessäule für etwa 4 Millionen Euro saniert und kann seitdem auch wieder von Innen besichtigt werden.

Die Viktoria, die Kriegsgöttin der Mythologie, hat hier am „Großen Stern“ übrigens Gesellschaft von Statuen von Otto von Bismark, vom Generalfeldmarschall Moltke, sowie vom Kriegsminister Albrecht von Roon.

Party Mittelpunkt
Mit der Wiedervereinigung wurde das „ehemalige“ Kriegssymbol ein bedeutender Treffpunkt und wichtiger Platz.

Viele Jahre tanzten Hunderttausende rund um den großen Stern und die Siegessäule das große Finale der Love-Parade. Hier wurde die WM-Rückkehrer, die Deutsche Fußball Nationalmannschaft, gefeiert und 2008 kein geringerer als Barack Obama bei seiner Rede bejubelt.

Der Aufstieg zur Aussichtsplattform der Siegessäule führt durch einen Tunnelgang zum „Großen Stern“ 285 Stufen hinauf und belohnt mit einem absolut einmaligen Rundblick über das Stadtgebiet sowie den Tiergarten. Wer also die Straße des 17. Juni, den Reichstag 2, ein Teil des Botschaftsviertel und vieles mehr sehen möchte, der sollte sich dieses Highlight bei einer Städtereise nach Berlin auf keinen Fall entgehen lassen.

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Das Deutsche Eck in Koblenz

Eingetragen am 09 Mrz. 2012

Treffpunkt von zwei Flüssen und einer großen Geschichte
Das Deutsche Eck ist vielen bekannt, weil dort Rhein und Mosel zusammenfließen. Doch diese Tatsache alleine macht das Deutsche Eck ganz sicher nicht zum Deutschen Eck!
Wer diesen ehrwürdigen Platz ohne einen Rückblick auf den Verlauf der Geschichte Deutschlands betrachtet, der wird „nur“ das Denkmal von Kaiser Wilhelm I. hoch zu Ross und eben die beiden Flüsse sehen.
Ja, die Mündung der Mosel in den Rhein ist zweifelsohne ein Naturschauspiel, das Reiterdenkmal eindrucksvoll und der Blick auf die Burg Ehrenbreitstein – besonders abends, wenn sie beleuchtet ist – einmalig. Doch dieser Platz, dieser Ort bietet eine geschichtsträchtige Vergangenheit.
Die Stadt Koblenz hat ihren Namen dem Zusammenfluss zu verdanken und leitet sich aus dem lateinischen für „das bei den Zusammenfließenden Kastell“ ab.

Über das Kaiser-Wilhelm-Denkmal
1888, kurz nach dem Tod vom Kaiser Wilhelm I. sollte ihm zu Ehren, der nach drei Kriegen Deutschland wiedervereinigte, ein Denkmal errichtet werden. Die Enkel des Kaisers wählten als Ort das Deutsche Eck aus – den Platz, der seit 1216 seinen Namen trug, weil hier die Ansiedlung des Deutschen Ordens stattfand. Um das Denkmal bauen zu können, wurde ein alter Hafen aufgefüllt.
1893-97 wurde das Denkmal von dem Gestalter des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig, Bruno Schmitz, gebaut. Am 31. August 1897 wurde schließlich – unter den Augen von Kaiser Wilhelm II. – das kupferne Denkmal von Wilhelm I. eingeweiht. Kurz vor Beendigung des Zweiten Weltkrieges zerstörte eine Granate der amerikanischen Alliierten das Denkmal.
Der Bundespräsident Theodor Heuss machte 1952 den verbliebenen Sockel als Mahnmal zur Deutschen Einheit, so dass auf dem Sockel bis zum 2. September 1993 lediglich die Deutsche Bundesflagge „thronte“. Eine erhebliche Spende eines Geschäftsmannes aus Koblenz sowie der Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass das Denkmal von Kaiser Wilhelm I. rekonstruiert und wieder auf den Sockel kam.
Deutschland brauchte keinen Sockel mehr als Mahnmal für die Deutsche Einheit!
Das Monument mit einer Höhe von 37 Metern zählt seit 2002 zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.

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Mittelalter heute erleben mit der Wartburg in Eisenach

Eingetragen am 06 Mrz. 2012

Mehr als ein Berg, mehr als eine Burg, mehr als höfische Mittelalterkunst
Die Wartburg thront seit über 900 Jahren unübersehbar über Eisenach. Mir gefällt die Geschichte um den Namen der Burg. Eine Sage lautet, dass Ludwig der Springer bei der Wartburggründung gesagt haben soll: „Wart! Berg, du sollst mir eine Burg werden!“
Was ein bedeutender Ort: Wohnort und Lebensmittelpunkt der heiligen Elisabeth und Martin Luther übersetzte hier das Neue Testament. Ja, hier auf der Wartburg ist der Geburtsort der Lutherbibel – der Bibel in unserer modernen Sprache. Zudem schrieb hier auf der Wartburg Richard Wagner die Oper „Tannhäuser“.

Überraschende Bauwerkmixtur
Ein Baustil aus Gotik, Historismus, Gotik und Romantik erwarten den Besucher nach dem Aufstieg auf das 400 Meter hohe Plateau.
Durch eine imposante dreitorige Halle gelangt der Besucher in eine schmale Vorburg, die vom Elisabethengang, dem Margarethengang sowie der Vogtei und dem Ritterhaus gesäumt ist. Hier stammen die Bauwerke zum größten Teil aus dem 14. bzw. 15. Jahrhundert.
In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand der mittlere Teil des Gebäudes, der die Vorburg von der Hofburg trennt, die neuen Kemenate, Dirnitz und die Torhalle. Dieser Komplex ist somit geprägt vom Historismus. Aus der gleichen Zeit stammt der gigantische Bergfried mit einem Kreuz, das für das religiöse Fundament der Burg steht.
Die Hofburg selber zeigt sich im Stil der Spätromantik. Von 1157-70 wurde der Saalbau, der Palas, als Wohnhaus der Landgrafen errichtet. Die baulichen Verzierungen waren im 12. Jahrhundert mehr als angesehen.
Leider erinnert heute nur noch das Ritterbad (aus 1889 bzw. 1890) an die ehemalige Ringbebauung im südlichen Anschluss des Saalbaus. Der Südturm der Anlage stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und gewährt einen malerischen Ausblick in die thüringische Landschaft.

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Kreidefelsen auf Rügen und der Königsstuhl

Eingetragen am 03 Mrz. 2012

Bizarre Küstenlandschaft auf der Rügener Halbinsel Jasmund
Für die einen sind es „nur“ weiße Felsen, für andere hingegen zählen sie zum schönsten Küstenabschnitt, den Deutschland zu bieten hat – für mich zum Beispiel!
Rügen ist ohnehin schon ein Traum, doch der Nordosten der Halbinsel Jasmund hat es mir besonders angetan. Auf einer Länge von etwa 15 Kilometern zwischen den Orten Lohme und Sassnitz erstreckt sich hier die berühmte Kreidefelsen Steinküste. Diese Küste zählt zum Nationalpark Jasmunds. Der gesamte Nationalpark versteht es zu beeindrucken und braucht sich nicht im Schatten der Felsen zu verstecken. Die sattgrünen Wälder mit seinen angrenzenden Wiesenflächen und Mooren laden zu nahezu jeder Jahreszeit ein, erwandert zu werden.
Die Felsen „Wissower Klinken“ waren 1818 Model für den Künstler Caspar David Friedrich, der quasi mit ihnen das Bild „Kreidefelsen auf Rügen“ schuf. Dieser Felsenbereich ist jedoch 2005 zu Teilen eingestürzt.

Viele Geschichten, ein Königsstuhl
Die Kreidefelsen auf Rügen recken sich bis zu 120 Metern stolz aus der Ostsee hervor. Einer von ihnen ist der Königsstuhl – es ist der meistbesuchte und befindet sich ungefähr 10 km nördlich von Sassnitz. Der Königsstuhl zählt seit 2004 zum Nationalpark Königsstuhl, was den Eintritt leider kostenpflichtig macht. Über etliche massive Granitstufen geht es hinauf auf die 200 qm große Plateaufläche, die einen wunderschönen Blick auf die Ostsee gewährt. Den Königsstuhl selber kann man jedoch am besten von der Balustrade der Viktoria-Sicht aus – zu der ebenfalls ein stufiger Pfad führt – sehen.
Kurz zum Namen des Felsens: Der schwedische König Karl XII. wäre gerne Namensgeber des Königsstuhls. Er soll angeblich vom Kampf gegen die Dänen 1715 so erschöpft gewesen sein, dass er sich einen Stuhl bringen ließ. Dies widerspricht aber Dokumentationen aus dem Jahr 1584, in denen der Name „Konigstuel“ bereits verwendet wurde.
Eine weitere Namensvariante ist eine Sage, die besagt, dass der, dem es als Erstes gelingen würde, von der Seeseite aus den Kreidefelsen empor zu klimmen und sich auf eine dort „wartenden“ Stuhl zu setzen, zum König erklärt werden würde.

Was sind die Kreidefelsen?
Die Kreidefelsen sind vor 50 Millionen Jahren aus Skeletten und Panzern von Kleinlebewesen und kalkhaltigen Schalen entstanden. Doch auch Sand, Gestein und Lehm sind enthalten.
Die Kreidefelsen erreicht man von Sassnitz aus – entweder über den durch Wälder führenden Hochuferweg oder über den vielleicht etwas beschwerlicheren Stranduferweg. Wer den Weg nicht zu Fuß bewerkstelligen kann oder möchte, kann ihn auch mit dem Bus von Hagen oder Sassnitz anfahren. Mit dem Auto kommt man übrigens nicht zum Felsen.

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Ein besonderes Wahrzeichen, die Wuppertaler Schwebebahn

Eingetragen am 25 Feb. 2012

Ein legendäres Wahrzeichen und „Personennahverkehrssystem“ in Wuppertal
Seit über 100 Jahren sorgt nun schon die Wuppertaler Schwebebahn dafür, dass Touristen ins Staunen geraten und die Einwohner von A nach B kommen.
Wofür Besucher aus aller Welt einen Abstecher nach Wuppertal machen, gehört für die Wuppertaler selber zum Alltag – eine Fahrt mit der einschienigen Hängebahn.
Die Wuppertaler Schwebebahn ist seit dem 1. März 1901 in Betrieb und unterliegt seit dem 26. Mai 1997 sogar dem Denkmalschutz. Der Bahnname war nicht immer so „einfach“ – denn im Ursprung lautete er „Einschienige Hängebahn System Eugen Langen“ oder „Schwebebahn Barmen-Elberfeld-Vohwinkel“.

Wie kam es zur schwebenden Bahn
Warum nicht der „klassische“ Schienenverkehr? Bei der Planung Ende des 19. Jahrhunderts waren die über 400.000 Einwohner im Gebiet Wuppertal zusammengeschlossen. Wuppertal war eine Gewerbestadt, deren Wachstum kontinuierlich stieg. Das gesamte Tal war so eng bebaut, dass schlichtweg für Straßenbahnen und Co. kein Platz vorhanden war. Eisenbahnen konnten der Geschwindigkeit wegen nicht IN der Stadt realisiert werden, sondern wurden in Hanglage gebaut. So wurde nach einer Lösung für den Transport gesucht, dass wenig Platz beansprucht.
Die Städte Elberfeld und Barmen waren auch damals schon technisch sehr aufgeschlossen und stets Richtung Fortschritt orientiert. Sie waren „mutig“ genug, etwas vollkommen Neues zu wagen.
Durch die Topografie von Wuppertal und die nah beieinanderliegenden Wohngebiete und Ballungsräume wurden keine Kreuzungen benötigt, sondern eine einfache Grundstrecke reichte aus.
Die geologischen Verhältnisse, felsiges Gestein und zu viel Grundwasser, machten es unmöglich, ein Straßennetz unter der Stadt zu bauen.

Baubeginn und Realisierung
Baubeginn der Wuppertaler Schwebebahn war 1898, unter der Leitung des Baumeisters Wilhelm Feldmann dauerte der Bau drei Jahre. Insgesamt wurden etwa 19.000 Tonnen Stahl und 16 Millionen Goldmark verbraucht. Die Führung der Bann war an vielen Stellen äußerst umstritten und Konstrukteure wie Bauarbeiter wurden an ihre Grenzen gebracht.

Legendärer Passagier – der Elefant Tuffi
Nein, es ist kein Gerücht: Am 21. Juli 1950 sprang eine Elefant aus der Schwebebahn in die Wupper. Der Zirkus Althoff wollte auf originelle Weise für sein Gastspiel in der Stadt werben. Die Elefantendame Tuffi war jedoch nicht „reisetauglich“ und so aufgeregt, dass sie vollkommen nervös durch den Waggon trompetete, schließlich das Fenster des Triebwagens zerstieß und 10 Meter in die Tiefe stürzte. Trotz der dortigen Wassertiefe von gerade einmal 50 Zentimetern, blieb die Dame unverletzt.
Und nun zum weiteren „Hammer“ bei der ganzen Sache: Trotz anwesender Journalisten und dem geplanten Medienereignis hat niemand den Sprung „festgehalten“ – alle Postkartenmotive sind Fotomontagen!

