Archiv für den Monat Februar, 2012

Ein besonderes Wahrzeichen, die Wuppertaler Schwebebahn

Eingetragen am 25 Feb. 2012

Ein legendäres Wahrzeichen und „Personennahverkehrssystem“ in Wuppertal
Seit über 100 Jahren sorgt nun schon die Wuppertaler Schwebebahn dafür, dass Touristen ins Staunen geraten und die Einwohner von A nach B kommen.
Wofür Besucher aus aller Welt einen Abstecher nach Wuppertal machen, gehört für die Wuppertaler selber zum Alltag – eine Fahrt mit der einschienigen Hängebahn.
Die Wuppertaler Schwebebahn ist seit dem 1. März 1901 in Betrieb und unterliegt seit dem 26. Mai 1997 sogar dem Denkmalschutz. Der Bahnname war nicht immer so „einfach“ – denn im Ursprung lautete er „Einschienige Hängebahn System Eugen Langen“ oder „Schwebebahn Barmen-Elberfeld-Vohwinkel“.

Wie kam es zur schwebenden Bahn
Warum nicht der „klassische“ Schienenverkehr? Bei der Planung Ende des 19. Jahrhunderts waren die über 400.000 Einwohner im Gebiet Wuppertal zusammengeschlossen. Wuppertal war eine Gewerbestadt, deren Wachstum kontinuierlich stieg. Das gesamte Tal war so eng bebaut, dass schlichtweg für Straßenbahnen und Co. kein Platz vorhanden war. Eisenbahnen konnten der Geschwindigkeit wegen nicht IN der Stadt realisiert werden, sondern wurden in Hanglage gebaut. So wurde nach einer Lösung für den Transport gesucht, dass wenig Platz beansprucht.
Die Städte Elberfeld und Barmen waren auch damals schon technisch sehr aufgeschlossen und stets Richtung Fortschritt orientiert. Sie waren „mutig“ genug, etwas vollkommen Neues zu wagen.
Durch die Topografie von Wuppertal und die nah beieinanderliegenden Wohngebiete und Ballungsräume wurden keine Kreuzungen benötigt, sondern eine einfache Grundstrecke reichte aus.
Die geologischen Verhältnisse, felsiges Gestein und zu viel Grundwasser, machten es unmöglich, ein Straßennetz unter der Stadt zu bauen.

Baubeginn und Realisierung
Baubeginn der Wuppertaler Schwebebahn war 1898, unter der Leitung des Baumeisters Wilhelm Feldmann dauerte der Bau drei Jahre. Insgesamt wurden etwa 19.000 Tonnen Stahl und 16 Millionen Goldmark verbraucht. Die Führung der Bann war an vielen Stellen äußerst umstritten und Konstrukteure wie Bauarbeiter wurden an ihre Grenzen gebracht.

Legendärer Passagier – der Elefant Tuffi
Nein, es ist kein Gerücht: Am 21. Juli 1950 sprang eine Elefant aus der Schwebebahn in die Wupper. Der Zirkus Althoff wollte auf originelle Weise für sein Gastspiel in der Stadt werben. Die Elefantendame Tuffi war jedoch nicht „reisetauglich“ und so aufgeregt, dass sie vollkommen nervös durch den Waggon trompetete, schließlich das Fenster des Triebwagens zerstieß und 10 Meter in die Tiefe stürzte. Trotz der dortigen Wassertiefe von gerade einmal 50 Zentimetern, blieb die Dame unverletzt.
Und nun zum weiteren „Hammer“ bei der ganzen Sache: Trotz anwesender Journalisten und dem geplanten Medienereignis hat niemand den Sprung „festgehalten“ – alle Postkartenmotive sind Fotomontagen!

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Das Mittelrheintal eines der deutschen UNESCO Welterbe

