Archiv für den Monat Dezember, 2011
Schloss Neuschwanstein das schönste Schloss in Deutschland
Eingetragen am 23 Dez. 2011
Zu den absoluten Höhepunkten meiner Deutschland Reisen erzähle ich das wunderschöne Schloss Neuschwanstein in Bayern. Es zählt wohl auch insgesamt zu den berühmtesten Bauwerken Deutschlands und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und so besuchen jährlich mehr als 1 Million Touristen dieses wunderschöne „Märchenschloss“.Das Schloss Neuschwanstein in Bayern befindet sich im südlichen Bayern bei Füssen und wurde ab dem Jahre 1869 für den bayerischen König Ludwig II. Errichtet. Der König hat seinerseits nur wenige Monate in diesem Schloss leben können, da er sogar noch vor der Fertigstellung des Schlosses starb. Zu früheren Zeiten ist das Schloss Neue Burg Hohenschwangau und trägt den Namen Neuschwanstein erst seit 1886. Heute gehört das Schloss Neuschwanstein im Freistaat Bayern und untersteht somit der bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.
Früher befanden sich an der Stelle des jetzigen Schlosses zwei kleine Burgen aus dem 16. Jahrhundert, welche den Herren von Schwangau gehörten. Diese kamen aber im Laufe der Zeit nach und nach und es waren nur noch die Burgruinen vorhanden. Als sich Ludwig II. 1864 dazu entschloss die alten Burgruinen wieder neu aufzubauen, diente ihm die Wartburg als ein Vorbild für das Schloss Neuschwanstein. Dieses Schloss sollte ihm als Rückzugsgebiet außerhalb von München dienen und so war es immer ein großes Anliegen, dass die Entwürfe für das Schloss immer wieder nach seinen Vorstellungen geändert wurden oder abgeändert wurden. Somit mussten die Architekten stets neuerliche Entwürfe vorlegen und nach seinen Ideen abändern. Der eigentliche Bau des Schlosses begann 1869 und in der Bauphase wurden die Ideen für die Räumlichkeiten und Gebäude der Schlosses immer wieder abgeändert, so das die Kosten für den Bau des Schlosses immer weiter wuchsen und so betrugen die Baukosten des Schlosses bis zur Fertigstellung 6.1 Millionen Mark statt der ursprünglich geplanten 3,2 Millionen Mark. Das Schloss selbst finanzierte Ludwig II. Aus seinem Privatvermögen wie alle anderen Bauprojekte auch. Da das Schloss aber anschließend doppelt so teuer war überstieg dieses Bauprojekt seine finanziellen Mittel und er musste sich immer wieder private Kredite aufnehmen und war 1883 dann bereits mit 7 Millionen Mark verschuldet. Daraufhin drohte ihm schon bald im Jahre 1885 eine Pfändung und Ludwig II wurde wegen seiner Verschuldung 1886 durch die bayerische Regierung als König abgesetzt. Der König wurde daraufhin gezwungen das Schloss Neuschwanstein am 12. Juni 1886 zu verlassen und er starb noch am 13. Juni 1886. Zu dieser Zeit war das Schloss noch nicht fertig gestellt. Um die Bauschulden finanzieren zu können wurde das Schloss schon zu dieser Zeit für öffentliche Führung freigestellt und die Besucher konnten sich ursprünglich im ganzen Schloss frei bewegen. Mit den Einnahmen wurden die Schulden des Königs beglichen.
Die Zeit des Zweiten Weltkrieges überstand das Schloss ohne Zerstörung und diente der NSDAP bis zum Jahre 1944 als Depot für in Frankreich gestohlenen Beutekunst. Eine Sprengung des Schlosses durch die SS im Jahre 1945 wurde aber Gott sei Dank noch verhindert und konnte nach dem Krieg dem alliierten Kunstschutz übergeben werden.
Das Schloss Neuschwanstein gehört zu den bedeutendsten Gebäuden der Zeit der Romantik und dient seit jeher als Vorbild für Märchengeschichten. So wurde es auch zum Vorbild für die Disneylandparks und als Kulisse vieler Filme genutzt.