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Das Mittelrheintal eines der deutschen UNESCO Welterbe

Eingetragen am 20 Feb. 2012

So schön kann schön sein
Hinfahren und begeistern lassen – im Prinzip könnte man so auch schon mit einem Beitrag wieder aufhören, denn manche Dinge sollten nicht beschrieben, sondern erlebt werden. Da ich mir aber zur Aufgabe gemacht habe, Euch von den wunderbaren Sehenswürdigkeiten Deutschlands zu berichten, versuche ich doch, in Worte zu fassen, was das Obere Mittelrheintal so besonders macht.
Das Obere Mittelrheintal umschließt die Rheinregion von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz und verschmilzt den Fluss, die Burgen, Weinberge und die historischen Städte zu einem einmaligen Cocktail der Kulturlandschaft.
Die Geschichte, die jedem Besucher an den Orten und Plätzen entgegentritt, reicht bis in die römische Zeit. Während dem Hochmittelalter galt die Region als ein Kerngebiet des damaligen Römischen Reiches. Der Kampf um die Rheinherrschaft wird  an den vielen Festungen und Städten am Rheinufer deutlich. Aufgrund der strategischen Lage und der gewinnbringenden Zölle waren Zankereien vorprogrammiert. Die anspruchsvollen Denkmäler zeugen noch heute vom damaligen Reichtum der ehemaligen Erzbistümer wie Trier und Köln oder der hessischen Landgrafen.
Mit Beginn des Weinbaus ab dem 11. Jahrhundert wurden die Hochflächen für die Weinberge gerodet, Dörfer und Anbaugebiete entstanden.

Über Burgen, Schlössern und Romantik
Zwischen den Orten Koblenz, Bobbard, St.Goar, Oberwesel und Rüdesheim liegen sie, auf einer Länge von gerade einmal 65 Kilometern, die etwa 40 Schlösser und Festungen. Dies Dichte an Burgen ist weltweit einmalig. Jede Einzelne thront hier nicht nur an auffällig und gut sichtbaren Plätzen, sondern wurden durch helle Bauweise zusätzlich hervorgehoben.
Die Burgen im Oberen Mittelrheintal werden in Höhenburgen, Hangburgen, Niederungsburgen sowie Wasserburgen gegliedert. Burgen die auf dem Rücken eines lang gezogenen Berges errichtet wurden, benötigten nur auf einer Seite eine besonders festigende Bauweise. Hangburgen weisen hingegen eine Ringmauer auf. Die Erfindung von Kanonen machte gesonderte Schussscharten und einen Bau von ergänzenden Befestigungsanlagen notwendig. Im Dreißigjährigen Krieg oder dem Pfälzischen Erbfolgekrieg wurden die Anlagen, die nicht als Festung umgebaut wurden, vernichtet.
Burgen, die Stand gehalten hatten, wurden während der Französischen Revolution (ab 1793) zerstört, so dass mit Beginn des 19. Jahrhunderts nur noch Ruinen den Rhein säumten. Die Zeit der Rheinromantik wurde „genutzt“, um Burganlagen wieder aufzubauen – sei es auch nur in Teilen.

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Die faszinierende Hamburger Speicherstadt

Eingetragen am 16 Feb. 2012

Das weltgrößte zusammenhängende Komplex aus Lagerhäusern versteht, zu faszinieren
Die Hamburger Speicherstadt ist gigantisch, die Hamburger Speicherstadt ist ein Abenteuer, die Hamburger Speicherstadt ist ein Highlight – eines nach dem am anderen eben.
Es ist nahezu unmöglich von der Hamburger Speicherstadt zu berichten, ohne ins Schwärmen und Träumen zu geraten. Was diese Faszination ausmacht, ist schwer in Worte zu fassen, weil sie jeder anders empfindet. Fakt ist jedoch, sie lässt niemanden unberührt und zieht gleichermaßen Groß und Klein, Jung und Alt in ihren Bann.
Die Speicherstadt liegt im Freihafen Hamburgs zwischen Baumwall und Deichtorhallen. Alleine die Architektur und der äußere Mantel aus wilhelminischer Backstein-Gotik der Gründerzeit mit seinen prunkvollen Türmen und zerklüfteten Giebeln, die sich bizarr im Wasser spiegeln, sind malerisch.
Hier lagern nicht nur Export-/Importwaren aus und für die ganze Welt, die Hamburger Speicherstadt ist längst ein (heimliches) Wahrzeichen der Stadt geworden. Wer eine Städtereise nach Hamburg macht, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen und die Chance wahrnehmen, um sich mit einem kleinen Boot durch die, zum Teil engen, Wasserstraßen führen zu lassen. Rundfahrten sind hier zahlreich buchbar.

Touristische Highlights der Speicherstadt

  • Das Internationale Maritime Museum befindet sich im Kaispeicher B und beherbergt Schätze aus 3.000 Jahren Seefahrt und der modernen Forschung. Auf neun Ausstellungsflächen (Decks) gibt es etliche Exponate, Modelle und Gemälde zu entdecken. Alleine der Bereich Meeresforschung nimmt ein ganzes Deck ein. Zwischen Globen und Seekarten, Kompasse und polierten Sextanten, Morsegeräten und Booten schlägt jedes Seefahrerherz höher.
  • Gruselig, spannend, gar Angst einflößend, präsentiert sich das Hamburg Dungeon, ein Freizeit-Grusel-Spaß der ganz anderen Art. Hier geht es in verschiedenen Attraktionen grauenvoll und doch schaurig „schön“ zu. Das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt bereitet Gänsehaut auf dem Weg zurück in düstere, dunkle Zeiten. Etwa 1,5 Stunden dauert der Rundgang durch die Katakomben, jeder Schritt für in grausame Winkel der Stadt. Der Besucher selbst wird zum Darsteller und Zeitgenossen einer spektakulären Gruselshow. Tolle Kulissen, unheimliche Effekte und kleine Fahrgeschäfte runden ein einmaliges Erlebnis ab.
  • Ob für Erwachsene oder Kinder: Das Miniatur Wunderland sollte eigentlich jeder gesehen haben – auch oder vor allem, wenn er sonst kein Modellbau-Fan ist. Das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt beherbergt die größte Modelleisenbahn der Welt und hat sich einen festen Platz an der Spitze von Deutschlands erfolgreichsten Touristenattraktionen „erfahren“. Auf 1.300 qm sind ganze 13 km Gleise verbaut, auf denen 930 Züge fahren. „Baustopp“ soll 2020 sein – bis dahin will es die Anlage auf 2.300 qm bringen.
  • Der Dialog im Dunkel ist ein absolut dunkler Raum, durch den Nicht-Sehende die Besucher führen und einen „Einblick“ in ihre Welt gewähren. Dieses Erlebnis des Rollentausches, wenn blinde Führer Sehende verhelfen und anleiten, vernachlässigte Sinne wiederzuerwecken, ist nachhaltig prägend für jeden Hamburg-Besuch(er).

 

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Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und seine Geschichte

Eingetragen am 13 Feb. 2012

Auf den Spuren einer großen Geschichte
Das Völkerschlachtdenkmal Leipzig ist ein Wahrzeichen und ein wahres Zeichen der Stadt. Etwa vier Kilometer östlich von der Leipziger Innenstadt entfernt, im Stadtteil Probstheida, steht das Bauwerk, das eines von Sachsens touristischen Anziehungspunkten schlechthin ist.
Erwachsene und Kinder (dank den kindgerechten Führungen) bestaunen alljährlich das „Völki“, wie ihn die Bevölkerung der Stadt selber gerne nennt. Jährlich kommen etwa 30.000 Besucher zum Völkerschlachtdenkmal aus sächsischem Granitporphyr.
Wer den Weg über 500 Stufen zur Aussichtsplattform nicht scheut, der wird mit einem gigantischen Blick auf Leipzig belohnt.

Wie kam es zum Völkerschlachtdenkmal?
1813 gab es im Zusammenhang mit den Befreiungskriegen gegen Napoleons Besatzung bei Leipzig eine Völkerschlacht. In Gedenken der über 100.000 Toten wurde 1898 ihnen zu Ehren der Bau (nach Entwürfen des Architekten Bruno Schmitz und im Auftrag des „Deutschen Patriotenbundes“) des Denkmals begonnen und genau 100 Jahre nach Schlachtende, also 1913 eingeweiht. Die Einweihung vom Völkerschlachtdenkmal wurde 15 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 18. Oktober 1913, durch Kaiser Wilhelm II, den letzten deutschen Kaiser vollzogen. Der Bau wurde übrigens durch eine eigens eingerichtete Lotterie sowie Spenden finanziert.
Mit einer Höhe von 91 Metern ist das Völkerschlachtdenkmal das größte Denkmal in Europa. Doch nicht nur seine Größe beeindruckt die zahlreichen Besucher aus aller Welt, sondern auch sein faszinierendes Relief an der Außenfassade mit sage und schreibe 324, fast lebensgroßen Ritterstatuen in der Kuppelhalle. Auch die über 10 Meter hohen Figuren aus der „Ruhmeshalle“ oder die Ritterfiguren am Kuppelrand sorgen für eine eindrucksvolle Erscheinung.
Vor dem Mahnmal, zu Ehren der Opfer, befindet sich ein Wasserbecken, das symbolisch für die Tränen der Völker steht, welche um die Gefallenen der Schlacht trauerten.

Sonstige Informationen
Die beeindruckende Kulisse des Denkmals nutzte Hitler häufig für seine Reden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das massive Völkerschlachtdenkmal unter amerikanischen Beschuss genommen, doch es schien unzerstörbar. Und so wurde das Gebäude Zufluchtsort für etliche Soldaten, Hitlerjungen, Naziführer und SS-Angehörige, die hier bis zum 19. April 1945 Widerstand leisteten.

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Die Feste Ehrenbreitstein bei Koblenz

Eingetragen am 10 Feb. 2012

Eindrucksvolle Festung mit traumhafter Aussicht in das Rhein- und Moseltal
Eines ist sicher: Das gesamte Areal rund um die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz ist ein geschichtliches Machtzentrum. Durch die Bundesgartenschau (BUGA) 2011 ist die Festung um weitere Attraktionen und touristische Anziehungspunkte erweitert worden. So ist ein Erlebnisweg entstanden und auch die Rheinseilbahn hinzugekommen. Die Seilbahn führt über den Rhein und verknüpft so die Rheinanlagen mit dem Platz vor der Festung. Die BUGA-Seilbahn hat einen Weltrekord inne – sie fördert als erste Dreiseilumlaufbahn in einer Stunde bis zu 7.600 Personen.
118 Meter thront die Festung Ehrenbreitstein über dem Rhein. Sie gilt als Europas zweitgrößte erhaltene Festung und wurde in ihrer heutigen Form zwischen 1817 und 1828 erbaut, wobei der Ursprung bis zum Jahr 1000 zurückzuführen ist. Hier oben siedelten bereits die Kelten, Germanen und die Römer, bis nach den Trierer Bischhöfen die Preußen kamen. Somit befindet sich die Festung an einem Ort, der viel über geschichtliche Einflüsse verschiedener Kulturen und Generationen erzählen kann.

„Chronik“ der Festung
Namensgeber und Erbauer der Festung Ehrenbreitstein ist der Konradiner Ehrenbert, wobei sich mit den Jahren der eigentliche Name Ehrenbertstein zum heutigen Ehrenbreitstein wandelte.
Im 12. Jahrhundert wurde der Berg mit seiner Burg um Helfenstein erweitert, in der später die Grafen residieren sollten. Der Erzbischhof Richard von Greiffenclau veranlasste im 15. Jahrhundert den Ausbau zu einer Festung, die gegen die Artillerie schützen sollte. Während des Dreißigjährigen Krieges 1618 bis 1648 wechselte die Festung immer wieder den „Besitzer“ bzw. Besetzer. 1797 belagerten die Truppen Frankreichs die Burg, konnten sie aber erst zwei Jahre später einnehmen und ließen sie weitere zwei Jahre später sprengen. 1815 „wanderte“ die Burg in den Besitz der Preußen, deren König Friedrich Wilhelm I. schließlich den Wiederaufbau zu der gigantischen Festungsstadt von heute veranlasste.
Im Ersten Weltkrieg sollte sie nach dem Versailler Vertrag wieder geschliffen werden, jedoch sah man 1922 davon ab. Dann besetzten die Amerikaner den Ehrenbreitstein, 1923 bis 1929 folgten die Franzosen.

