Archiv für den Monat Januar, 2012

Deutsches Museum auf der Museums Insel in München

Eingetragen am 27 Jan. 2012

Technik, die die Augen von Erwachsenen UND Kindern zum Leuchten bringt
Im Sommer 1903 wurde die Museumsgründung beschlossen. Per Spenden kamen über 250.000 Mark zusammen, ein Komitee wurde gegründet und die Stadt stellte die Kohleninsel als Bauplatz in Aussicht. Verschiedene Exponate wurden eingereicht, die zunächst ihren Platz im Nationalmuseum fanden. Am 12. Nov. 1906 erfolgte schließlich die feierliche Eröffnung (noch im Nationalmuseum) und am 13. Nov. die Grundsteinlegung vom neuen Gebäude.

So weit das „Tamtam“ um das, was das Deutsche Museum ausmacht – denn wer glaubt, hier stapeln sich altertümlicher Schnickschnack, der irrt sich gewaltig. Hier dreht sich alles um Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik – und mit ihnen bedeutende Exponaten der ganzen Welt.
Mit 73.000 qm ist zählt das Museum zu den größten der Welt und beherbergt über 100.000 Objekte, die zu begeistern und zu beeindrucken wissen.

Sooo viele tolle Sachen
Exponate der Naturwissenschaften, aus dem Bergbau, der Technik, der Astrophysik und dem täglichen Leben, zeigen nicht nur die Entwicklung der Zeit, sondern laden zum Experimentieren und Agieren ein.
Das Museum selber sieht sich als „Lexikon“ der Naturwissenschaften, das in einzelne Kapitel gegliedert und unterteilt ist. Man kann Physik, Mathematik und Chemie ebenso entdecken, wie angewandte Technik – z.B. der Landwirtschaft, Kälte- oder Lichttechnik.
Wie kein anderes Museum versteht es das Deutsche Museum in München, Kinder und Erwachsene gleichermaßen anzusprechen. In anschaulichen Präsentationen, Dioramen und Vorführungen hört das Museum nicht beim Betrachten auf, sondern regt zum Lernen und Denken an.

Ein Herz für Kinder
Das „Kinderreich“ im Deutschen Museum hat seinen Namen verdient, denn hier ist das Paradies für die kleinsten Forscher und solche, die es werden wollen. Auf spielerische und sehr fantasievolle Weise werden Kindern die Zusammenhänge aller erdenklichen, technischen Themengebiete näher gebracht und die Neugier (wieder) geweckt.

Originalgetreue Ausstellungsstücke
In den unteren Räumen des Deutschen Museums können die Besucher durch ein nachgebautes Bergwerk gehen, in die Welt der Luftfahrtgeschichte und der Seefahrt eintauchen und natürlich herausfinden, wie ein Faradayscher Käfig wirklich funktioniert.

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Das weltberühmte Münchener Hofbräuhaus

Eingetragen am 24 Jan. 2012

Es ist nicht nur ein Wirtshaus in München, es ist eine Institution
Ich möchte mit einem Zitat aus dem Tagebuch von Lenin eine Reise in das Münchner Hofbräuhaus beginnen: „Besonders gern erinnern wir uns an das Hofbräuhaus, wo das gute Bier alle Klassenunterschiede verwischt.“
Diese Worte beschreiben sehr gut den Charme vom wohl berühmtesten Wirtshaus der Welt.
Das Wirtshaus lockt jedes Jahr aufs Neue Touristen aller Nationen und Einheimische zu nem Maß Bier und ner zünftigen Brotzeit in das Hofbräuhaus. Inzwischen ist die Schankstube in vielerlei Hinsicht eine facettenreiche Gaststätte mit unterschiedlichen Gasträumen.
Herzstück des Münchner Hofbräuhauses ist die „Schwemme“ im erdgeschossigen Kreuzgewölbe, wo früher das Bier gebraut wurde.

Braukunst seit 1589
Herzog Wilhelm V. gründete 1589 das Hofbräuhaus. Brauerei und der Schankstätte machten sich in den folgenden Jahren auf, die Bierkultur für alle Zeiten zu prägen. HB, dieses Buchstabenpaar mit der Krone auf dem Haupte, gehört zu München, wie kaum eine andere Marke.