Schloss Neuschwanstein in Bayern gehört zu den wichtigsten touristischen Zielen innerhalb Deutschlands und so kommen in der Hochsaison von Juni bis August 10.000 Besucher am Tag. Jährlich zählt das Schloss 1,3 Millionen Gäste und bis zum Jahre 2005 haben schon 50 Millionen Besucher das Schloss gesehen. 2004 kamen insgesamt 6,5 Millionen € an Einnahmen zusammen. Aus diesem Grunde kann ich nur raten schon im Vorhinein ein Ticket für die Besichtigung des Schlosses zu buchen, da man ohne vorherige Anmeldung lange Wartezeiten von mehreren Stunden in Kauf nehmen muss. Diesen Tipp hatte ich damals von einem Freund bekommen, der schon vor mir das Schloss oder ein Ticket vorher gekauft zu haben besucht hat und insgesamt 3 h in der Warteschlange verbracht hat. Ich werde wohl noch eine Menge Bilder und vielleicht auch Videos vom Schloss Neuschwanstein hier auf die Seite stellen, denn diese Schloss verzaubert einen jeden Besucher und auch mich hat es immer wieder in den Bann gezogen. Das Schloss bietet aber nicht nur von außen einen atemberaubenden Anblick, sondern man muss es auch wirklich von innen einmal gesehen haben. Es ist einfach wirklich nur märchenhaft und wenn man im Innenhof des Schlosses steht, dann wird man unweigerlich in eine märchenhafte Atmosphäre zurückversetzt. Wenn man im Innenhof steht, dann sieht man die Kemenate auf der linken Seite und in der Mitte steht der Palas. Schwenkt man seinen Blick jedoch nach rechts, so sieht man das prachtvolle Ritterhaus. Von unglaublicher Schönheit ist aber auch weiterhin der Thron und Sängersaal, die zu den beiden größten Räumen des Schlosses gehören. Der Sängersaal ist mit 27 × 10 m der absolut größte Raum im gesamten Schloss. Er befindet sich im Palas im vierten Obergeschoss über der Wohnung des Königs. In ihm befinden sich Themen aus Lohengrin und Parzival und war für eine Art begehbares Denkmal der Ritterkultur vorgesehen. Der Thronsaal ist mit 20 × 12 m und einer Höhe von 13 m der zweitgrößte Raum des gesamten Schlosses Und reicht vom dritten bis zum vierten Stockwerk. Wenn man in diesen Räumen steht, dann kann man nur noch staunen und man sieht wunderschöne Wandmalereien von Wilhelm Hauschild. Auf dem Boden dieses Raumes befindet sich noch weiterhin ein Mosaik und der Leuchter ist der byzantinischen Krone nachempfunden. Das Schlafzimmer König Ludwigs II ist im neugotischen Stil gehalten und ist mit einem Wintergarten verbunden. In ihm war früher einmal ein künstlicher Wasserfall und eine Regenbogenmaschine vorhanden gewesen. Auch im Schlafzimmer befinden sich Themen aus der Lohengrin-Sage.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich durch und durch beeindruckt von dem Schloss Neuschwanstein war und jedem nur raten kann hier einmal her zu kommen und sich das Bauwerk oder besser gesagt das Kunstwerk einmal aus der Nähe anzusehen.
Ticketverkaufszeiten wieder Schloss Neuschwanstein sind vom 1.10.2011 bis zum 31.3.2012 Montags bis sonntags neun bis 12:00 Uhr.
Geschlossen ist das Schloss Neuschwanstein lediglich am 1. Januar, 24. Dezember, 25. Dezember und am 31. Dezember.
Eintrittspreise für das Schloss Neuschwanstein:
- Erwachsene 12 Euro
- Kinder / Schüler unter 18 Jahren frei
- Senioren ab 65 Jahren, Studenten, schwer behinderte gegen Vorlage des gültigen Ausweises 8 Euro
- Reisegruppen mit mindestens 15 Teilnehmern 8 Euro
- Reiseleiter und Busfahrer haben freien Eintritt
Schloss Schwerin in Mecklenburg
Eingetragen am 17 Dez. 2011
In unserer Serie Schlösser der Bundesrepublik Deutschland stellen wir euch heute das Schloss Schwerin in Mecklenburg vor. Umgeben von einer der schönsten Seelandschaften Deutschlands und in einzigartiger Verbindung mit einer ausgezeichneten Architektur positioniert sich das Schweriner Wasserschloss auf einer kleinen Insel unmittelbar vor der Stadt Schwerin. Das ursprüngliche Residenzschloss in Schwerin ist eines der historisch wertvollsten Schlösser Deutschlands.
Beliebter Kulturpunkt und Landtagssitz
Die heutige Frontansicht erinnert an Renaissancebauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, nach deren Plänen das Schloss später errichtet wurde. Unter anderem gestalten Ziergiebel und Terrakottaschmuck die Fassade des Schlosses. Bei einer Besichtigung sind die großherzoglichen Repräsentationsräume in der sogenannten Festetage besonders sehenswert.