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Die Nerobergbahn in Wiesbaden

Eingetragen am 06 Feb. 2012

Heute für jeden Zugfan freigegeben
Die Wiesbadener Nerobergbahn wurde 1888 eröffnet, um eine Verbindung zum Hausberg der Stadt zu gewährleisten. Die damalige Technik ist bis heute nahezu unverändert.
Als Wegstrecke legt die Bahn eine Strecke von 438,5 Metern zurück und bewerkstelligt über einen mittleren 19%-igen Steigungswinkel einen Höhenunterschied von etwa 83 Metern. Hierfür benötigt sie 3,5 Minuten – eine Zeit, die viel zu kurz ist, um den Weg heute als Besucher zu genießen. Die Bahn, bestehend aus zwei Wagen, überquert gesäumt von vielen Eindrücken das Nerotal per Bogenbrücke und führt am Neroberger Weinberg vorbei. Die Gleisanlagen bestehen aus drei Laufschienen.
Das Drahtseil der Bahn läuft über drei Rollen, ist 451 Meter lang und 29 mm breit. An der Bergstation wird sie um eine Umlenkrolle geleitet.
Der Wagen, der talwärts fährt, zieht den bergauffahrenden durch seine Schwerkraft sowie dem Ballastwasser nach oben. Um den Tank unter dem Fahrgastraum zu füllen, wird auf die Reservoirs auf dem Neroberg zurückgegriffen und dort „getankt“. Je nachdem, wie viel Personen mitfahren, wird das Wasser in den Tank aufgefüllt. Im Tal fährt der Wagen so an einem Ventil vorbei, dass sich der Tank automatisch leert, aufgefangen wird und per 60 m³ /h und 12 bar hinauf zur Bergstation wieder in die Reservoirs gepumpt. 1916 wurde die Dampfpumpe durch Elektroantrieb eingetauscht.
Das Bremssystem funktioniert folgendermaßen: In der Gleismitte ist eine Zahnstange angebracht, die permanent in die Zahnräder der Bahnachsen eingreifen. Durch eine auf das Zahnrad einwirkende Spindelbremse kann der Wagenführer die Geschwindigkeit steuern. Eine Notbremse ist vorhanden und reagiert automatisch bei einer unzulässigen Geschwindigkeitsüberschreitung, gleiches gilt bei einem Riss des Seils.
War die Bahn durch Kriegsschäden 1944 stillgelegt worden, ist sie 1948 für die Stadt Wiesbaden wieder eröffnet worden.

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Die Berliner Mauer

Eingetragen am 02 Feb. 2012

Gebaut, verflucht und heute „verschwunden“
In den Köpfen vieler, wird die Berliner Mauer (1961-1989) vermutlich für alle Zeiten einen Platz einnehmen – zu viel Geschichte, zu viel Schicksal, zu viel Leid, um für immer zu vergessen.
Und doch: Wer nach Berlin reist, der wird sich wundern, vielleicht sogar ein wenig enttäuscht sein, denn die Berliner Mauer ist aus dem wiedervereinigten Berlin „verschwunden“. Berlins berühmtestes Mauerwerk, DIE Mauern Deutschlands, sind kaum noch zu sehen – was kaum einer für möglich gehalten hat, ist wahr geworden: Zwei, einst getrennte Stadthälften, sind zusammen gewachsen. Die Überreste der alten DDR-Grenzanlagen jagen keine Angst mehr ein, werden „nur noch“ aufbewahrt. Es gibt einige Gedenkstätten, Gedenkorte und Tafeln der Opfer, die die Mauer forderte.

Nahezu jeder kennt die Geschichte der Berliner Mauer und es ist wichtig, sie all denen zu erzählen, zu zeigen, die zu jung waren, zu „geschichtsresistent“ sind – denn diese Berliner Mauer ist ein Teil Deutschlands, auch heute noch!
Am 13. August 1961 wurde der Bau der Berliner Mauer begonnen, der Riegel zu West-Berlin sollte für immer geschlossen werden. Vielerorts in Berlin wird auf anschauliche, (be)greifbare Weise die Geschichte des Grenzübergangs erzählt – der Checkpoint Charly ist nur ein Erinnerungsort von vielen.
Die DDR-Grenzsoldaten hatten Schießbefehl auf Jeden, der ungesetzlich die Grenze überschritt, überschreiten wollte. Es heißt, dass bis zu 240 Menschen bei den Versuchen getötet wurden, wie viele es wirklich waren, ist unbekannt.

Eindrucksvolle Zahlen der Berliner Mauer
Die Berliner Mauer war etwa 160 km lang, knapp über 100 km waren aus einer Betonplattenwand, der Rest aus Metallgitterzaun. Ein Mauersegment war 3,60 Meter hoch, 1,20 Meter breit und wog 2,6 Tonnen. 302 Beobachtungstürme, 20 Bunker und 259 Laufanlagen für Hunde waren entlang der Berliner Mauer positioniert.

Ausstellungsinhalte und Informationen zum „Verständnis“
In einer Vielzahl von Ausstellungen werden die bedeutenden Orte erläutert, auf die Entstehung und der Ausbau der Berliner Mauer eingegangen, man sieht Reste und Spuren, erfährt die Hintergründe für den Bau des Mauer. Für Kinder gibt es eigene, sehr anschauliche Vorträge und Erklärungen.
Viele Fragen werden beantwortet: Wer teilte Berlin und warum? Wie wurde West-Berlin zu einer Insel mitten in der DDR? Wie sah die Berliner Mauer aus? Wie kann man sich einen Grenzübergang vorstellen?

Fluchtversuche – geglückte und misslungene
Eine Flucht aus der DDR oder aus dem Osten Berlins war unmöglich – fast, denn Etliche versuchten ihr „Glück“, einige mit Erfolg, doch die meisten wurden entdeckt, verletzt oder umgebracht. Die Beweggründe zur Flucht waren vollkommen unterschiedlich. Bildergalerien, Briefe, Filme berichten an vielen Gedenkstätten über gescheiterte und geglückte Fluchten in die vermeintliche Freiheit.

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Deutsches Museum auf der Museums Insel in München

Eingetragen am 27 Jan. 2012

Technik, die die Augen von Erwachsenen UND Kindern zum Leuchten bringt
Im Sommer 1903 wurde die Museumsgründung beschlossen. Per Spenden kamen über 250.000 Mark zusammen, ein Komitee wurde gegründet und die Stadt stellte die Kohleninsel als Bauplatz in Aussicht. Verschiedene Exponate wurden eingereicht, die zunächst ihren Platz im Nationalmuseum fanden. Am 12. Nov. 1906 erfolgte schließlich die feierliche Eröffnung (noch im Nationalmuseum) und am 13. Nov. die Grundsteinlegung vom neuen Gebäude.

So weit das „Tamtam“ um das, was das Deutsche Museum ausmacht – denn wer glaubt, hier stapeln sich altertümlicher Schnickschnack, der irrt sich gewaltig. Hier dreht sich alles um Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik – und mit ihnen bedeutende Exponaten der ganzen Welt.
Mit 73.000 qm ist zählt das Museum zu den größten der Welt und beherbergt über 100.000 Objekte, die zu begeistern und zu beeindrucken wissen.

Sooo viele tolle Sachen
Exponate der Naturwissenschaften, aus dem Bergbau, der Technik, der Astrophysik und dem täglichen Leben, zeigen nicht nur die Entwicklung der Zeit, sondern laden zum Experimentieren und Agieren ein.
Das Museum selber sieht sich als „Lexikon“ der Naturwissenschaften, das in einzelne Kapitel gegliedert und unterteilt ist. Man kann Physik, Mathematik und Chemie ebenso entdecken, wie angewandte Technik – z.B. der Landwirtschaft, Kälte- oder Lichttechnik.
Wie kein anderes Museum versteht es das Deutsche Museum in München, Kinder und Erwachsene gleichermaßen anzusprechen. In anschaulichen Präsentationen, Dioramen und Vorführungen hört das Museum nicht beim Betrachten auf, sondern regt zum Lernen und Denken an.

Ein Herz für Kinder
Das „Kinderreich“ im Deutschen Museum hat seinen Namen verdient, denn hier ist das Paradies für die kleinsten Forscher und solche, die es werden wollen. Auf spielerische und sehr fantasievolle Weise werden Kindern die Zusammenhänge aller erdenklichen, technischen Themengebiete näher gebracht und die Neugier (wieder) geweckt.

Originalgetreue Ausstellungsstücke
In den unteren Räumen des Deutschen Museums können die Besucher durch ein nachgebautes Bergwerk gehen, in die Welt der Luftfahrtgeschichte und der Seefahrt eintauchen und natürlich herausfinden, wie ein Faradayscher Käfig wirklich funktioniert.

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Das weltberühmte Münchener Hofbräuhaus

Eingetragen am 24 Jan. 2012

Es ist nicht nur ein Wirtshaus in München, es ist eine Institution
Ich möchte mit einem Zitat aus dem Tagebuch von Lenin eine Reise in das Münchner Hofbräuhaus beginnen: „Besonders gern erinnern wir uns an das Hofbräuhaus, wo das gute Bier alle Klassenunterschiede verwischt.“
Diese Worte beschreiben sehr gut den Charme vom wohl berühmtesten Wirtshaus der Welt.
Das Wirtshaus lockt jedes Jahr aufs Neue Touristen aller Nationen und Einheimische zu nem Maß Bier und ner zünftigen Brotzeit in das Hofbräuhaus. Inzwischen ist die Schankstube in vielerlei Hinsicht eine facettenreiche Gaststätte mit unterschiedlichen Gasträumen.
Herzstück des Münchner Hofbräuhauses ist die „Schwemme“ im erdgeschossigen Kreuzgewölbe, wo früher das Bier gebraut wurde.

Braukunst seit 1589
Herzog Wilhelm V. gründete 1589 das Hofbräuhaus. Brauerei und der Schankstätte machten sich in den folgenden Jahren auf, die Bierkultur für alle Zeiten zu prägen. HB, dieses Buchstabenpaar mit der Krone auf dem Haupte, gehört zu München, wie kaum eine andere Marke.

Ruhm mit musikalischem Untergrund
Ja, das Bier ist schmackhaft und die Speisen traditionell lecker, trotzdem erlaube ich mir zu behaupten, dass das berühmteste Wirtshaus ohne das Lied „In München steht ein Hofbräuhaus“ vermutlich heute nicht so berühmt wäre.
Die bayerische Gemütlichkeit prägt die Schankstube, doch der geschichtliche Hintergrund ist vielen fremd.
Im 16. Jahrhundert gab es zwei Hofbräuhäuser. Das erste wurde (wie erwähnt) von Wilhelm V. gegründet – und zwar auf dem Gebiet der damaligen Herrscherresidenz Münchens. Dieses Hofbräuhaus existierte bis 1808 wenige Meter vom heutigen Hofbräuhaus entfernt. Maximilian I. baute 1607 „sein“ Weißbierhaus, welches das Fundament vom heutigen darstellt. Lange Zeit belieferte das Hofbräuhaus ausschließlich den königlichen Hof. Erst 1828 wurde die Schankstube für die Öffentlichkeit freigegeben.
Der Zweite Weltkrieg zerstörte das gesamte Hofbräuhaus nahezu komplett. Erst 1957 wurde es neu errichtet, sodass die oberen Räume noch recht jung sind. Heute wird jeden Tag das Hofbräuhaus wieder mit der Lebensfreude Bayerns gefüllt.
Das Hofbräuhaus bietet übrigens, ohne Biergarten, Platz für 3.000 Freunde vom „kühlen Blonden“: Alleine der untere Saal – die Schwemme (aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg) – besitzt 1.000 Plätze.

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Rotenburg an der Fulda

Eingetragen am 20 Jan. 2012

Bunte Fachwerkhäuser und zauberhafter Charme, wohin man sieht
Ist es der historische Markt, die zum Teil noch sehr gut erhaltenen Stadtmauern, das Schloss, die Schleuse oder die vielen ineinander verschmolzenen Fachwerkhäuser, die dem Landgrafenstädtchen Rotenburg an der Fulda so viel Charakter verleihen? Es ist die Summe – die Summe aus all den sehenswerten Ecken und Winkeln, die darauf warten, jeden Besucher in den Bann zu ziehen.
Wer gerne in einer gastfreundlichen Atmosphäre durch einen Stadtkern schlendert, durch intakte Natur wandert, in einer Mittelgebirgslandschaft verweilt oder sportlich aktiv sein möchte, der wird das Städtchen in Hessens Nordosten lieben.
Größere Städte in der Umgebung sind Bebra und Bad Hersfeld, bis Kassel sind es circa 50 km, bis Fulda 60 km.
Rotenburg an der Fulda wird geprägt durch sein historisches Stadtbild, der schlosseigenen Parkanlage und eindrucksvollen Kirchen. Die Stadt könnte hier am Fulda-Flusslauf und zu Füßen von sattgrünen Berghängen schöner nicht liegen.
Für mich ist ein Besuch in Rotenburg an der Fulda jedes Mal wieder ein Erlebnis und pure Entspannung zugleich. Ich liebe es über den Marktplatz zu gehen, in die Jakobi-Kirche aus dem 15. Jahrhundert zu gehen, das Rathaus im Renaissance-Stil zu betrachten und am Brunnen einen leckeren Kaffee zu schlürfen. Oft schließe ich dann die Augen und versetze mich in Gedanken zurück: was wohl im Hexenturm alles passiert ist? Welches Schicksal wurde im Bürgerturm gespielt?
Rotenburg soll im 11. Jahrhundert vom Landgrafen zu Thüringen gegründet worden sein, die ersten Aufzeichnungen führen auf 1197 zurück. 1248 wurde Rotenburg zur Stadt erklärt und zählt zur Landgrafschaft Hessens. Aus dem Jahr 1470 ist das erst Rotenburger Schloss, dass 1478 gemeinsam mit der Altstadt von einem Stadtbrand vernichtet wurde. Auch 1615 und 1637 wurde die Stadt von verheerendem Feuer zerstört.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt
Natürlich besitzt Rotenburg ein Heimatmuseum. Wer jedoch mit Kindern an die Fulda reist, sollte das Puppen- und Spielzeugmuseum besuchen. Des Weiteren gibt es noch ein Jüdisches Museum und ein Museum für zeitgenössische Kunst und Karikatur.
Das Schloss Rotenburg und das Rathaus habe ich ja schon erwähnt, daher an dieser Stelle nur noch der Hinweis auf die Pfarrkirche St. Jakob, die alten Ruinen der Rodenberg (diese befinden sich auf dem Berg „Alter Turm“) sowie die Schleuse und Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert.