Ruhm mit musikalischem Untergrund
Ja, das Bier ist schmackhaft und die Speisen traditionell lecker, trotzdem erlaube ich mir zu behaupten, dass das berühmteste Wirtshaus ohne das Lied „In München steht ein Hofbräuhaus“ vermutlich heute nicht so berühmt wäre.
Die bayerische Gemütlichkeit prägt die Schankstube, doch der geschichtliche Hintergrund ist vielen fremd.
Im 16. Jahrhundert gab es zwei Hofbräuhäuser. Das erste wurde (wie erwähnt) von Wilhelm V. gegründet – und zwar auf dem Gebiet der damaligen Herrscherresidenz Münchens. Dieses Hofbräuhaus existierte bis 1808 wenige Meter vom heutigen Hofbräuhaus entfernt. Maximilian I. baute 1607 „sein“ Weißbierhaus, welches das Fundament vom heutigen darstellt. Lange Zeit belieferte das Hofbräuhaus ausschließlich den königlichen Hof. Erst 1828 wurde die Schankstube für die Öffentlichkeit freigegeben.
Der Zweite Weltkrieg zerstörte das gesamte Hofbräuhaus nahezu komplett. Erst 1957 wurde es neu errichtet, sodass die oberen Räume noch recht jung sind. Heute wird jeden Tag das Hofbräuhaus wieder mit der Lebensfreude Bayerns gefüllt.
Das Hofbräuhaus bietet übrigens, ohne Biergarten, Platz für 3.000 Freunde vom „kühlen Blonden“: Alleine der untere Saal – die Schwemme (aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg) – besitzt 1.000 Plätze.

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Rotenburg an der Fulda

Eingetragen am 20 Jan. 2012

Bunte Fachwerkhäuser und zauberhafter Charme, wohin man sieht
Ist es der historische Markt, die zum Teil noch sehr gut erhaltenen Stadtmauern, das Schloss, die Schleuse oder die vielen ineinander verschmolzenen Fachwerkhäuser, die dem Landgrafenstädtchen Rotenburg an der Fulda so viel Charakter verleihen? Es ist die Summe – die Summe aus all den sehenswerten Ecken und Winkeln, die darauf warten, jeden Besucher in den Bann zu ziehen.
Wer gerne in einer gastfreundlichen Atmosphäre durch einen Stadtkern schlendert, durch intakte Natur wandert, in einer Mittelgebirgslandschaft verweilt oder sportlich aktiv sein möchte, der wird das Städtchen in Hessens Nordosten lieben.
Größere Städte in der Umgebung sind Bebra und Bad Hersfeld, bis Kassel sind es circa 50 km, bis Fulda 60 km.
Rotenburg an der Fulda wird geprägt durch sein historisches Stadtbild, der schlosseigenen Parkanlage und eindrucksvollen Kirchen. Die Stadt könnte hier am Fulda-Flusslauf und zu Füßen von sattgrünen Berghängen schöner nicht liegen.
Für mich ist ein Besuch in Rotenburg an der Fulda jedes Mal wieder ein Erlebnis und pure Entspannung zugleich. Ich liebe es über den Marktplatz zu gehen, in die Jakobi-Kirche aus dem 15. Jahrhundert zu gehen, das Rathaus im Renaissance-Stil zu betrachten und am Brunnen einen leckeren Kaffee zu schlürfen. Oft schließe ich dann die Augen und versetze mich in Gedanken zurück: was wohl im Hexenturm alles passiert ist? Welches Schicksal wurde im Bürgerturm gespielt?
Rotenburg soll im 11. Jahrhundert vom Landgrafen zu Thüringen gegründet worden sein, die ersten Aufzeichnungen führen auf 1197 zurück. 1248 wurde Rotenburg zur Stadt erklärt und zählt zur Landgrafschaft Hessens. Aus dem Jahr 1470 ist das erst Rotenburger Schloss, dass 1478 gemeinsam mit der Altstadt von einem Stadtbrand vernichtet wurde. Auch 1615 und 1637 wurde die Stadt von verheerendem Feuer zerstört.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt
Natürlich besitzt Rotenburg ein Heimatmuseum. Wer jedoch mit Kindern an die Fulda reist, sollte das Puppen- und Spielzeugmuseum besuchen. Des Weiteren gibt es noch ein Jüdisches Museum und ein Museum für zeitgenössische Kunst und Karikatur.
Das Schloss Rotenburg und das Rathaus habe ich ja schon erwähnt, daher an dieser Stelle nur noch der Hinweis auf die Pfarrkirche St. Jakob, die alten Ruinen der Rodenberg (diese befinden sich auf dem Berg „Alter Turm“) sowie die Schleuse und Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert.

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Der sagenumwobene Schieferfelsen, die Loreley