Hier können der Thronsaal und die Ahnengalerie betrachtet werden. In der Beletage wurden Wohn- und Gesellschaftsräume eingerichtet, wie zum Beispiel die Tee-, Speise- und Blumenzimmer und darüber hinaus eine Silvestergalerie.
Weiterhin können edles Meissner und Berliner Porzellan sowie mecklenburgische und höfische Malereien aus dem 18. und 20. Jahrhundert in den früheren Kinderzimmern des Schlosses bewundert werden. Auch die Orangerie ist immer einen Besuch wert. Im Innenhof finden die beliebten jährlichen Schlossfestspiele statt. Und neben seiner Funktion als kulturelles Highlight der Region dient das Schloss ebenfalls als Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern.
Romantik pur
Im Königsaal befindet sich das Schloss-Café & Restaurant, in das Besucher einkehren und sich verwöhnen lassen können. Selbstverständlich ist auch der Königsaal geschichtsträchtig, denn schon früher wurde hier getafelt und gefeiert. Heute werden zu jeder Jahreszeit exquisite Menüs, erstklassige Weine und regionale Spezialitäten angeboten. Vom Restaurant aus gelangt man direkt auf einen herrschaftlichen Balkon mit herrlichem Blick auf den vorgelagerten Schlossgarten. Diesen nutzen vor allem junge Verliebte als romantischen Ausflugsort, aber auch für diverse Festlichkeiten bietet er eine tolle Atmosphäre. Angelegt wurde er im Stile eines englischen Landschaftsgartens, mit seltenen Gehölzen und einer terrassenförmigen Anlage, die sich über die Orangerie über die Grotte bis zu den Uferflächen hinstreckt. Am Ufer selbst hat man bei einem langen Spaziergang einen hervorragenden Blick auf den Schweriner See, den größten See Mecklenburgs.
Nürnberger Burg das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg
Eingetragen am 10 Dez. 2011
Die Nürnberger Burg besteht aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg und gilt als das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg. Als ich zum ersten Mal in Nürnberg war und die Burg gesehen habe war ich sofort begeistert von der Architektur der Nürnberger Burg. Wie so viele Gebäude wurde auch die Burg in Nürnberg im Zweiten Weltkrieg sehr stark beschädigt und im Anschluss in ihrer historischen Form wieder aufgebaut. Die Nürnberger Burg gilt als eine der Bau künstlerisch bedeutendsten Werbeanlagen Europas und sie liegt nördlich der Pegnitz oberhalb der Seebalder Altstadt. Wenn man auf der Burg steht, dann kann man in den Süden blicken und man sieht von dort aus die wunderbaren alten Handwerkerviertel und die Altstadt.
Die Nürnberger Burg ist Eigentum der bayerischen Schlossverwaltung und steht den touristischen Zwecken zur Verfügung wobei man jedoch sagen muss, dass einzelne Bauten auch Wohngebäude und Amtsgebäude sind. Außerdem gibt es in dieser Anlage auch noch viele Museumsgebäude. Weiterhin befindet sich in der alten Kaiserstallungen eine Jugendherberge was natürlich für die Kinder und Jugendliche eine wunderbare Umgebung ist.
Die wohl bedeutendste Kapelle der Nürnberger Burg ist die Kaiserkapelle, welche eine Doppelkapelle im romanischen Baustil ist und im Jahre 1200 errichtet wurde. Die Kaiserkapelle wurde während des Zweiten Weltkriegs von deren Zerstörung fast komplett verschont. Im Altarraum dieser zum ältesten Teil der Burg gehörende Kaiserkapelle befindet sich ein Kruzifix, welches ein Werk aus der Spätgotik ist nun. Früher war dem Zugang zur Oberkapelle nur der Hochadels gewährt und in die Unterkapelle gelangt man schließlich auch nur vom Innenhof. Die kaiserliche Familie nahm damals auf der Westempore der Oberkapelleplatz und der Kaiser hatte hier auch zusätzlich noch einen eigenen Bereich, der von den anderen abgetrennt war. Diese örtliche Abtrennung hatte natürlich auch umgekehrt noch einen symbolischen Charakter und stellte so die hierarchischen damaligen Gesellschaftsstrukturen dar.