Eingetragen am 20 Feb. 2012

So schön kann schön sein
Hinfahren und begeistern lassen – im Prinzip könnte man so auch schon mit einem Beitrag wieder aufhören, denn manche Dinge sollten nicht beschrieben, sondern erlebt werden. Da ich mir aber zur Aufgabe gemacht habe, Euch von den wunderbaren Sehenswürdigkeiten Deutschlands zu berichten, versuche ich doch, in Worte zu fassen, was das Obere Mittelrheintal so besonders macht.
Das Obere Mittelrheintal umschließt die Rheinregion von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz und verschmilzt den Fluss, die Burgen, Weinberge und die historischen Städte zu einem einmaligen Cocktail der Kulturlandschaft.
Die Geschichte, die jedem Besucher an den Orten und Plätzen entgegentritt, reicht bis in die römische Zeit. Während dem Hochmittelalter galt die Region als ein Kerngebiet des damaligen Römischen Reiches. Der Kampf um die Rheinherrschaft wird  an den vielen Festungen und Städten am Rheinufer deutlich. Aufgrund der strategischen Lage und der gewinnbringenden Zölle waren Zankereien vorprogrammiert. Die anspruchsvollen Denkmäler zeugen noch heute vom damaligen Reichtum der ehemaligen Erzbistümer wie Trier und Köln oder der hessischen Landgrafen.
Mit Beginn des Weinbaus ab dem 11. Jahrhundert wurden die Hochflächen für die Weinberge gerodet, Dörfer und Anbaugebiete entstanden.

Über Burgen, Schlössern und Romantik
Zwischen den Orten Koblenz, Bobbard, St.Goar, Oberwesel und Rüdesheim liegen sie, auf einer Länge von gerade einmal 65 Kilometern, die etwa 40 Schlösser und Festungen. Dies Dichte an Burgen ist weltweit einmalig. Jede Einzelne thront hier nicht nur an auffällig und gut sichtbaren Plätzen, sondern wurden durch helle Bauweise zusätzlich hervorgehoben.
Die Burgen im Oberen Mittelrheintal werden in Höhenburgen, Hangburgen, Niederungsburgen sowie Wasserburgen gegliedert. Burgen die auf dem Rücken eines lang gezogenen Berges errichtet wurden, benötigten nur auf einer Seite eine besonders festigende Bauweise. Hangburgen weisen hingegen eine Ringmauer auf. Die Erfindung von Kanonen machte gesonderte Schussscharten und einen Bau von ergänzenden Befestigungsanlagen notwendig. Im Dreißigjährigen Krieg oder dem Pfälzischen Erbfolgekrieg wurden die Anlagen, die nicht als Festung umgebaut wurden, vernichtet.
Burgen, die Stand gehalten hatten, wurden während der Französischen Revolution (ab 1793) zerstört, so dass mit Beginn des 19. Jahrhunderts nur noch Ruinen den Rhein säumten. Die Zeit der Rheinromantik wurde „genutzt“, um Burganlagen wieder aufzubauen – sei es auch nur in Teilen.

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Die faszinierende Hamburger Speicherstadt

Eingetragen am 16 Feb. 2012

Das weltgrößte zusammenhängende Komplex aus Lagerhäusern versteht, zu faszinieren
Die Hamburger Speicherstadt ist gigantisch, die Hamburger Speicherstadt ist ein Abenteuer, die Hamburger Speicherstadt ist ein Highlight – eines nach dem am anderen eben.
Es ist nahezu unmöglich von der Hamburger Speicherstadt zu berichten, ohne ins Schwärmen und Träumen zu geraten. Was diese Faszination ausmacht, ist schwer in Worte zu fassen, weil sie jeder anders empfindet. Fakt ist jedoch, sie lässt niemanden unberührt und zieht gleichermaßen Groß und Klein, Jung und Alt in ihren Bann.
Die Speicherstadt liegt im Freihafen Hamburgs zwischen Baumwall und Deichtorhallen. Alleine die Architektur und der äußere Mantel aus wilhelminischer Backstein-Gotik der Gründerzeit mit seinen prunkvollen Türmen und zerklüfteten Giebeln, die sich bizarr im Wasser spiegeln, sind malerisch.
Hier lagern nicht nur Export-/Importwaren aus und für die ganze Welt, die Hamburger Speicherstadt ist längst ein (heimliches) Wahrzeichen der Stadt geworden. Wer eine Städtereise nach Hamburg macht, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen und die Chance wahrnehmen, um sich mit einem kleinen Boot durch die, zum Teil engen, Wasserstraßen führen zu lassen. Rundfahrten sind hier zahlreich buchbar.

