Das weltberühmte Münchener Hofbräuhaus

Eingetragen am 24 Jan. 2012

Es ist nicht nur ein Wirtshaus in München, es ist eine Institution
Ich möchte mit einem Zitat aus dem Tagebuch von Lenin eine Reise in das Münchner Hofbräuhaus beginnen: „Besonders gern erinnern wir uns an das Hofbräuhaus, wo das gute Bier alle Klassenunterschiede verwischt.“
Diese Worte beschreiben sehr gut den Charme vom wohl berühmtesten Wirtshaus der Welt.
Das Wirtshaus lockt jedes Jahr aufs Neue Touristen aller Nationen und Einheimische zu nem Maß Bier und ner zünftigen Brotzeit in das Hofbräuhaus. Inzwischen ist die Schankstube in vielerlei Hinsicht eine facettenreiche Gaststätte mit unterschiedlichen Gasträumen.
Herzstück des Münchner Hofbräuhauses ist die „Schwemme“ im erdgeschossigen Kreuzgewölbe, wo früher das Bier gebraut wurde.

Braukunst seit 1589
Herzog Wilhelm V. gründete 1589 das Hofbräuhaus. Brauerei und der Schankstätte machten sich in den folgenden Jahren auf, die Bierkultur für alle Zeiten zu prägen. HB, dieses Buchstabenpaar mit der Krone auf dem Haupte, gehört zu München, wie kaum eine andere Marke.

Ruhm mit musikalischem Untergrund
Ja, das Bier ist schmackhaft und die Speisen traditionell lecker, trotzdem erlaube ich mir zu behaupten, dass das berühmteste Wirtshaus ohne das Lied „In München steht ein Hofbräuhaus“ vermutlich heute nicht so berühmt wäre.
Die bayerische Gemütlichkeit prägt die Schankstube, doch der geschichtliche Hintergrund ist vielen fremd.
Im 16. Jahrhundert gab es zwei Hofbräuhäuser. Das erste wurde (wie erwähnt) von Wilhelm V. gegründet – und zwar auf dem Gebiet der damaligen Herrscherresidenz Münchens. Dieses Hofbräuhaus existierte bis 1808 wenige Meter vom heutigen Hofbräuhaus entfernt. Maximilian I. baute 1607 „sein“ Weißbierhaus, welches das Fundament vom heutigen darstellt. Lange Zeit belieferte das Hofbräuhaus ausschließlich den königlichen Hof. Erst 1828 wurde die Schankstube für die Öffentlichkeit freigegeben.
Der Zweite Weltkrieg zerstörte das gesamte Hofbräuhaus nahezu komplett. Erst 1957 wurde es neu errichtet, sodass die oberen Räume noch recht jung sind. Heute wird jeden Tag das Hofbräuhaus wieder mit der Lebensfreude Bayerns gefüllt.
Das Hofbräuhaus bietet übrigens, ohne Biergarten, Platz für 3.000 Freunde vom „kühlen Blonden“: Alleine der untere Saal – die Schwemme (aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg) – besitzt 1.000 Plätze.

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