Archiv für den Monat Oktober, 2011
Das Schloss Sanssouci in Potsdam
Eingetragen am 10 Okt. 2011
Ich liebe schöne Schlösser aus der Vergangenheit die den Reichtum und die Baukunst der Vergangenheit wieder spiegeln. Das Schloss Sanssouci, eines der bekanntesten Hohenzollernschlösser in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam, sollte einem Ort ohne Sorge gleichen. So stellte sich der preußische König Friedrich der Große den Ort in der preußischen Residenzstadt Potsdam vor und erbaute unter dieser Prämisse in der Zeit von 1745 bis 1747 nach eigenen Skizzen und im Stil des Rokoko das Schloss Sanssouci. Die Planung übernahm der damals bekannte Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Das Schloss wurde in einer der schönsten Kulturlandschaften der Welt errichtet.
Der Park Sanssouci
Auf einer Fläche von 290 Hektar erstreckt sich eine traumhafte Anlage mit Weinbergterrassen, zahlreichen Schlössern, einem Chinesischen Teehaus, römischen Bädern und anderen eindrucksvollen Bauwerken – der Park Sanssouci.
Im 19. Jahrhundert wurde diese Parkanlage von König Friedrich Wilhelm IV. mit einer herrlichen Baukulisse im italienischen Stil erweitert. August Stüler entwarf die bekannte Orangerie, die zwischen 1851 und 1860 erbaut wurde. König Friedrich der Große starb 1786 und wurde auf der obersten Weinbergterrasse vor dem Ostflügel des Schlosses ehrenvoll beigesetzt. Auch nach seinem Tode wollte er mit der Stadt Sanssouci verbunden bleiben.
Ein Ort der Ruhe und Sorglosigkeit
Im Schloss Sanssouci steckt die gesamte Persönlichkeit Friedrich des Großen. Sein Ziel war es, einen Ort der Ruhe und Sorglosigkeit zu schaffen. Er nutzte das Schloss als Sommerresidenz und Refugium in unruhigen Zeiten. Friedrich der Große war bekannt als großer Philosoph. Die Innenausstattung des Schlosses spiegelt originalgetreu die damalige Welt des 18. Jahrhunderts von Sanssouci wider.
Die Wände waren stilvoll und elegant. In Anlehnung an die preußischen Arkadien und die wunderschöne Umgebung wird hier die Liebe des Königs zu seinem Land besonders deutlich.
UNESCO-Weltkulturerbe
Seit 1990 gehört Sanssouci mit all seinen Schlössern und dem großen Schlosspark zum Weltkulturerbe und steht unter dem Schutz der Organisation UNESCO. Diese bezeichnet die Anlage, die häufig als preußisches Versailles benannt wird, als Synthese der Kunstrichtungen des 18. Jahrhunderts in Europa. Sie wird als herausragendes Beispiel von Architekturschöpfungen und Landschaftsgestaltungen beschrieben.
Die Hauptstadt Berlin und die Museumsinsel
Eingetragen am 07 Okt. 2011
Für die Freunde von Museen werde ich euch heute die Museumsinel in Berlin schreiben. Die Museumsinsel in Berlin ist der nördlichste Punkt der Spreeinsel mitten in der Innenstadt. Sie gilt als Zentrum der Berliner Museumslandschaft und wird jährlich von zahlreichen Touristen aus der ganzen Welt besucht. Im Jahr 1999 ernannte die UNESCO die Museumsinsel zum Weltkulturerbe, was sonst noch keinem baulichen und kulturellen Ensemble auf diesem Planeten gelungen ist. Kulturliebhaber mieten häufig eine günstige Ferienwohnung in Berlin und machen sich anschließend auf, den Weg um die bundesdeutsche Landeshauptstadt zu erkunden. Keine andere Stadt war in historischer und politischer Hinsicht von so hoher Bedeutung für Deutschland wie Berlin. In den fünf Museen der Museumsinsel geht es jedoch nicht nur um die deutsche Geschichte von 1871 bis zum Mauerfall. Es geht hauptsächlich um archäologische Sammlungen und Kunst im 19. Jahrhundert.
Vor der Wende waren die Sammlungen nach Zonen getrennt, und nach der Wiedervereinigung begann die Stadt Berlin mit dem Zusammenschluss einzelner Museen. Man kann also sagen, dass parallel zur politischen Wiedervereinigung Deutschlands auch eine kulturelle Grenze innerhalb Berlins aufgelöst wurde. Für die Zukunft gibt es Pläne, sämtliche Museen gemeinsam in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Geplant ist ein neues Eingangsgebäude, welches im Jahr 2012 eröffnet werden und im Anschluss als Zentraleingang für die komplette Insel fungieren soll. Außerdem wird es eine Rolle als Informationszentrum einnehmen, in welchem Veranstaltungsräume, Restaurants, Café und Shop des Museums zu finden sein werden. Die für den Masterplan entstehenden Kosten werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Der Betrag liegt schätzungsweise bei ca. 1,5 Milliarden Euro.