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Der sagenumwobene Schieferfelsen, die Loreley

Eingetragen am 17 Jan. 2012

Nicht EIN Schieferfelsen, sondern DER Schieferfelsen
Er beweist Geschmack und hat sich einen wunderschönen Platz im romantischen Rheintal ausgesucht: Etwa 25 Kilometer von Rüdesheim und 35 Kilometer von Koblenz entfernt, liegt bzw. thront er, der Felsen – die Loreley.
Die sagenumworbene Loreley ist ein Schieferfelsen mit etwa 132 Metern Höhe in der Nähe von St. Goarshausen und zählt zum Unesco-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal.
Wer den Weg findet – ich finde es am schönsten, wenn man ihn sich per Aufstieg über den Parkplatz der Nixenfigur aus „verdient“ – der hat eine wunderschöne Aussicht auf die Rheinkurven, Burg Katz die Burg Rheinfels und St. Goarshausen.
Im Bereich der Loreley (dem Felsen) ist der Rhein bei einer Tiefe von 23-25 Metern nur knapp 113 Meter breit. Diese Enge, verbunden mit der Tiefe, macht diesen Rheinabschnitt auch heute noch zum gefährlichsten Stück. Wer hier die Schiffe beobachtet, wird feststellen, dass sie sich den entgegenkommenden Schiffen mit Lichtsignalen „sichtbarer“ machen.
Bis zum 19. Jahrhundert war dieser Rheinabschnitt sogar noch mit Felsklippen sowie Stromschnellen durchsät, was nicht selten zu Unfällen führte.

Von der Felsschönheit zur Weiblichen
Kleine Information am Rande, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es hier häufig zu Missverständnissen kommt: Die Statue der Nixe Loreley gehört AUF den Felsen, befindet sich aber auf einer „Landzunge“ am Rheinufer. Wer die Loreley, den Loreleyfelsen sehen möchte, der muss schon hinauf. Dann kommt man auch in das Vergnügen einer wundervollen Freilichtbühne, für die auch Veranstaltungstickets zu buchen sind.
Die berühmte, weibliche Schönheit Loreley entwickelte sich aus dem Mythos um das Echo hier im Rheintal.
Die Sage um die Loreley „initiierte“ der Dichter Clemens Brentano 1801. In seiner Ballade wollte sich eine betrogene Schönheit aus Bacharach ihr Leben nehmen. Der Bischhof wollte dies nicht zulassen und schickte sie ins Kloster. Auf dem Weg dorthin machte sie am Felsen halt, um noch einmal den Blick zu genießen. Als sie ihren Liebsten davon fahren sieht, stürzt sie sich jedoch hinab in den Rhein. In seinem Märchen um die Schönheit wandelte Brentano seine Geschichte ab und berichtet von der Loreley – einer unglücklichen Frau, die hoch oben auf dem Felsen sitzt, ihr langes, wallendes Haar kämmt, singt und jeden vorbeikommenden und aufschauenden Seemann ins Verderben schickt.

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Die Gefallenen Gedenkstätte Walhalla in Regensburg

Eingetragen am 14 Jan. 2012

Gedenkstätte der Gefallenen und Ehrungen
Man möge mir verzeihen, aber in erster Linie ist es die Lage und die wundervolle Aussicht, die mich bei der Walhalla Regensburg in den Bann zieht.
Im Grunde ist alleine diese, irgendwie mystische Aura „hier oben“ einen Ausflug wert und ein „must have seen“ auf einer Deutschlandreise.

Der Name Walhalla leidet sich von Walhall „Halle der Gefangenen“ ab.
König Ludwig I. veranlasste 1842 hier bedeutende Persönlichkeiten mit Marmorbüsten und Gedenktafeln zu ehren. Es war der Zerfall des Kaiserreichs und die verlorene Schlacht gegen Napoléon, der ihn dazu motivierte. Die Grundsteinlegung erfolgte 1830 vom Architekten Leo von Klenze – 12 Jahre später, am 18.10.1842 war die feierliche Eröffnung der königlichen Kunstschöpfung.

Mit 160 Personen, über 90 Büsten und etlichen Gedenktafeln wurde die Walhalla eröffnet. Heute erinnern 130 Büsten, 65 Gedenktafeln an 195 Personen (12 von ihnen sind Frauen), Gruppen und Taten.

250 Stufen aus Marmor führen zum terrassenförmigen Unterbau des Tempels. Insgesamt ist die Walhalla 138 Meter lang, 91 Meter breit und über 60 Meter hoch. Der Tempel selber misst 74x35x20 Meter. Erbaut wurde der Tempel aus Marmor und wird von 52 imposanten Säulen getragen. Die vielen unterschiedlichen Marmorarbeiten und Figuren demonstrieren den Kunst- und Menschensinn des einstigen Königs.

Wer oder was?
Jeder kann eine Persönlichkeit zur Ehrung vorschlagen, dessen Tod mindestens 20 Jahre zurückliegt, aus der germanisch-deutschen Sprachfamilie stammt und in Politik, Wissenschaft, Sozialwesen oder Kunst was „geleistet“ hat. Eine Büstenaufstellung findet etwa alle 6 Jahre statt. Hier werden vom Staatsministerium alle eingereichten Anträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Prüfung vorgelegt. Nach einer Bewertung macht die Akademie dem Bayerischen Ministerrat einen Vorschlag. Stimmt der Bayerische Ministerrat der Neuaufnahme zu, trägt nicht der Freistaat Bayern die Kosten, sondern der Antragssteller. So wurden Albert Einstein 1990 aufgenommen, Altbundeskanzler Konrad Adenauer 1999 und 2003 Sophie Scholl.

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Schloss Neuschwanstein das schönste Schloss in Deutschland

Eingetragen am 23 Dez. 2011

Schloss Neuschwanstein das schönste Schloss in DeutschlandZu den absoluten Höhepunkten meiner Deutschland Reisen erzähle ich das wunderschöne Schloss Neuschwanstein in Bayern. Es zählt wohl auch insgesamt zu den berühmtesten Bauwerken Deutschlands und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und so besuchen jährlich mehr als 1 Million Touristen dieses wunderschöne „Märchenschloss“.Das Schloss Neuschwanstein in Bayern befindet sich im südlichen Bayern bei Füssen und wurde ab dem Jahre 1869 für den bayerischen König Ludwig II. Errichtet. Der König hat seinerseits nur wenige Monate in diesem Schloss leben können, da er sogar noch vor der Fertigstellung des Schlosses starb. Zu früheren Zeiten ist das Schloss Neue Burg Hohenschwangau und trägt den Namen Neuschwanstein erst seit 1886. Heute gehört das Schloss Neuschwanstein im Freistaat Bayern und untersteht somit der bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Früher befanden sich an der Stelle des jetzigen Schlosses zwei kleine Burgen aus dem 16. Jahrhundert, welche den Herren von Schwangau gehörten. Diese kamen aber im Laufe der Zeit nach und nach und es waren nur noch die Burgruinen vorhanden. Als sich Ludwig II. 1864 dazu entschloss die alten Burgruinen wieder neu aufzubauen, diente ihm die Wartburg als ein Vorbild für das Schloss Neuschwanstein. Dieses Schloss sollte ihm als Rückzugsgebiet außerhalb von München dienen und so war es immer ein großes Anliegen, dass die Entwürfe für das Schloss immer wieder nach seinen Vorstellungen geändert wurden oder abgeändert wurden. Somit mussten die Architekten stets neuerliche Entwürfe vorlegen und nach seinen Ideen abändern. Der eigentliche Bau des Schlosses begann 1869 und in der Bauphase wurden die Ideen für die Räumlichkeiten und Gebäude der Schlosses immer wieder abgeändert, so das die Kosten für den Bau des Schlosses immer weiter wuchsen und so betrugen die Baukosten des Schlosses bis zur Fertigstellung 6.1 Millionen Mark statt der ursprünglich geplanten 3,2 Millionen Mark. Das Schloss selbst finanzierte Ludwig II. Aus seinem Privatvermögen wie alle anderen Bauprojekte auch. Da das Schloss aber anschließend doppelt so teuer war überstieg dieses Bauprojekt seine finanziellen Mittel und er musste sich immer wieder private Kredite aufnehmen und war 1883 dann bereits mit 7 Millionen Mark verschuldet. Daraufhin drohte ihm schon bald im Jahre 1885 eine Pfändung und Ludwig II wurde wegen seiner Verschuldung 1886 durch die bayerische Regierung als König abgesetzt. Der König wurde daraufhin gezwungen das Schloss Neuschwanstein am 12. Juni 1886 zu verlassen und er starb noch am 13. Juni 1886. Zu dieser Zeit war das Schloss noch nicht fertig gestellt. Um die Bauschulden finanzieren zu können wurde das Schloss schon zu dieser Zeit für öffentliche Führung freigestellt und die Besucher konnten sich ursprünglich im ganzen Schloss frei bewegen. Mit den Einnahmen wurden die Schulden des Königs beglichen.

Die Zeit des Zweiten Weltkrieges überstand das Schloss ohne Zerstörung und diente der NSDAP  bis zum Jahre 1944 als Depot für in Frankreich gestohlenen Beutekunst. Eine Sprengung des Schlosses durch die SS im Jahre 1945 wurde aber Gott sei Dank noch verhindert und konnte nach dem Krieg dem alliierten Kunstschutz übergeben werden.

Das Schloss Neuschwanstein gehört zu den bedeutendsten Gebäuden der Zeit der Romantik und dient seit jeher als Vorbild für Märchengeschichten. So wurde es auch zum Vorbild für die Disneylandparks und als Kulisse vieler Filme genutzt.

Schloss Neuschwanstein in Bayern gehört zu den wichtigsten touristischen Zielen innerhalb Deutschlands und so kommen in der Hochsaison von Juni bis August 10.000 Besucher am Tag. Jährlich zählt das Schloss 1,3 Millionen Gäste und bis zum Jahre 2005 haben schon 50 Millionen Besucher das Schloss gesehen. 2004 kamen insgesamt 6,5 Millionen € an Einnahmen zusammen. Aus diesem Grunde kann ich nur raten schon im Vorhinein ein Ticket für die Besichtigung des Schlosses zu buchen, da man ohne vorherige Anmeldung lange Wartezeiten von mehreren Stunden in Kauf nehmen muss. Diesen Tipp hatte ich damals von einem Freund bekommen, der schon vor mir das Schloss oder ein Ticket vorher gekauft zu haben besucht hat und insgesamt 3 h in der Warteschlange verbracht hat. Ich werde wohl noch eine Menge Bilder und vielleicht auch Videos vom Schloss Neuschwanstein hier auf die Seite stellen, denn diese Schloss verzaubert einen jeden Besucher und auch mich hat es immer wieder in den Bann gezogen.  Das Schloss bietet aber nicht nur von außen einen atemberaubenden Anblick, sondern man muss es auch wirklich von innen einmal gesehen haben. Es ist einfach wirklich nur märchenhaft und wenn man im Innenhof des Schlosses steht, dann wird man unweigerlich in eine märchenhafte Atmosphäre zurückversetzt. Wenn man im Innenhof steht, dann sieht man die Kemenate auf der linken Seite und in der Mitte steht der Palas. Schwenkt man seinen Blick jedoch nach rechts, so sieht man das prachtvolle Ritterhaus. Von unglaublicher Schönheit ist aber auch weiterhin der Thron und Sängersaal, die zu den beiden größten Räumen des Schlosses gehören. Der Sängersaal ist mit 27 × 10 m der absolut größte Raum im gesamten Schloss. Er befindet sich im Palas im vierten Obergeschoss über der Wohnung des Königs. In ihm befinden sich Themen aus Lohengrin und Parzival und war für eine Art begehbares Denkmal der Ritterkultur vorgesehen. Der Thronsaal ist mit 20 × 12 m und einer Höhe von 13 m der zweitgrößte Raum des gesamten Schlosses  Und reicht vom dritten bis zum vierten Stockwerk. Wenn man in diesen Räumen steht, dann kann man nur noch staunen und man sieht wunderschöne Wandmalereien von Wilhelm Hauschild. Auf dem Boden dieses Raumes befindet sich noch weiterhin ein Mosaik und der Leuchter ist der byzantinischen Krone nachempfunden. Das Schlafzimmer König Ludwigs II ist im neugotischen Stil gehalten und ist mit einem Wintergarten verbunden. In ihm war früher einmal ein künstlicher Wasserfall und eine Regenbogenmaschine vorhanden gewesen. Auch im Schlafzimmer befinden sich Themen aus der Lohengrin-Sage.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich durch und durch beeindruckt von dem Schloss Neuschwanstein war und jedem nur raten kann hier einmal her zu kommen und sich das Bauwerk oder besser gesagt das Kunstwerk einmal aus der Nähe anzusehen.