Touristische Highlights der Speicherstadt

  • Das Internationale Maritime Museum befindet sich im Kaispeicher B und beherbergt Schätze aus 3.000 Jahren Seefahrt und der modernen Forschung. Auf neun Ausstellungsflächen (Decks) gibt es etliche Exponate, Modelle und Gemälde zu entdecken. Alleine der Bereich Meeresforschung nimmt ein ganzes Deck ein. Zwischen Globen und Seekarten, Kompasse und polierten Sextanten, Morsegeräten und Booten schlägt jedes Seefahrerherz höher.
  • Gruselig, spannend, gar Angst einflößend, präsentiert sich das Hamburg Dungeon, ein Freizeit-Grusel-Spaß der ganz anderen Art. Hier geht es in verschiedenen Attraktionen grauenvoll und doch schaurig „schön“ zu. Das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt bereitet Gänsehaut auf dem Weg zurück in düstere, dunkle Zeiten. Etwa 1,5 Stunden dauert der Rundgang durch die Katakomben, jeder Schritt für in grausame Winkel der Stadt. Der Besucher selbst wird zum Darsteller und Zeitgenossen einer spektakulären Gruselshow. Tolle Kulissen, unheimliche Effekte und kleine Fahrgeschäfte runden ein einmaliges Erlebnis ab.
  • Ob für Erwachsene oder Kinder: Das Miniatur Wunderland sollte eigentlich jeder gesehen haben – auch oder vor allem, wenn er sonst kein Modellbau-Fan ist. Das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt beherbergt die größte Modelleisenbahn der Welt und hat sich einen festen Platz an der Spitze von Deutschlands erfolgreichsten Touristenattraktionen „erfahren“. Auf 1.300 qm sind ganze 13 km Gleise verbaut, auf denen 930 Züge fahren. „Baustopp“ soll 2020 sein – bis dahin will es die Anlage auf 2.300 qm bringen.
  • Der Dialog im Dunkel ist ein absolut dunkler Raum, durch den Nicht-Sehende die Besucher führen und einen „Einblick“ in ihre Welt gewähren. Dieses Erlebnis des Rollentausches, wenn blinde Führer Sehende verhelfen und anleiten, vernachlässigte Sinne wiederzuerwecken, ist nachhaltig prägend für jeden Hamburg-Besuch(er).

 

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Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und seine Geschichte

Eingetragen am 13 Feb. 2012

Auf den Spuren einer großen Geschichte
Das Völkerschlachtdenkmal Leipzig ist ein Wahrzeichen und ein wahres Zeichen der Stadt. Etwa vier Kilometer östlich von der Leipziger Innenstadt entfernt, im Stadtteil Probstheida, steht das Bauwerk, das eines von Sachsens touristischen Anziehungspunkten schlechthin ist.
Erwachsene und Kinder (dank den kindgerechten Führungen) bestaunen alljährlich das „Völki“, wie ihn die Bevölkerung der Stadt selber gerne nennt. Jährlich kommen etwa 30.000 Besucher zum Völkerschlachtdenkmal aus sächsischem Granitporphyr.
Wer den Weg über 500 Stufen zur Aussichtsplattform nicht scheut, der wird mit einem gigantischen Blick auf Leipzig belohnt.

Wie kam es zum Völkerschlachtdenkmal?
1813 gab es im Zusammenhang mit den Befreiungskriegen gegen Napoleons Besatzung bei Leipzig eine Völkerschlacht. In Gedenken der über 100.000 Toten wurde 1898 ihnen zu Ehren der Bau (nach Entwürfen des Architekten Bruno Schmitz und im Auftrag des „Deutschen Patriotenbundes“) des Denkmals begonnen und genau 100 Jahre nach Schlachtende, also 1913 eingeweiht. Die Einweihung vom Völkerschlachtdenkmal wurde 15 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 18. Oktober 1913, durch Kaiser Wilhelm II, den letzten deutschen Kaiser vollzogen. Der Bau wurde übrigens durch eine eigens eingerichtete Lotterie sowie Spenden finanziert.
Mit einer Höhe von 91 Metern ist das Völkerschlachtdenkmal das größte Denkmal in Europa. Doch nicht nur seine Größe beeindruckt die zahlreichen Besucher aus aller Welt, sondern auch sein faszinierendes Relief an der Außenfassade mit sage und schreibe 324, fast lebensgroßen Ritterstatuen in der Kuppelhalle. Auch die über 10 Meter hohen Figuren aus der „Ruhmeshalle“ oder die Ritterfiguren am Kuppelrand sorgen für eine eindrucksvolle Erscheinung.
Vor dem Mahnmal, zu Ehren der Opfer, befindet sich ein Wasserbecken, das symbolisch für die Tränen der Völker steht, welche um die Gefallenen der Schlacht trauerten.

Sonstige Informationen
Die beeindruckende Kulisse des Denkmals nutzte Hitler häufig für seine Reden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das massive Völkerschlachtdenkmal unter amerikanischen Beschuss genommen, doch es schien unzerstörbar. Und so wurde das Gebäude Zufluchtsort für etliche Soldaten, Hitlerjungen, Naziführer und SS-Angehörige, die hier bis zum 19. April 1945 Widerstand leisteten.