Die Museen der Museumsinsel
Im Alten Museum kann man sich diverse Fundstücke aus der griechischen Antike anschauen. Dabei handelt es sich um Gegenstände wie Waffen, Schmuck und Skulpturen ebenso wie Werke aus dem Bereich der Bildenden Kunst. Auf der 1. Etage werden seit 2010 Ausstellungsstücke der Römer und Etrusker zur Schau gestellt, nachdem das Obergeschoss 4 Jahre lang das Ägyptische Museum beherbergt hatte. Dieses befindet sich mittlerweile im Neuen Museum, in welchem auch die Papyrussammlung mit der Büste von Nofretete zu sehen ist. Aus der Ur- und Frühgeschichte spielen hier die Kopien des Schliemann-Goldes aus Troja eine tragende Rolle, aber auch das frühe Mittelalter und einige spätere Epochen finden in diesem Museum ihre Berücksichtigung. Das Pergamonmuseum besteht aus drei Flügeln, in welchen die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum sowie das Museum für Islamische Kunst untergebracht sind. Der Bau eines weiteren vierten Flügels ist bereits in Planung, der für das Ägyptische Museum vorgesehen ist. In der Alten Nationalgalerie gibt es Bilder und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert zu sehen, die von unterschiedlichen Künstlern mit verschiedener Herkunft stammen. Caspar David Friedrich ist dort vertreten, Impressionisten aus Frankreich werden auch berücksichtigt, und Werke der Fresken der Nazarener, die einst in Rom tätig waren sind dort auch ausgestellt. Das Bode-Museum besteht aus dem Museum für byzantinische Kunstwerke, der Skulpturensammlung, dem Münzkabinett und der Gemäldegalerie. Somit ist das ein bunter Querschnitt aus mehreren historischen Epochen und Lebensräumen, der mit Sicherheit keine Wünsche offen lässt. Das Pergamonmuseum gilt als die meistbesuchte Einrichtung der Museumsinsel, gefolgt vom Alten Museum.
Eins der bekanntesten Bauwerke der Hansestadt Bremen das Bremer Rathaus
Eingetragen am 01 Okt. 2011
Ich möchte euch heute eines der wohl bekanntesten Bauwerke der Hansestadt Bremen vorstellen. Mein heutiger Bericht handelt natürlich vom Bremer Rathaus, welches seit dem Jahr 2004 durch die Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe in der ganzen Welt noch bekannter wurde. Ich denke das Rathaus trägt diesen Titel durchaus zurecht. Das Gebäude im gotischen Stil wurde vor über 600 Jahren, im Jahr 1410 fertiggestellt und ist seitdem ständig Regierungssitz der Stadt gewesen. Später in den Jahren 1595 bis 1612 bekam es eine neue prachtvolle Fassade im Stil der Weser Renaissance, nach den Entwürfen des bremischen Steinmetzes Lüder von Bentheim ,die heute zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der deutschen Renaissance zählt.
1909-1913 wurde das Rathaus durch einen rückwärtigen Anbau im Stil der Neorenaissance erweitert. Die Entwürfe dazu stammen vom Münchener Architekten Gabriel von Seidl.
Trotz der, damit verbundenen, massiven Vergrößerung des Objektes dominiert in der optischen Wirkung nach wie vor der ursprüngliche, alte Rathausbau. Beim Anblick des Gebäudes fühlt man sich in die goldene Zeit der Hanse zurückversetzt, ist es doch das einzige europäische Rathaus des Spätmittelalters, welches im Laufe der Jahrhunderte niemals zerstört wurde. Es ist aber nicht nur ein bemerkenswertes Denkmal der damaligen Baukunst und Bauzeugnis des städtischen Autonomiegedankens, sondern auch ein “Tresor der Bürgerfreiheit” seit über 600 Jahren. Durch diese Tradition ist es untrennbar mit der Funktion als Sitz des Senates, des kleinsten deutschen Bundeslandes verbunden, als der “Rat” bekannt war.
Der Rat tagte damals in der oberen Rathaus halle, welche als der schönste und repräsentativste Festsaal Bremens bekannt ist. Auch heute noch kann man hier die Bedeutung des Handels und der Schifffahrt für die Stadt deutlich erkennen.
Die Bordkanonen der Modellschiffe im Saal sind funktionstüchtig und konnten damals bei Festlichkeiten als Salut abgefeuert werden. Auch andere Räume und Säle des Gebäudes sind durchaus interessant und im Grunde erwähnenswert, aber ich denke es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, jeden einzeln aufzuführen. Es ist auf jeden Fall mehr als empfehlenswert, sich das Bauwerk bei einem Besuch in der schönen Stadt Bremen mal genauer anzusehen. Außerdem wird man bei einem Besuch des alten Marktplatzes, der vom Bremern liebevoll als “gute Stube” bezeichnet wird, der direkt vor dem Rathaus liegt, unweigerlich auf eine eindrucksvolle, fünfeinhalb Meter große, Statue aufmerksam. Dieses Denkmal ist ebenfalls Weltkulturerbe und trägt den Titel “Roland”. Dargestellt ist der aus Liedern und Epen wie dem “Rolandslied” bekannte Heerführer und Neffe Karls des Großen und gilt als die einzige, sich noch an ihrem Platz befindliche Statue dieser Art in Deutschland. Er steht auf dem Marktplatz, um die der Stadt verliehenen Marktrechte und Freiheiten zu garantieren und zu verteidigen.
Der Spruch:
“vryheit do ik ju openbar / d’ karl vnd mēnich vorst vorwar / desser stede ghegheuen hat / des danket god’ is mī radt”
ziert den Schild des “Repräsentanten des Kaisers”! Übersetzt ins Hochdeutsche bedeutet die Inschrift:
“Freiheit tu ich euch öffentlich kund / die Karl und mancher Fürst fürwahr / dieser Stätte gegeben hat / dafür danket Gott, das ist mein Rat!”
Auch der Roland steht wie das Rathaus seit 1973 unter Denkmalschutz und wurde im Jahre 2004 Weltkulturerbe.
Beim Umbau um 1600 entstand übrigens der Bremer Ratskeller unter dem Rathaus, welcher noch heute eines der besten Restaurants der Stadt beherbergt, das zudem über einen sehr guten Weinkeller verfügt.
Der Zugang zum Ratskeller befindet sich auf der westlichen Seite des Gebäudes.