Ticketverkaufszeiten wieder Schloss Neuschwanstein sind vom 1.10.2011 bis zum 31.3.2012 Montags bis sonntags neun bis 12:00 Uhr.

Geschlossen ist das Schloss Neuschwanstein lediglich am 1. Januar, 24. Dezember, 25. Dezember und am 31. Dezember.

Eintrittspreise für das Schloss Neuschwanstein:

  • Erwachsene  12 Euro
  • Kinder / Schüler unter 18 Jahren frei
  • Senioren ab 65 Jahren, Studenten, schwer behinderte gegen Vorlage des gültigen Ausweises 8 Euro
  • Reisegruppen mit mindestens 15 Teilnehmern 8 Euro
  • Reiseleiter und Busfahrer haben freien Eintritt

 

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Schloss Schwerin in Mecklenburg

Eingetragen am 17 Dez. 2011

Schloss Schwerin in MecklenburgIn unserer Serie Schlösser der Bundesrepublik Deutschland stellen wir euch heute das Schloss Schwerin in Mecklenburg vor. Umgeben von einer der schönsten Seelandschaften Deutschlands und in einzigartiger Verbindung mit einer ausgezeichneten Architektur positioniert sich das Schweriner Wasserschloss auf einer kleinen Insel unmittelbar vor der Stadt Schwerin. Das ursprüngliche Residenzschloss in Schwerin ist eines der historisch wertvollsten Schlösser Deutschlands.

Beliebter Kulturpunkt und Landtagssitz
Die heutige Frontansicht erinnert an Renaissancebauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, nach deren Plänen das Schloss später errichtet wurde. Unter anderem gestalten Ziergiebel und Terrakottaschmuck die Fassade des Schlosses. Bei einer Besichtigung sind die großherzoglichen Repräsentationsräume in der sogenannten Festetage besonders sehenswert. Hier können der Thronsaal und die Ahnengalerie betrachtet werden. In der Beletage wurden Wohn- und Gesellschaftsräume eingerichtet, wie zum Beispiel die Tee-, Speise- und Blumenzimmer und darüber hinaus eine Silvestergalerie.

Weiterhin können edles Meissner und Berliner Porzellan sowie mecklenburgische und höfische Malereien aus dem 18. und 20. Jahrhundert in den früheren Kinderzimmern des Schlosses bewundert werden. Auch die Orangerie ist immer einen Besuch wert. Im Innenhof finden die beliebten jährlichen Schlossfestspiele statt. Und neben seiner Funktion als kulturelles Highlight der Region dient das Schloss ebenfalls als Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern.

Romantik pur
Im Königsaal befindet sich das Schloss-Café & Restaurant, in das Besucher einkehren und sich verwöhnen lassen können. Selbstverständlich ist auch der Königsaal geschichtsträchtig, denn schon früher wurde hier getafelt und gefeiert. Heute werden zu jeder Jahreszeit exquisite Menüs, erstklassige Weine und regionale Spezialitäten angeboten. Vom Restaurant aus gelangt man direkt auf einen herrschaftlichen Balkon mit herrlichem Blick auf den vorgelagerten Schlossgarten. Diesen nutzen vor allem junge Verliebte als romantischen Ausflugsort, aber auch für diverse Festlichkeiten bietet er eine tolle Atmosphäre. Angelegt wurde er im Stile eines englischen Landschaftsgartens, mit seltenen Gehölzen und einer terrassenförmigen Anlage, die sich über die Orangerie über die Grotte bis zu den Uferflächen hinstreckt. Am Ufer selbst hat man bei einem langen Spaziergang einen hervorragenden Blick auf den Schweriner See, den größten See Mecklenburgs.

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Nürnberger Burg das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg

Eingetragen am 10 Dez. 2011

Wahrzeichen der Stadt NürnbergDie Nürnberger Burg besteht aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg und gilt als das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg. Als ich zum ersten Mal in Nürnberg war und die Burg gesehen habe war ich sofort begeistert von der Architektur der Nürnberger Burg. Wie so viele Gebäude wurde auch die Burg in Nürnberg im Zweiten Weltkrieg sehr stark beschädigt und im Anschluss in ihrer historischen Form wieder aufgebaut. Die Nürnberger Burg gilt als eine der Bau künstlerisch bedeutendsten Werbeanlagen Europas und sie liegt nördlich der Pegnitz oberhalb der Seebalder Altstadt. Wenn man auf der Burg steht, dann kann man in den Süden blicken und man sieht von dort aus die wunderbaren alten Handwerkerviertel und die Altstadt.

Die Nürnberger Burg ist Eigentum der bayerischen Schlossverwaltung und steht den touristischen Zwecken zur Verfügung wobei man jedoch sagen muss, dass einzelne Bauten auch Wohngebäude und Amtsgebäude sind. Außerdem gibt es in dieser Anlage auch noch viele Museumsgebäude. Weiterhin befindet sich in der alten Kaiserstallungen eine Jugendherberge was natürlich für die Kinder und Jugendliche eine wunderbare Umgebung ist.

Die wohl bedeutendste Kapelle der Nürnberger Burg ist die Kaiserkapelle, welche eine Doppelkapelle im romanischen Baustil ist und im Jahre 1200 errichtet wurde. Die Kaiserkapelle wurde während des Zweiten Weltkriegs von deren Zerstörung fast komplett verschont. Im Altarraum dieser zum ältesten Teil der Burg gehörende Kaiserkapelle befindet sich ein Kruzifix, welches ein Werk aus der Spätgotik ist nun. Früher war dem Zugang zur Oberkapelle nur der Hochadels gewährt und in die Unterkapelle gelangt man schließlich auch nur vom Innenhof. Die kaiserliche Familie nahm damals auf der Westempore der Oberkapelleplatz und der Kaiser hatte hier auch zusätzlich noch einen eigenen Bereich, der von den anderen abgetrennt war. Diese örtliche Abtrennung hatte natürlich auch umgekehrt noch einen symbolischen Charakter und stellte so die hierarchischen damaligen Gesellschaftsstrukturen dar.

In der Burg gibt es zwei Brunnen, die damals die Wasserversorgung im Falle einer Belagerung gewährleisten sollte. Einer der Brunnen befindet sich wenige Meter südlich vom fünfeckigen Turm und ist etwa 20 m tief. Der Brunnen ist sehr wahrscheinlich genauso alt wie die Burganlage selbst und der Schacht des Brunnens ist damals mit einem Durchmesser von 2,20 m in den Felsen gehauen worden.

Grabungen haben ergeben, dass die Burg bzw. die Fundamente der Burg im Jahre 1000 errichtet worden sind und bei den Ausgrabungen wurden ebenso die Fundamente eines Runden Turmes mit einer Wandstärke von 2 m ausgegraben und diese Anlage ist ebenfalls auf das Jahr 1000 datiert worden.

Im Jahre 1527 wurde dann dazu noch der so genannte Küblerzwinger, eine riesengroße Rundbastei erbaut. Weiterhin wurden im Jahre 1538 und 1545 weitere drei große Burg Bastei errichtet, welche die Burg vor Belagerung durch Katapulte und der neuerlichen Artillerie verstärken sollten.

Im Jahre 1140 wurde damit begonnen die zweite Burg, die so genannte Kaiserburg von König Konrad dem dritten zu erbauen, welches als Königs Pfalz dienen sollte.Die Gegend um Nürnberg war im dreißigjährigen Krieg Schauplatz von mehreren Stellungskriegen, jedoch wurde die Burg dabei nicht erobert. Nach dem dreißigjährigen Krieg verlor die Burg ihre militärische Bedeutung bis heute.

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Residenz Schloss Glücksburg in Norddeutschland

Eingetragen am 02 Dez. 2011

Residenz Schloss Glücksburg in NorddeutschlandDie Serie Deutsche Schlösser geht weiter diesmal mit einem Schloss in der Nähe von Flensburg. Das schöne Schloss Glücksburg ist eines der wichtigsten Residenzschlösser Norddeutschlands. Geprägt von der europäischen Geschichte war es Sitz der Herzöge von Schleswig-Holstein bzw. zeitweise Regierungssitz der dänischen Könige.

„Gott gebe Glück mit Frieden”
Erbaut wurde es in der Zeit von 1582–1587 von Herzog Johann Hans „dem Jüngeren” zu Schleswig-Holstein, dem jüngsten Sohn von König Christian III. von Dänemark. Der Schlossname entstand mit dem Wahlspruch des Herzogs: „Gott gebe Glück mit Frieden”. Über dem Eingangsportal des Schlosses sind die Anfangsbuchstaben dieses Wahlspruches zusammen mit dem Familienwappen installiert.

Oldenburger und Glücksburger Familiengeschichte
Das alte Renaissanceschloss vereint geschichtliche und kulturelle Ereignisse. Im Inneren birgt es wahre Schätze, darunter edles Porzellan, wunderbare Tapisserien und zahlreiche Porträts von wichtigen Personen der Geschichte. Jedes einzelne dieser Dinge erzählt eine Epoche der damaligen Geschichte und regt Besucher an, sich mit dieser auseinanderzusetzen. Vom 16. Jahrhundert an bis in die Gegenwart wird die Familiengeschichte der Glücksburger und Oldenburger erzählt und die Wechselfälle der dänischen und deutschen Geschichte.

Schlossbesichtigungen, Feierlichkeiten und Hochzeiten
Schloss Glücksburg zählt zu den bekanntesten Wasserschlössern der Welt. Regelmäßig finden Führungen im Schloss statt, bei denen beispielsweise das frühere Gefängnis sowie die frühere Küche und die Vorratsräume im Kellergeschoss, der Kaiserin-Salon und Kaiserin-Turm im 1. Obergeschoss, das Musik- und Markgrafen-Zimmer, die Kinderspielzimmer mit original-historischen Spielzeugen und das Dienerschaftsmuseum zu besichtigen sind.

Der hübsche Schlosspark lädt darüber hinaus zu romantischen Spaziergängen ein. An den Schlosspark des Schlosses Glücksburg grenzt das Rosarium an, welches wunderschöne und historische englische Wild- und Kletterrosen beinhaltet. Im Rosen-Café werden als Tagesausklang selbst gebackener Kuchen und selbst gemachtes Eis serviert.

Neben klassischen kulturellen Angeboten und einem Museumsbesuch wird Besuchern sogar die Möglichkeit geboten, direkt in den Sälen des Wasserschlosses zu feiern, in der Kapelle und dem Trauzimmer zu heiraten und die eingeschossige klassizistische Orangerie aus dem Jahr 1827 zu besichtigen. Die daraus resultierenden Einnahmen werden in die Pflege und Erhaltung des Schlosses investiert.