Eingetragen am 17 Jan. 2012

Nicht EIN Schieferfelsen, sondern DER Schieferfelsen
Er beweist Geschmack und hat sich einen wunderschönen Platz im romantischen Rheintal ausgesucht: Etwa 25 Kilometer von Rüdesheim und 35 Kilometer von Koblenz entfernt, liegt bzw. thront er, der Felsen – die Loreley.
Die sagenumworbene Loreley ist ein Schieferfelsen mit etwa 132 Metern Höhe in der Nähe von St. Goarshausen und zählt zum Unesco-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal.
Wer den Weg findet – ich finde es am schönsten, wenn man ihn sich per Aufstieg über den Parkplatz der Nixenfigur aus „verdient“ – der hat eine wunderschöne Aussicht auf die Rheinkurven, Burg Katz die Burg Rheinfels und St. Goarshausen.
Im Bereich der Loreley (dem Felsen) ist der Rhein bei einer Tiefe von 23-25 Metern nur knapp 113 Meter breit. Diese Enge, verbunden mit der Tiefe, macht diesen Rheinabschnitt auch heute noch zum gefährlichsten Stück. Wer hier die Schiffe beobachtet, wird feststellen, dass sie sich den entgegenkommenden Schiffen mit Lichtsignalen „sichtbarer“ machen.
Bis zum 19. Jahrhundert war dieser Rheinabschnitt sogar noch mit Felsklippen sowie Stromschnellen durchsät, was nicht selten zu Unfällen führte.

Von der Felsschönheit zur Weiblichen
Kleine Information am Rande, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es hier häufig zu Missverständnissen kommt: Die Statue der Nixe Loreley gehört AUF den Felsen, befindet sich aber auf einer „Landzunge“ am Rheinufer. Wer die Loreley, den Loreleyfelsen sehen möchte, der muss schon hinauf. Dann kommt man auch in das Vergnügen einer wundervollen Freilichtbühne, für die auch Veranstaltungstickets zu buchen sind.
Die berühmte, weibliche Schönheit Loreley entwickelte sich aus dem Mythos um das Echo hier im Rheintal.
Die Sage um die Loreley „initiierte“ der Dichter Clemens Brentano 1801. In seiner Ballade wollte sich eine betrogene Schönheit aus Bacharach ihr Leben nehmen. Der Bischhof wollte dies nicht zulassen und schickte sie ins Kloster. Auf dem Weg dorthin machte sie am Felsen halt, um noch einmal den Blick zu genießen. Als sie ihren Liebsten davon fahren sieht, stürzt sie sich jedoch hinab in den Rhein. In seinem Märchen um die Schönheit wandelte Brentano seine Geschichte ab und berichtet von der Loreley – einer unglücklichen Frau, die hoch oben auf dem Felsen sitzt, ihr langes, wallendes Haar kämmt, singt und jeden vorbeikommenden und aufschauenden Seemann ins Verderben schickt.

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Die Gefallenen Gedenkstätte Walhalla in Regensburg

Eingetragen am 14 Jan. 2012

Gedenkstätte der Gefallenen und Ehrungen
Man möge mir verzeihen, aber in erster Linie ist es die Lage und die wundervolle Aussicht, die mich bei der Walhalla Regensburg in den Bann zieht.
Im Grunde ist alleine diese, irgendwie mystische Aura „hier oben“ einen Ausflug wert und ein „must have seen“ auf einer Deutschlandreise.

Der Name Walhalla leidet sich von Walhall „Halle der Gefangenen“ ab.
König Ludwig I. veranlasste 1842 hier bedeutende Persönlichkeiten mit Marmorbüsten und Gedenktafeln zu ehren. Es war der Zerfall des Kaiserreichs und die verlorene Schlacht gegen Napoléon, der ihn dazu motivierte. Die Grundsteinlegung erfolgte 1830 vom Architekten Leo von Klenze – 12 Jahre später, am 18.10.1842 war die feierliche Eröffnung der königlichen Kunstschöpfung.

Mit 160 Personen, über 90 Büsten und etlichen Gedenktafeln wurde die Walhalla eröffnet. Heute erinnern 130 Büsten, 65 Gedenktafeln an 195 Personen (12 von ihnen sind Frauen), Gruppen und Taten.

250 Stufen aus Marmor führen zum terrassenförmigen Unterbau des Tempels. Insgesamt ist die Walhalla 138 Meter lang, 91 Meter breit und über 60 Meter hoch. Der Tempel selber misst 74x35x20 Meter. Erbaut wurde der Tempel aus Marmor und wird von 52 imposanten Säulen getragen. Die vielen unterschiedlichen Marmorarbeiten und Figuren demonstrieren den Kunst- und Menschensinn des einstigen Königs.

Wer oder was?
Jeder kann eine Persönlichkeit zur Ehrung vorschlagen, dessen Tod mindestens 20 Jahre zurückliegt, aus der germanisch-deutschen Sprachfamilie stammt und in Politik, Wissenschaft, Sozialwesen oder Kunst was „geleistet“ hat. Eine Büstenaufstellung findet etwa alle 6 Jahre statt. Hier werden vom Staatsministerium alle eingereichten Anträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Prüfung vorgelegt. Nach einer Bewertung macht die Akademie dem Bayerischen Ministerrat einen Vorschlag. Stimmt der Bayerische Ministerrat der Neuaufnahme zu, trägt nicht der Freistaat Bayern die Kosten, sondern der Antragssteller. So wurden Albert Einstein 1990 aufgenommen, Altbundeskanzler Konrad Adenauer 1999 und 2003 Sophie Scholl.

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