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Die Feste Ehrenbreitstein bei Koblenz

Eingetragen am 10 Feb. 2012

Eindrucksvolle Festung mit traumhafter Aussicht in das Rhein- und Moseltal
Eines ist sicher: Das gesamte Areal rund um die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz ist ein geschichtliches Machtzentrum. Durch die Bundesgartenschau (BUGA) 2011 ist die Festung um weitere Attraktionen und touristische Anziehungspunkte erweitert worden. So ist ein Erlebnisweg entstanden und auch die Rheinseilbahn hinzugekommen. Die Seilbahn führt über den Rhein und verknüpft so die Rheinanlagen mit dem Platz vor der Festung. Die BUGA-Seilbahn hat einen Weltrekord inne – sie fördert als erste Dreiseilumlaufbahn in einer Stunde bis zu 7.600 Personen.
118 Meter thront die Festung Ehrenbreitstein über dem Rhein. Sie gilt als Europas zweitgrößte erhaltene Festung und wurde in ihrer heutigen Form zwischen 1817 und 1828 erbaut, wobei der Ursprung bis zum Jahr 1000 zurückzuführen ist. Hier oben siedelten bereits die Kelten, Germanen und die Römer, bis nach den Trierer Bischhöfen die Preußen kamen. Somit befindet sich die Festung an einem Ort, der viel über geschichtliche Einflüsse verschiedener Kulturen und Generationen erzählen kann.

„Chronik“ der Festung
Namensgeber und Erbauer der Festung Ehrenbreitstein ist der Konradiner Ehrenbert, wobei sich mit den Jahren der eigentliche Name Ehrenbertstein zum heutigen Ehrenbreitstein wandelte.
Im 12. Jahrhundert wurde der Berg mit seiner Burg um Helfenstein erweitert, in der später die Grafen residieren sollten. Der Erzbischhof Richard von Greiffenclau veranlasste im 15. Jahrhundert den Ausbau zu einer Festung, die gegen die Artillerie schützen sollte. Während des Dreißigjährigen Krieges 1618 bis 1648 wechselte die Festung immer wieder den „Besitzer“ bzw. Besetzer. 1797 belagerten die Truppen Frankreichs die Burg, konnten sie aber erst zwei Jahre später einnehmen und ließen sie weitere zwei Jahre später sprengen. 1815 „wanderte“ die Burg in den Besitz der Preußen, deren König Friedrich Wilhelm I. schließlich den Wiederaufbau zu der gigantischen Festungsstadt von heute veranlasste.
Im Ersten Weltkrieg sollte sie nach dem Versailler Vertrag wieder geschliffen werden, jedoch sah man 1922 davon ab. Dann besetzten die Amerikaner den Ehrenbreitstein, 1923 bis 1929 folgten die Franzosen.

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Die Nerobergbahn in Wiesbaden

Eingetragen am 06 Feb. 2012

Heute für jeden Zugfan freigegeben
Die Wiesbadener Nerobergbahn wurde 1888 eröffnet, um eine Verbindung zum Hausberg der Stadt zu gewährleisten. Die damalige Technik ist bis heute nahezu unverändert.
Als Wegstrecke legt die Bahn eine Strecke von 438,5 Metern zurück und bewerkstelligt über einen mittleren 19%-igen Steigungswinkel einen Höhenunterschied von etwa 83 Metern. Hierfür benötigt sie 3,5 Minuten – eine Zeit, die viel zu kurz ist, um den Weg heute als Besucher zu genießen. Die Bahn, bestehend aus zwei Wagen, überquert gesäumt von vielen Eindrücken das Nerotal per Bogenbrücke und führt am Neroberger Weinberg vorbei. Die Gleisanlagen bestehen aus drei Laufschienen.
Das Drahtseil der Bahn läuft über drei Rollen, ist 451 Meter lang und 29 mm breit. An der Bergstation wird sie um eine Umlenkrolle geleitet.
Der Wagen, der talwärts fährt, zieht den bergauffahrenden durch seine Schwerkraft sowie dem Ballastwasser nach oben. Um den Tank unter dem Fahrgastraum zu füllen, wird auf die Reservoirs auf dem Neroberg zurückgegriffen und dort „getankt“. Je nachdem, wie viel Personen mitfahren, wird das Wasser in den Tank aufgefüllt. Im Tal fährt der Wagen so an einem Ventil vorbei, dass sich der Tank automatisch leert, aufgefangen wird und per 60 m³ /h und 12 bar hinauf zur Bergstation wieder in die Reservoirs gepumpt. 1916 wurde die Dampfpumpe durch Elektroantrieb eingetauscht.
Das Bremssystem funktioniert folgendermaßen: In der Gleismitte ist eine Zahnstange angebracht, die permanent in die Zahnräder der Bahnachsen eingreifen. Durch eine auf das Zahnrad einwirkende Spindelbremse kann der Wagenführer die Geschwindigkeit steuern. Eine Notbremse ist vorhanden und reagiert automatisch bei einer unzulässigen Geschwindigkeitsüberschreitung, gleiches gilt bei einem Riss des Seils.
War die Bahn durch Kriegsschäden 1944 stillgelegt worden, ist sie 1948 für die Stadt Wiesbaden wieder eröffnet worden.