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Informationen über die Frauenkirche in München

Eingetragen am 25 Nov. 2011

Informationen über die Frauenkirche in MünchenImmer wenn mich meine Deutschlandreisen nach München führen, dann besuche ich sehr gerne die Frauenkirche in München. Sie befindet sich in der Münchner Altstadt und zählt als das Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt München. Die Frauenkirche es insgesamt 109 m lang, 37 m hoch und 40 m breit und ist ein spätgotischer Backsteinbau. Schon der Blick von außen auf die wunderschöne Kirche ist meine Vorfreude auf das Innere des Doms größer und größer werden. Die beiden Kirchtürme ragen fast 100 m in den Himmel von München und überragen alle anderen Gebäude um ein weites, da die Stadtverwaltung von München keine höheren Gebäude als 100 m in München zulässt der Südturm ist ein paar Zentimeter kleiner  als der Nordturm und als Tourist kann man den Südturm steigen und hat einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt von München und die nahen Alpen. Wenn man die Kirche betritt, dann sieht man erst einmal die weiträumig diese Kirche ist, denn sie bietet ca. 20.000 Menschen Platz. Betritt man die Kirche durch den Haupteingang, so blickt man auf das Hauptschiff des Doms. Das Innere die Kirche ist sehr hell und man kann von der Vorhalle aus die elf sollen Paare sehen, die die Kirche tragen. In der Eingangshalle in der Raummitte befindet sich der so genannte Teufelstritt, das ist ein Fußabdruck dem Boden der Kirche, von dem aus im Jahre 1620-1858 kein einziges Fenster zu sehen war. Der sage nach hat der Teufel die Kirche betreten und genau an dieser Stelle stehend hatte er kein Fenster sehen können und hat vor Lachen auf gestampft, so dass dieser Abdruck zurückgeblieben ist. Als er dann jedoch einen weiteren Schritt nach vorne machte sah er viele Fenster auf einmal und er musste einsehen, dass er sich geirrt hat. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Luftangriffe im Jahre 1944 schwer beschädigt und das Hallengewölbe ist teilweise eingestürzt. Außerdem wurde die Einrichtung dabei fast gänzlich zerstört oder geplündert.Die Krypta, wie wir sie heute kennen entstand schon im Jahre 1971 und wurde nach Kriegsende bei dem Wiederaufbau der Münchner Frauenkirche vergrößert. An den Inschriften der Eingangswand kann man sehen wir dort begraben liegt und dazu gehören zum Beispiel:

  • Kaiser Ludwig IV der Bayer
  • Herzog Ludwig
  • Ludwig V, Markgraf von Brandenburg, Herzog von Oberbayern
  • Siegmund, Herzog von Bayern München
  • Albrecht IV, Herzog von Bayern München
  • Wilhelm IV, Herzog von Bayern
  • Albrecht V, Herzog von Bayern
  • Prinzessin Notburga Karolina Maria (Tochter von König Ludwig III.)
  • Prinz Wolfgang (Sohn von König Ludwig III.)
  • Ludwig III., König von Bayern

In der Kapitelgruft, welche durch die Mitte der Südwand zu betreten ist befinden sich etwa 100 Gräber von Stiftskanonikern und Münchener Patriziern und Adligen aus der Zeit vom 17. Jahrhundert. Weiterhin befinden sich die Erzbischöfe hier, die bis 1917 hier bestattet wurden. In der Krypta befindet sich weiter noch ein kleiner Altar, so dass man hier auch Gottesdienste feiern kann. In der Münchner Frauenkirche befinden sich insgesamt vier Orgeln, wobei die so genannte Andreasorgel von der Hauptorgel aus Spielbar ist. Die Hauptorgel befindet sich auf der Westempore. Des weiteren gibt es noch eine zweimanualige die Holzorgel und eine einmanualige Truhenorgel. Die Münchner Frauenkirche hat eine Menge verschiedener Kapellen und so gibt es zum einen die Dreikönigskapelle, in der ein Altar aus dem Jahre 1468 steht.Die Thomas- und Korbiniankapelle hat einen Altar, der dem Apostel Thomas schon im Jahre 1349 geweiht wurde. In der Kapelle des heiligen Blasius und der unschuldigen Kindlein befindet sich das Altarbild des Ecce-Homo-Themas von 1599. Die Kapelle der Heiligen Sebastian und Agnes der Priesterbruderschaft ist nach alter Tradition ein Begräbnisplatz für die Priesterbruderschaft. Hier befinden sich auch die erst aus dem Jahre 1620, die die Schutzmantelmadonna zeigen, sowie den Dulder Ijob, den Evangelisten Johannes und den Propheten Enoch. In der Münchner Frauenkirche gibt es insgesamt zehn Glocken, wobei die 1451 gegossene schwere Winklerin alleine 2 t wiegt und sich im Nordturm befindet. Noch größer und schwerer ist jedoch die Susanna oder die Salveglocke, die wahrscheinlich die schwerste Kirchenglocke in ganz Bayern ist und einen wunderschönen Klang hat. Diese Glocke wiegt ca. 9 t und sie erklingt seit 1994 jeden Sonntagabend zum Abschluss der Vesper und an den höchsten Feiertagen sowie zur Behandlung und zum Abend läuten.

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Sehenswürdigkeiten in Hamburg: Die Reeperbahn

Eingetragen am 18 Nov. 2011

Sehenswürdigkeiten in Hamburg: Die ReeperbahnDenkt man an Hamburg, so kommen einem bestimmt als erstes an das bekannte Rotlicht- und Vergnügungsviertel St. Pauli und die berühmte Reeperbahn in den Sinn. Die Reeperbahn ist etwa 930 Meter lang und verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis hin zum Nobistor in Hamburg Altona. Schon Hans Albers besang die wohl “sündigste Meile der Welt” bereits 1943 im bekannten Film “Große Freiheit Nr.7″. Auch weltberühmte Sänger wie Tom Waits und Udo Lindenberg sangen Lieder über “die geile Meile”. Serien wie das “Großstadtrevier” mit Jan Fedder und diverse bekannte Filme haben die Reeperbahn als Schauplatz. Es werden auch diverse Dokumentationen hier gedreht und so ist sie wahrscheinlich der meisst gefilmteste Ort in ganz Hamburg. Auch berühmte Theater und Schauspielhäuser wie das “St.-Pauli-Theater”, das “Schmidt Theater”, das “Schmidts Tivoli” und das “Operettenhaus” in dem weltberühmte Musicals wie “Cats” von Andrew Lloyd Webber oder dem berühmten ABBA-Musical “Mama Mia” aufgeführt werden, sind hier zuhause. Der QQuatsch Comedy Club” wird im “Café Keese” veranstaltet.

Wer kennt nicht die berühmten Beatles, John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Star, welche hier im “Star-Club”, “Kaiserkeller, “Indra” und im “Top Ten” auftraten und dadurch erst richtig bekannt und erfolgreich wurden?! Nach ihnen wurde hier der Beatles-platz benannt und in der Nähe kann man sich die Beatlemania Ausstellung ansehen.

Natürlich gibt es hier auch ein sehr bekanntes Rotlichtviertel. Die Bekannte Bordellstraße Herbertstraße verläuft parallel zur Reeperbahn und ist nur zu Fuß durch zwei Sichtblenden zu betreten. Seit den 60er Jahren wird über eine Umgestaltung des zentralen Spielbudenplatzes diskutiert. Ende der 60er wurden hier Pavillons errichtet und es siedelten sich verschiedenen Gaststätten, Andenkenläden, Postershops, Bekleidungsgeschäfte und Freizeitclubs an. Durch die stark verwinkelten Passagen entstanden jedoch größere Sicherheits- und Hygieneprobleme. Das hatte zur Folge, dass sehr viele der neuen Geschäfte sehr schnell geschlossen wurden und auch nicht ohne Weiteres neue Mieter fanden. Diese Zustände machten den Spielbudenplatz schnell zum Schandfleck des Viertels und es wurde über eine bauliche Umgestaltung nachgedacht. Am 2ten Juni 2006 wurde der neue Spielbudenplatz offiziell eingeweiht. Der Platz verfügt nun über zwei gegenüberliegende Bühnen auf denen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Großveranstaltungen wie das “Reeperbahn-Festival” und der “Schlagermove” werden jährlich unter anderem hier ausgetragen.

Natürlich gibt es über St. Pauli nicht nur schönes oder romantisches zu berichten. Nachdem die Anzahl der Gewaltdelikte auf St. Pauli kontinuierlich angestiegen war, wurde aus diesem Grund im Jahr 2007 ein striktes Waffenverbot für das Viertel verhängt. Ansässige Geschäfte wurden aufgefordert keine Getränke in Glasflaschen mehr zu verkaufen, seit 2009 ist das Mitführen von Glasflaschen oder Getränkegläsern hier an Wochenenden und Feiertagen sogar generell untersagt und kann mit Geldbußen von bis zu 5000 Euro bestraft werden. Trotz dieser Maßnahmen ist ein Rückgang der Gewalt bis jetzt leider nicht zu verbuchen. Den Namen erhielt die Reeperbahn übrigens durch damals hier ansässige Seilmacher, so genannten Reepschlägern, die zur Herstellung ihrer Schiffstaue und Seile eine lange, grade Bahn von mindestens 300 Metern benötigten. “Reeperbahnen” findet man daher auch in anderen Städten, in denen Seile und Taue produziert wurden, wie z.B. in Kiel.

Die Hamburger Reeperbahn lag bis zur Aufhebung der Hamburger Torsperre 1860 bzw. 1861 genau zwischen den beiden Städten Hamburg und Altona. Aus diesem Grund konnten sich hier Gewerbe ansiedeln, die in beiden Städten unerwünscht oder nicht gern gesehen waren.

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Schloss Charlottenburg in Berlin

Eingetragen am 11 Nov. 2011

Schloss Charlottenburg in BerlinDas Schloss Charlottenburg in Berlin ist das prunkvollste Schloss der Familie von Hohenzollern. Allein die hübsche Parkanlage zieht im Sommer Spaziergänger an, zu verweilen und zu träumen. Das Hauptgebäude des Schlosses selbst erstrahlt in farbenfroher und stilvoller Pracht. Für jeden der die Sehenswürdigkeiten in Deutschland besuchen will zählen die Schlösser in der Bundesrepublik bestimmt zu den besonderen Ereignissen.

Ein geschichtsträchtiges Schloss in Berlin
Bis zu seinem heutigen Aussehen war es jedoch ein langer Weg, denn das Schloss wurde mehrfach umgebaut. Zunächst wurde es im Zeitraum von 1695 bis 1699 nach den Bauplänen des Deutschen Architekten Arnold Nehring errichtet. Die Erbauung wurde von Sophie Charlotte, der Ehefrau des Kurfürsten Friedrichs III., in Auftrag gegeben. Unter dem Namen Lietzenburger Schloss sollte ein italienisches Kunstwerk im Barockstil entstehen.
In den Jahren um 1702 bis 1713 begannen die ersten Umbaumaßnahmen. Das deutsche Schloss verwandelte sich zunehmend in eine Dreiflügelanlage mit einem Turm, einer Kapelle und einer Orangerie. In den 40er-Jahren des 18. Jahrhunderts errichtete der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff dann den Neuen Flügel des Berliner Schlosses.

Die Rekonstruierung
Im späteren Verlauf musste das Schloss Charlottenburg aufgrund der schweren Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg rekonstruiert werden. Bis etwa 1970 dauerten die Arbeiten an. Nach dem Wiederaufbau können Interessierte nunmehr wieder die antiken historischen Räume, wie die Eichengalerie, die Goldene Galerie, den Weißen Saal und das Porzellankabinett, im Schloss besichtigen.
Auch der Schlossgarten wurde im Laufe der Zeit mehrmals umgestaltet. Dieser entwickelte sich vom Barockgarten im 17. Jahrhundert zum englischen Landschaftsgarten im 18. Jahrhundert. Da der Schlossgarten im Krieg ebenfalls vollständig zerstört wurde, kehrte man beim Wiederaufbau zu der ursprünglichen Gestaltungsart zurück. Der Schlosspark beherbergt zudem weitere geschichtsträchtige Gebäude, wie das Haus Belvedere mit einer Berliner Porzellan-Sammlung, den Neuen Pavillon mit einer Reihe wertvoller Kunstgegenstände oder das zu Ehren Königin Luise erbaute Mausoleum, die ebenfalls besichtigt werden können. Der barocke Schlosspark ist aber ein ebenso attraktives Erlebnis. Von der Spree begrenzt und symmetrisch angelegt wird er mit einer bunt geschmückten Parkallee, kleinen Seen und einem märchenhaften achteckigen Brunnen geziert.

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Die Deutsche Wissenschaftsausstellung Universum in Bremen

Eingetragen am 05 Nov. 2011

Wissenschaftsausstellung Universum in BremenMeine heutige Empfehlung ist die Deutsche Wissenschaftsausstellung “Universum” in Bremen. Das klingt natürlich zuerst mal recht kompliziert und speziell, ist allerdings bestimmt für jedes Alter interessant und immer einen Besuch wert. Ob allein, mit dem Partner, mit der Familie oder in größeren Gruppen kann man hier einen schönen und interessanten Tag verbringen. Erwähnenswert ist, dass fast alle Stationen des Universums barrierefrei, durch Rampen und Aufzüge erreichbar sind. Somit ist es auch ein attraktives Ausflugsziel für Menschen, die Probleme mit dem Laufen haben. Bei größeren Gruppen ab 15 Personen empfiehlt sich jedoch eine vorherige telefonische Anmeldung oder Beratung. Führungen werden nicht angeboten, sind allerdings auch keinesfalls notwendig, da die Exponate genügend Möglichkeiten bieten sich selbst hineinversetzen zu können. Beim “Universum” handelt es sich um dauerhafte, interaktive Wissenschaftsausstellung, die sich mit verschiedenen Themen und Sachgebieten beschäftigt. Grade die Möglichkeit mit den Exponaten zu interagieren und sich somit selbst und aktiv mit den Themen zu beschäftigen und sie somit im wahrsten Sinne des Wortes zu “begreifen”, macht das “Universum” auch für die breite Masse interessant. Man kann hier z.B. Schallwellen am Beispiel eines Gongschlages am ganzen Körper spüren, Räume in absoluter Dunkelheit durch seinen Tastsinn ergründen, Gerüche wahrnehmen und zuordnen, sein eigenes Gewicht auf einer Hebelwaage erleben und in vielen weiteren Experimentierstationen selbst kreativ werden.

Die Idee entstand bereits 1996 als Professoren der Universität Bremen auf die Idee kamen ein Wissenschaftscenter mit ausgeprägtem Ergebnischarakter entstehen zu lassen. Gemeinsam mit verschiedenen Unternehmen gründeten sie die Stiftung “Universum Bremen GmbH”.
Im Jahr 2000 öffnete das Center seine Türen und präsentierte auf 4000qm die drei Themengebiete:

  • Expedition Mensch
  • Expedition Erde
  • Expedition Kosmos.