In der Burg gibt es zwei Brunnen, die damals die Wasserversorgung im Falle einer Belagerung gewährleisten sollte. Einer der Brunnen befindet sich wenige Meter südlich vom fünfeckigen Turm und ist etwa 20 m tief. Der Brunnen ist sehr wahrscheinlich genauso alt wie die Burganlage selbst und der Schacht des Brunnens ist damals mit einem Durchmesser von 2,20 m in den Felsen gehauen worden.
Grabungen haben ergeben, dass die Burg bzw. die Fundamente der Burg im Jahre 1000 errichtet worden sind und bei den Ausgrabungen wurden ebenso die Fundamente eines Runden Turmes mit einer Wandstärke von 2 m ausgegraben und diese Anlage ist ebenfalls auf das Jahr 1000 datiert worden.
Im Jahre 1527 wurde dann dazu noch der so genannte Küblerzwinger, eine riesengroße Rundbastei erbaut. Weiterhin wurden im Jahre 1538 und 1545 weitere drei große Burg Bastei errichtet, welche die Burg vor Belagerung durch Katapulte und der neuerlichen Artillerie verstärken sollten.
Im Jahre 1140 wurde damit begonnen die zweite Burg, die so genannte Kaiserburg von König Konrad dem dritten zu erbauen, welches als Königs Pfalz dienen sollte.Die Gegend um Nürnberg war im dreißigjährigen Krieg Schauplatz von mehreren Stellungskriegen, jedoch wurde die Burg dabei nicht erobert. Nach dem dreißigjährigen Krieg verlor die Burg ihre militärische Bedeutung bis heute.
Residenz Schloss Glücksburg in Norddeutschland
Eingetragen am 02 Dez. 2011
Die Serie Deutsche Schlösser geht weiter diesmal mit einem Schloss in der Nähe von Flensburg. Das schöne Schloss Glücksburg ist eines der wichtigsten Residenzschlösser Norddeutschlands. Geprägt von der europäischen Geschichte war es Sitz der Herzöge von Schleswig-Holstein bzw. zeitweise Regierungssitz der dänischen Könige.
„Gott gebe Glück mit Frieden”
Erbaut wurde es in der Zeit von 1582–1587 von Herzog Johann Hans „dem Jüngeren” zu Schleswig-Holstein, dem jüngsten Sohn von König Christian III. von Dänemark. Der Schlossname entstand mit dem Wahlspruch des Herzogs: „Gott gebe Glück mit Frieden”. Über dem Eingangsportal des Schlosses sind die Anfangsbuchstaben dieses Wahlspruches zusammen mit dem Familienwappen installiert.
Oldenburger und Glücksburger Familiengeschichte
Das alte Renaissanceschloss vereint geschichtliche und kulturelle Ereignisse. Im Inneren birgt es wahre Schätze, darunter edles Porzellan, wunderbare Tapisserien und zahlreiche Porträts von wichtigen Personen der Geschichte. Jedes einzelne dieser Dinge erzählt eine Epoche der damaligen Geschichte und regt Besucher an, sich mit dieser auseinanderzusetzen. Vom 16. Jahrhundert an bis in die Gegenwart wird die Familiengeschichte der Glücksburger und Oldenburger erzählt und die Wechselfälle der dänischen und deutschen Geschichte.
Schlossbesichtigungen, Feierlichkeiten und Hochzeiten
Schloss Glücksburg zählt zu den bekanntesten Wasserschlössern der Welt. Regelmäßig finden Führungen im Schloss statt, bei denen beispielsweise das frühere Gefängnis sowie die frühere Küche und die Vorratsräume im Kellergeschoss, der Kaiserin-Salon und Kaiserin-Turm im 1. Obergeschoss, das Musik- und Markgrafen-Zimmer, die Kinderspielzimmer mit original-historischen Spielzeugen und das Dienerschaftsmuseum zu besichtigen sind.
Der hübsche Schlosspark lädt darüber hinaus zu romantischen Spaziergängen ein. An den Schlosspark des Schlosses Glücksburg grenzt das Rosarium an, welches wunderschöne und historische englische Wild- und Kletterrosen beinhaltet. Im Rosen-Café werden als Tagesausklang selbst gebackener Kuchen und selbst gemachtes Eis serviert.
Neben klassischen kulturellen Angeboten und einem Museumsbesuch wird Besuchern sogar die Möglichkeit geboten, direkt in den Sälen des Wasserschlosses zu feiern, in der Kapelle und dem Trauzimmer zu heiraten und die eingeschossige klassizistische Orangerie aus dem Jahr 1827 zu besichtigen. Die daraus resultierenden Einnahmen werden in die Pflege und Erhaltung des Schlosses investiert.