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Die Berliner Mauer

Eingetragen am 02 Feb. 2012

Gebaut, verflucht und heute „verschwunden“
In den Köpfen vieler, wird die Berliner Mauer (1961-1989) vermutlich für alle Zeiten einen Platz einnehmen – zu viel Geschichte, zu viel Schicksal, zu viel Leid, um für immer zu vergessen.
Und doch: Wer nach Berlin reist, der wird sich wundern, vielleicht sogar ein wenig enttäuscht sein, denn die Berliner Mauer ist aus dem wiedervereinigten Berlin „verschwunden“. Berlins berühmtestes Mauerwerk, DIE Mauern Deutschlands, sind kaum noch zu sehen – was kaum einer für möglich gehalten hat, ist wahr geworden: Zwei, einst getrennte Stadthälften, sind zusammen gewachsen. Die Überreste der alten DDR-Grenzanlagen jagen keine Angst mehr ein, werden „nur noch“ aufbewahrt. Es gibt einige Gedenkstätten, Gedenkorte und Tafeln der Opfer, die die Mauer forderte.

Nahezu jeder kennt die Geschichte der Berliner Mauer und es ist wichtig, sie all denen zu erzählen, zu zeigen, die zu jung waren, zu „geschichtsresistent“ sind – denn diese Berliner Mauer ist ein Teil Deutschlands, auch heute noch!
Am 13. August 1961 wurde der Bau der Berliner Mauer begonnen, der Riegel zu West-Berlin sollte für immer geschlossen werden. Vielerorts in Berlin wird auf anschauliche, (be)greifbare Weise die Geschichte des Grenzübergangs erzählt – der Checkpoint Charly ist nur ein Erinnerungsort von vielen.
Die DDR-Grenzsoldaten hatten Schießbefehl auf Jeden, der ungesetzlich die Grenze überschritt, überschreiten wollte. Es heißt, dass bis zu 240 Menschen bei den Versuchen getötet wurden, wie viele es wirklich waren, ist unbekannt.

Eindrucksvolle Zahlen der Berliner Mauer
Die Berliner Mauer war etwa 160 km lang, knapp über 100 km waren aus einer Betonplattenwand, der Rest aus Metallgitterzaun. Ein Mauersegment war 3,60 Meter hoch, 1,20 Meter breit und wog 2,6 Tonnen. 302 Beobachtungstürme, 20 Bunker und 259 Laufanlagen für Hunde waren entlang der Berliner Mauer positioniert.

Ausstellungsinhalte und Informationen zum „Verständnis“
In einer Vielzahl von Ausstellungen werden die bedeutenden Orte erläutert, auf die Entstehung und der Ausbau der Berliner Mauer eingegangen, man sieht Reste und Spuren, erfährt die Hintergründe für den Bau des Mauer. Für Kinder gibt es eigene, sehr anschauliche Vorträge und Erklärungen.
Viele Fragen werden beantwortet: Wer teilte Berlin und warum? Wie wurde West-Berlin zu einer Insel mitten in der DDR? Wie sah die Berliner Mauer aus? Wie kann man sich einen Grenzübergang vorstellen?

Fluchtversuche – geglückte und misslungene
Eine Flucht aus der DDR oder aus dem Osten Berlins war unmöglich – fast, denn Etliche versuchten ihr „Glück“, einige mit Erfolg, doch die meisten wurden entdeckt, verletzt oder umgebracht. Die Beweggründe zur Flucht waren vollkommen unterschiedlich. Bildergalerien, Briefe, Filme berichten an vielen Gedenkstätten über gescheiterte und geglückte Fluchten in die vermeintliche Freiheit.

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