Der außergewöhnliche und eindrucksvolle Bau, der eine glänzende Außenhaut aus 40.000 Edelstahlschindeln bekam und an eine Muschel, ein Ufo oder einen Wal erinnern könnte, wurde vom Bremer Architekten Thomas Klumpp entworfen. Bereits in den ersten 5 Jahren konnte sich das Universum über 2,5 Millionen Besucher freuen und wurde im Jahr 2007 durch ein weiteres Gebäude (Schaubox) sowie durch ein Außengelände (Entdecker Park) erweitert. Die “Schaubox” beinhaltet jährlich wechselnde Sonderausstellungen zu verschiedenen Themengebieten. Zur Eröffnung wurde hier z.B. eine interaktive Schokoladenschau gezeigt. Das würfelförmige Gebäude bietet einen interessanten Kontrast zum ellipsenförmigen “Science-Center”.  Das Wahrzeichen des 5000qm großen Entdecker Parks ist der 27 Meter hohe “Turm der Lüfte”. Er ist nicht nur Aussichtsturm, sondern bietet viele interessante Experimente aus den Bereichen Wetter, Wind, Luft etc.. Der Park selbst bietet eine wissenschaftliche Erlebnislandschaft unter freiem Himmel mit etlichen Mitmachstationen. Außer dem einfachen “freien” Erleben bietet das Universum regelmäßig Veranstaltungen wie “Dinner im Dunkeln”, “Café im Dunkeln”, “Science Dinner”, “Zirkuszauber” und diverse andere interessante Termine an. Das Universum ist Montags bis Freitags von 09:00 bis 18:00 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Ich bin der Meinung, dass die 16€ Eintrittsgeld für einen Erwachsenen durchaus gerechtfertigt sind um hier einen Erinnerungswürdigen Tag zu erleben. Wem das zu viel ist kann auch eines der sehr günstigen “Guten Abend Tickets” zum Preis von 5€ erwerben und hat damit die Möglichkeit für einen Kurzbesuch innerhalb der letzten 1,5 Stunden der Öffnungszeiten.

Wer von ausserhalb kommt findet hier eine Anfahrtsbeschreibung zum Universum Bremen

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Das Schloss Sanssouci in Potsdam

Eingetragen am 10 Okt. 2011

Schloss SanssouciIch liebe schöne Schlösser aus der Vergangenheit  die den Reichtum und die Baukunst der Vergangenheit wieder spiegeln. Das Schloss Sanssouci, eines der bekanntesten Hohenzollernschlösser in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam, sollte einem Ort ohne Sorge gleichen. So stellte sich der preußische König Friedrich der Große den Ort in der preußischen Residenzstadt Potsdam vor und erbaute unter dieser Prämisse in der Zeit von 1745 bis 1747 nach eigenen Skizzen und im Stil des Rokoko das Schloss Sanssouci. Die Planung übernahm der damals bekannte Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Das Schloss wurde in einer der schönsten Kulturlandschaften der Welt errichtet.

Der Park Sanssouci
Auf einer Fläche von 290 Hektar erstreckt sich eine traumhafte Anlage mit Weinbergterrassen, zahlreichen Schlössern, einem Chinesischen Teehaus, römischen Bädern und anderen eindrucksvollen Bauwerken – der Park Sanssouci. Im 19. Jahrhundert wurde diese Parkanlage von König Friedrich Wilhelm IV. mit einer herrlichen Baukulisse im italienischen Stil erweitert. August Stüler entwarf die bekannte Orangerie, die zwischen 1851 und 1860 erbaut wurde. König Friedrich der Große starb 1786 und wurde auf der obersten Weinbergterrasse vor dem Ostflügel des Schlosses ehrenvoll beigesetzt. Auch nach seinem Tode wollte er mit der Stadt Sanssouci verbunden bleiben.

Ein Ort der Ruhe und Sorglosigkeit
Im Schloss Sanssouci steckt die gesamte Persönlichkeit Friedrich des Großen. Sein Ziel war es, einen Ort der Ruhe und Sorglosigkeit zu schaffen. Er nutzte das Schloss als Sommerresidenz und Refugium in unruhigen Zeiten. Friedrich der Große war bekannt als großer Philosoph. Die Innenausstattung des Schlosses spiegelt originalgetreu die damalige Welt des 18. Jahrhunderts von Sanssouci wider. Die Wände waren stilvoll und elegant. In Anlehnung an die preußischen Arkadien und die wunderschöne Umgebung wird hier die Liebe des Königs zu seinem Land besonders deutlich.

UNESCO-Weltkulturerbe
Seit 1990 gehört Sanssouci mit all seinen Schlössern und dem großen Schlosspark zum Weltkulturerbe und steht unter dem Schutz der Organisation UNESCO. Diese bezeichnet die Anlage, die häufig als preußisches Versailles benannt wird, als Synthese der Kunstrichtungen des 18. Jahrhunderts in Europa. Sie wird als herausragendes Beispiel von Architekturschöpfungen und Landschaftsgestaltungen beschrieben.

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Die Hauptstadt Berlin und die Museumsinsel

Eingetragen am 07 Okt. 2011

Für die Freunde von Museen werde ich euch heute die Museumsinel in Berlin schreiben. Die Museumsinsel in Berlin ist der nördlichste Punkt der Spreeinsel mitten in der Innenstadt. Sie gilt als Zentrum der Berliner Museumslandschaft und wird jährlich von zahlreichen Touristen aus der ganzen Welt besucht. Im Jahr 1999 ernannte die UNESCO die Museumsinsel zum Weltkulturerbe, was sonst noch keinem baulichen und kulturellen Ensemble auf diesem Planeten gelungen ist. Kulturliebhaber mieten häufig eine günstige Ferienwohnung in Berlin und machen sich anschließend auf, den Weg um die bundesdeutsche Landeshauptstadt zu erkunden. Keine andere Stadt war in historischer und politischer Hinsicht von so hoher Bedeutung für Deutschland wie Berlin. In den fünf Museen der Museumsinsel geht es jedoch nicht nur um die deutsche Geschichte von 1871 bis zum Mauerfall. Es geht hauptsächlich um archäologische Sammlungen und Kunst im 19. Jahrhundert.

Vor der Wende waren die Sammlungen nach Zonen getrennt, und nach der Wiedervereinigung begann die Stadt Berlin mit dem Zusammenschluss einzelner Museen. Man kann also sagen, dass parallel zur politischen Wiedervereinigung Deutschlands auch eine kulturelle Grenze innerhalb Berlins aufgelöst wurde. Für die Zukunft gibt es Pläne, sämtliche Museen gemeinsam in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Geplant ist ein neues Eingangsgebäude, welches im Jahr 2012 eröffnet werden und im Anschluss als Zentraleingang für die komplette Insel fungieren soll. Außerdem wird es eine Rolle als Informationszentrum einnehmen, in welchem Veranstaltungsräume, Restaurants, Café und Shop des Museums zu finden sein werden. Die für den Masterplan entstehenden Kosten werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Der Betrag liegt schätzungsweise bei ca. 1,5 Milliarden Euro.

Die Museen der Museumsinsel

Im Alten Museum kann man sich diverse Fundstücke aus der griechischen Antike anschauen. Dabei handelt es sich um Gegenstände wie Waffen, Schmuck und Skulpturen ebenso wie Werke aus dem Bereich der Bildenden Kunst. Auf der 1. Etage werden seit 2010 Ausstellungsstücke der Römer und Etrusker zur Schau gestellt, nachdem das Obergeschoss 4 Jahre lang das Ägyptische Museum beherbergt hatte. Dieses befindet sich mittlerweile im Neuen Museum, in welchem auch die Papyrussammlung mit der Büste von Nofretete zu sehen ist. Aus der Ur- und Frühgeschichte spielen hier die Kopien des Schliemann-Goldes aus Troja eine tragende Rolle, aber auch das frühe Mittelalter und einige spätere Epochen finden in diesem Museum ihre Berücksichtigung. Das Pergamonmuseum besteht aus drei Flügeln, in welchen die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum sowie das Museum für Islamische Kunst untergebracht sind. Der Bau eines weiteren vierten Flügels ist bereits in Planung, der für das Ägyptische Museum vorgesehen ist. In der Alten Nationalgalerie gibt es Bilder und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert zu sehen, die von unterschiedlichen Künstlern mit verschiedener Herkunft stammen. Caspar David Friedrich ist dort vertreten, Impressionisten aus Frankreich werden auch berücksichtigt, und Werke der Fresken der Nazarener, die einst in Rom tätig waren sind dort auch ausgestellt. Das Bode-Museum besteht aus dem Museum für byzantinische Kunstwerke, der Skulpturensammlung, dem Münzkabinett und der Gemäldegalerie. Somit ist das ein bunter Querschnitt aus mehreren historischen Epochen und Lebensräumen, der mit Sicherheit keine Wünsche offen lässt. Das Pergamonmuseum gilt als die meistbesuchte Einrichtung der Museumsinsel, gefolgt vom Alten Museum.

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Eins der bekanntesten Bauwerke der Hansestadt Bremen das Bremer Rathaus

Eingetragen am 01 Okt. 2011

Rathaus BremenIch möchte euch heute eines der wohl bekanntesten Bauwerke der Hansestadt Bremen vorstellen. Mein heutiger Bericht handelt natürlich vom Bremer Rathaus, welches seit dem Jahr 2004 durch die Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe in der ganzen Welt noch bekannter wurde. Ich denke das Rathaus trägt diesen Titel durchaus zurecht. Das Gebäude im gotischen Stil wurde vor über 600 Jahren, im Jahr 1410 fertiggestellt und ist seitdem ständig Regierungssitz der Stadt gewesen. Später in den Jahren 1595 bis 1612 bekam es eine neue prachtvolle Fassade im Stil der Weser Renaissance, nach den Entwürfen des bremischen Steinmetzes Lüder von Bentheim ,die heute zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der deutschen Renaissance zählt.
1909-1913 wurde das Rathaus durch einen rückwärtigen Anbau im Stil der Neorenaissance erweitert. Die Entwürfe dazu stammen vom Münchener Architekten Gabriel von Seidl. Trotz der, damit verbundenen, massiven Vergrößerung des Objektes dominiert in der optischen Wirkung nach wie vor der ursprüngliche, alte Rathausbau. Beim Anblick des Gebäudes fühlt man sich in die goldene Zeit der Hanse zurückversetzt, ist es doch das einzige europäische Rathaus des Spätmittelalters, welches im Laufe der Jahrhunderte niemals zerstört wurde. Es ist aber nicht nur ein bemerkenswertes Denkmal der damaligen Baukunst und Bauzeugnis des städtischen Autonomiegedankens, sondern auch ein “Tresor der Bürgerfreiheit” seit über 600 Jahren. Durch diese Tradition ist es untrennbar mit der Funktion als Sitz des Senates, des kleinsten deutschen Bundeslandes verbunden, als der “Rat” bekannt war.
Der Rat tagte damals in der oberen Rathaus halle, welche als der schönste und repräsentativste Festsaal Bremens bekannt ist. Auch heute noch kann man hier die Bedeutung des Handels und der Schifffahrt für die Stadt deutlich erkennen. Die Bordkanonen der Modellschiffe im Saal sind funktionstüchtig und konnten damals bei Festlichkeiten als Salut abgefeuert werden. Auch andere Räume und Säle des Gebäudes sind durchaus interessant und im Grunde erwähnenswert, aber ich denke es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, jeden einzeln aufzuführen. Es ist auf jeden Fall mehr als empfehlenswert, sich das Bauwerk bei einem Besuch in der schönen Stadt Bremen mal genauer anzusehen. Außerdem wird man bei einem Besuch des alten Marktplatzes, der vom Bremern liebevoll als “gute Stube” bezeichnet wird, der direkt vor dem Rathaus liegt, unweigerlich auf eine eindrucksvolle, fünfeinhalb Meter große, Statue aufmerksam. Dieses Denkmal ist ebenfalls Weltkulturerbe und trägt den Titel “Roland”. Dargestellt ist der aus Liedern und Epen wie dem “Rolandslied” bekannte Heerführer und Neffe Karls des Großen und gilt als die einzige, sich noch an ihrem Platz befindliche Statue dieser Art in Deutschland. Er steht auf dem Marktplatz, um die der Stadt verliehenen Marktrechte und Freiheiten zu garantieren und zu verteidigen.
Der Spruch:

“vryheit do ik ju openbar / d’ karl vnd mēnich vorst vorwar / desser stede ghegheuen hat / des danket god’ is mī radt”

ziert den Schild des “Repräsentanten des Kaisers”! Übersetzt ins Hochdeutsche bedeutet die Inschrift:

“Freiheit tu ich euch öffentlich kund / die Karl und mancher Fürst fürwahr / dieser Stätte gegeben hat / dafür danket Gott, das ist mein Rat!”

