Die Hauptstadt Berlin und die Museumsinsel

Eingetragen am 07 Okt. 2011

Für die Freunde von Museen werde ich euch heute die Museumsinel in Berlin schreiben. Die Museumsinsel in Berlin ist der nördlichste Punkt der Spreeinsel mitten in der Innenstadt. Sie gilt als Zentrum der Berliner Museumslandschaft und wird jährlich von zahlreichen Touristen aus der ganzen Welt besucht. Im Jahr 1999 ernannte die UNESCO die Museumsinsel zum Weltkulturerbe, was sonst noch keinem baulichen und kulturellen Ensemble auf diesem Planeten gelungen ist. Kulturliebhaber mieten häufig eine günstige Ferienwohnung in Berlin und machen sich anschließend auf, den Weg um die bundesdeutsche Landeshauptstadt zu erkunden. Keine andere Stadt war in historischer und politischer Hinsicht von so hoher Bedeutung für Deutschland wie Berlin. In den fünf Museen der Museumsinsel geht es jedoch nicht nur um die deutsche Geschichte von 1871 bis zum Mauerfall. Es geht hauptsächlich um archäologische Sammlungen und Kunst im 19. Jahrhundert.

Vor der Wende waren die Sammlungen nach Zonen getrennt, und nach der Wiedervereinigung begann die Stadt Berlin mit dem Zusammenschluss einzelner Museen. Man kann also sagen, dass parallel zur politischen Wiedervereinigung Deutschlands auch eine kulturelle Grenze innerhalb Berlins aufgelöst wurde. Für die Zukunft gibt es Pläne, sämtliche Museen gemeinsam in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Geplant ist ein neues Eingangsgebäude, welches im Jahr 2012 eröffnet werden und im Anschluss als Zentraleingang für die komplette Insel fungieren soll. Außerdem wird es eine Rolle als Informationszentrum einnehmen, in welchem Veranstaltungsräume, Restaurants, Café und Shop des Museums zu finden sein werden. Die für den Masterplan entstehenden Kosten werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Der Betrag liegt schätzungsweise bei ca. 1,5 Milliarden Euro.

Die Museen der Museumsinsel

Im Alten Museum kann man sich diverse Fundstücke aus der griechischen Antike anschauen. Dabei handelt es sich um Gegenstände wie Waffen, Schmuck und Skulpturen ebenso wie Werke aus dem Bereich der Bildenden Kunst. Auf der 1. Etage werden seit 2010 Ausstellungsstücke der Römer und Etrusker zur Schau gestellt, nachdem das Obergeschoss 4 Jahre lang das Ägyptische Museum beherbergt hatte. Dieses befindet sich mittlerweile im Neuen Museum, in welchem auch die Papyrussammlung mit der Büste von Nofretete zu sehen ist. Aus der Ur- und Frühgeschichte spielen hier die Kopien des Schliemann-Goldes aus Troja eine tragende Rolle, aber auch das frühe Mittelalter und einige spätere Epochen finden in diesem Museum ihre Berücksichtigung. Das Pergamonmuseum besteht aus drei Flügeln, in welchen die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum sowie das Museum für Islamische Kunst untergebracht sind. Der Bau eines weiteren vierten Flügels ist bereits in Planung, der für das Ägyptische Museum vorgesehen ist. In der Alten Nationalgalerie gibt es Bilder und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert zu sehen, die von unterschiedlichen Künstlern mit verschiedener Herkunft stammen. Caspar David Friedrich ist dort vertreten, Impressionisten aus Frankreich werden auch berücksichtigt, und Werke der Fresken der Nazarener, die einst in Rom tätig waren sind dort auch ausgestellt. Das Bode-Museum besteht aus dem Museum für byzantinische Kunstwerke, der Skulpturensammlung, dem Münzkabinett und der Gemäldegalerie. Somit ist das ein bunter Querschnitt aus mehreren historischen Epochen und Lebensräumen, der mit Sicherheit keine Wünsche offen lässt. Das Pergamonmuseum gilt als die meistbesuchte Einrichtung der Museumsinsel, gefolgt vom Alten Museum.

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