Auch der Roland steht wie das Rathaus seit 1973 unter Denkmalschutz und wurde im Jahre 2004 Weltkulturerbe.
Beim Umbau um 1600 entstand übrigens der Bremer Ratskeller unter dem Rathaus, welcher noch heute eines der besten Restaurants der Stadt beherbergt, das zudem über einen sehr guten Weinkeller verfügt.
Der Zugang zum Ratskeller befindet sich auf der westlichen Seite des Gebäudes.

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Der Deutsche St. Paulus Dom zu Münster

Eingetragen am 29 Sep. 2011

St Paulus Dom zu MünsterJeder kennt meine Vorliebe für alte Kirchen in Deutschland und so ist es nicht verwunderlich das ich in Münster als erstes den Dom besucht habe. Heute schreibe ich euch hier was ich an wissenswertem herausgefunden habe und was ihr wissen solltet wenn ihr diese Sehenswürdigkeit besuchen wollt. Der St. Paulus Dom in Münster gehört zu den wichtigsten Gebäuden von historischer Bedeutung. Es gehört zu den absoluten Wahrzeichen der Stadt Münster und vor allem des Bistums Münster welches im Jahre 805 gegründet wurde.
Die Grundsteinlegung des ersten Doms erfolgte im Jahre 805 bis zum Jahre 1377 und ist auch als Ludgerus Dom bezeichnet worden. Der zweite Dom entstand im Jahre 990-1225 und wurde unmittelbar in der Nähe zum ersten Dom errichtet. Der Dom, wie wir ihn heutzutage sehen und kennen ist der so genannte dritte Dom, dessen Bau  im Jahre 1225 bis zu heutigen Gegenwart Bestand hat. Anders als die Dombauten zuvor war nicht mehr der Bischof der Bauherr dieses Doms, sondern das Kapitel des neuen Domes und die Bauzeit hier zu Betrug fast 40 Jahre. Er wurde von einem Bischof namens Gerhard von der Mark geweiht. Wichtige architektonische Eckpunkte sind zum Beispiel der Kreuzgang des Domes der sich im Westflügel befindet und das Querschiff, welches im Stil der Gotik angefertigt wurde. Weiterhin befindet sich ein Domfriedhof im Innenhof des Kreuzganges.
Das Westwerk das Doms ist laut den Bischofschroniken um das Jahr 1192 als Anbau zu dem ottonischen Dom entstanden. Dabei sind die beiden Kirchtürme an der Westseite der Domkirche gemeint. Das spät gotische Westportal war in der Ursprungsform im Westwerk noch nicht zu sehen und entstand erst im Jahre 1516. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm stark beschädigt und so sehen wir bei dem Westportal eine stark abgeänderte und vereinfachte Form, denn die ursprüngliche Form wurde bei den Renovierungsarbeiten nicht wiederhergestellt.
Wenn man einen Blick auf den Dom wirft, so fallen einem natürlich sofort die beiden romantischen Türme ins Auge und man kann annehmen, dass sie identisch sind. Sie unterscheiden sich aber deutlich in ihrem Massen und so ist der Turm in Ost-West-Richtung größer als der Ton in Nord Süd Richtung. Die beiden Türme haben ein Dach in Pyramiden Form welches im Jahre 1725 mit Kupfer verkleidet worden ist. Wahrscheinlich ist dieses aber auch nicht die Ursprungsform, sondern es gibt Aufzeichnungen die belegen das die Stromspitzen früher mit Blei gedeckt waren.
Die Kapelle die unterhalb des Nordturms liegt ist dem heiligen Petrus geweiht und sie liegt 75 cm unterhalb des Westquerschiffs. In ihr lag sehr wahrscheinlich seit dem 14. Jahrhundert die Schatzkammer und sie war in der ursprünglichen Form verschlossen. Der Schatz war der so genannte münstersche Domschatz und ab 1793-1794 wurde dort auch der Kölner Domschatz aufbewahrt, den die Franzosen dort aus Sicherheitsgründen verwahrt haben. Im Zweiten Weltkrieg ist auch der Nordturm stark beschädigt worden und zwei der Geschosse sind darauf hin eingestürzt. Beim Wiederaufbau wurden diese Stockwerke wiederhergestellt und das Innere des Turms ebenso renoviert.
In der Katharinenkapelle im Südturm befand sich seit dem 17. Jahrhundert das so genannte Heilige Grab über das im Jahre 1685 beschlossen wurde es in ein beständiges Grab umzuwandeln wobei auch der Altar entfernt wurde um den Gottesdienst zum Primaraltar zu verlegen. Der Südturm ist im Zweiten Weltkrieg komplett ausgebrannt. Bei den anschließenden Renovierungsarbeiten wurden die beiden Kapellen dann wieder in Stand gesetzt und die Katharinenkapelle fungierte daraufhin bis zum Jahre 2003 als Taufkapelle.
Das so genannte Paradies des Doms ist ein zweigeschossige Vorbau am Ende vom Westquerschiff, was über eine Vorhalle verfügte. Hier wurden Send- und Hofgerichte abgehalten. Das Innere des Paradieses wird von überlebensgroßen Steinfiguren verziert und so findet man dort die zwölf Apostel und Heilige sowie Stifter. Das Kreuz im Sankt Paulus Dom wird auch Triumphkreuz genannt und wurde ursprünglich als Wandkreuz gefertigt. Es ist 3,55 m hoch und 2,62 m breit und ist aus Eiche. Die Christusfigur selbst ist 2,22 m Und 1,98 breit. Im Inneren des Doms befindet sich ebenso eine so genannte astronomische Uhr die auch ein Glockenspiel hat und auch ebenso die Mondphasen und Planetenstellung anzeigt. Außerdem hat sie auch einen ewigen Kalender, der bis zum Jahr 2071 reicht.

Gottesdienste und Veranstaltungen:
Sonntag und feiertags: 10:00 Uhr Kapitelsamt
Sonntag: 7:00 Uhr, 8:30 Uhr, 11:30 Uhr und 18:30 Uhr Messe feiern
Sonntag und feiertags: 15:00 Uhr gesungene deutsche Vesper
Werktags: 7:00 Uhr, 8:30 Uhr und 12:15 Uhr Heilige Messe
Werktags: 17:15 Uhr gesungene deutsche Vesper im Westchor
Samstags: 15:00 Uhr lateinische Vesper in der Sakramentskapelle

Wer die Zeit findet auf seiner Tour durch Deutschland sollte sich auf jedne Fall mal Münster und seine Sehenswürdigkeiten anschauen. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen mal durch die Bundesrepublik Deutschland zu reisen

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Bundesrepublik Deutschland praesentiert Porta Nigra ein Wahrzeichen der Stadt Trier

Eingetragen am 17 Sep. 2011

Bei meinen Reisen durch Deutschland bin ich immer wieder auch in Trier gewesen die ja bekanntlich Deutschlands älteste Stadt ist. Besonders bleibt mir dabei immer wieder das Porta Nigra in Erinnerung. Ein Römisches Tor welches grob im Jahr 180 nach Christus als eins von 4 großen Stadttoren gebaut wurde. Heute ist das Stadttor ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt welches von den Trierern meist nur noch Porta genannt wird. Seinen Namen hat das Porta Nigra (Schwarzes Tor) im Mittelalter erhalten als der Sandstein anfing sich dunkel zu verfärben. Als Teil der Trierer Stadtmauer ist das Tor bis heute das am besten erhaltene Römische Stadttor in Deutschland zählt.

Das Tor diente ursprünglich wie fast alle großen Stadttore in der Bundesrepublik Deutschland der Verteidigung der Städte von denen Katapulte und Bogenschützen die Angreifer abwehren konnten. Ab dem Jahr 1028 wurde das Porta Nigra zu einer Kirche umgebaut nachdem sich ein Einsiedler sich im Porta hatte einmauern lassen. Als der Eremit starb wurde das Porta Nigra durch den Erzbischof Poppo von Trier zu einer Kirche umgebaut. Bei diesem Umbau wurde dann auch ein Turm des Tores eingerissen und der Rest des Römischen Baus wurde zur Kirche umgebaut.

Die Täglichen Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 16 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene 2,10 Euro
Kinder 1,00 Euro
Rentner 1,60 Euro

Es gibt Sammeleintrittskarten die für mehrer historische Bauwerke in Trier gelten. Leider habe ich hier vergessen mir den Preis zu notieren. Denke aber das es sich rentiert wenn man mehr als eine historisches Bauwerk besucht.

Wer Lust hat in Trier ein paar Sehenswürdigkeiten zu bewundern sollte auf jeden Fall auch das Porto Nigra besuchen. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Dresdener Frauenkirche und ihre Geschichte

Eingetragen am 15 Sep. 2011

Frauenkirche in Dresden  Dresdener Frauenkirche  Frauenkirche in Dresden

Die Frauenkirche, welche im Jahr 1726 in Bau gegangen ist und 17 Jahre später (1743) fertig gestellte wurde ist bis heute eines der bedeutendsten Bauten in Deutschland. Wurde allerdings im zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört und diente zur Zeit der DDR als Mahnmal gegen den Krieg und die Zerstörung und erst mit der Vereinigung wurde im Jahr 1994 begonnen die Kirche wieder aufzubauen um sie in altem und neuen Glanz wieder erstrahlen zu lassen. Hierfür wurden Spendengelder aus der gesamten Welt gesammelt und schlussendlich im Jahr 2005 war es dann so weit und die Kirche erhob sich wie einst zu ihrer damaligen Zeit nun über den Neumarkt von Dresden.
Eine der Besonderheiten der Frauenkirche ist die gigantische Steinkuppel welche gleichzeitig auch die größte ihrer Art nördlich der Alpen ist. Musste sie zu der Damaligen Zeit immer wieder durch Metallklammern und Bandagen gestützt werden, da die Stützpfeiler auf welchem sie stand aus zu weichem Stein gefertigt wurden. Da man heute diese Probleme kannte, wird uns die neue Frauenkirche wohl noch sehr lange in ihrer vollen Pracht erhalten bleiben.
Die im Barocken Baustil gehaltene Kuppen und Kirche zieht bis heute die Menschen magisch an und ist eines, wenn nicht auch gleich das schönste Motiv für wunderbare Bilder ist und wirklich nur zu empfehlen ihr mal einen Besuch abzustatten. Aber nicht nur äußerlich ist die Dresdener Frauenkirche ein wahrhaft Monumentales Gebäude und Sehenswürdigkeit, sondern auch ihr inneres hat sehr viel zu bieten und immer einen Besuch wert! Leider sei hierbei gesagt das es nicht erlaubt ist im inneren der Frauenkirche Fotos zu machen, weshalb wir hier auch keine veröffentlichen können.
Wenn sie das innere der Kirche besichtigen möchten, können sie dies Mo. – Fr. zwischen 10-12 Uhr, sowie 13-18 Uhr tun. An Wochenenden gelten die selben Zeiten, allerdings nur eingeschränkt, da in der Frauenkirche am Wochenende Trauungen, Taufen, Gottesdienste oder auch Konzerte stattfinden, in welcher keine Besichtigung als solches Möglich ist, allerdings sind die Gottesdienste jederzeit zu besuchen. Genauere Informationen hierfür können sie dem Veranstaltungskalender der Frauenkirche entnehmen.

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Die Wiesn das Oktoberfest in München

Eingetragen am 09 Jul. 2011

Es gibt kaum ein Fest welches internationaler einen höheren Bekanntheitsgrad hat als das Oktoberfest in München oder wie die Münchner es nennen die Wiesn. Für viele unterscheiden sich die Geschmäcker wen es um das Oktoberfest geht. Für die einen ist es nur eine riesige Kirmes für die anderen das größte Volksfest welches es in Deutschland gibt. Seit nun mehr als 200 Jahren wird fast jedes Jahr auf der Theresienwiese eins der größten Volksfeste der Welt gefeiert. Die erste Feier Fand noch zu Ehren der Hochzeit 1810 von König Ludwig und Prinzessin Theresia statt aber spätestens seit der Hundert Jahr Feier im Jahr 1910 wurde es mehr und mehr kommerzialisiert. In der heutigen Zeit bringen es die Münchner Wiesn auf eine beachtliche Anzahl von Fahrgeschäfte. Hier eifern Schausteller mit den neusten Kirmesgeschäften um die Wette und zeigen die neusten Kirmes Attraktionen. Von den größten Riesenrädern bis zu den besten Achterbahnen mit fünffach Looping wird hier alles geboten was einen Deutschland Urlauber begehrt.

Zusätzlich gibt es eine Anzahl von meist 15 Bierzelten in denen jeweils bis zu 10.000 Besuchern Platz finden. Tagsüber wird dort meist Volkstümliche Musik geboten wobei als zünftige Brotzeit Hähnchen oder ein deftiges Stück Fleisch von der Ochsenbraterei. Zum Bier werden Radieschen gereicht die das spezielle Wiesen Bier besonders gut schmecken läst. Aber jeder der nun nach München zum nächsten Oktoberfest reisen möchte sei gewarnt. Es gibt zu diese zeit keine normalen Hotelzimmer Preise und meist ist schon Monate vorab alles ausgebucht und die Preise gehen bis auf das Doppelte hoch. Trotz allem ist das Oktoberfest immer einen Besuch wert.

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