Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und seine Geschichte

Eingetragen am 13 Feb. 2012

Auf den Spuren einer großen Geschichte
Das Völkerschlachtdenkmal Leipzig ist ein Wahrzeichen und ein wahres Zeichen der Stadt. Etwa vier Kilometer östlich von der Leipziger Innenstadt entfernt, im Stadtteil Probstheida, steht das Bauwerk, das eines von Sachsens touristischen Anziehungspunkten schlechthin ist.
Erwachsene und Kinder (dank den kindgerechten Führungen) bestaunen alljährlich das „Völki“, wie ihn die Bevölkerung der Stadt selber gerne nennt. Jährlich kommen etwa 30.000 Besucher zum Völkerschlachtdenkmal aus sächsischem Granitporphyr.
Wer den Weg über 500 Stufen zur Aussichtsplattform nicht scheut, der wird mit einem gigantischen Blick auf Leipzig belohnt.

Wie kam es zum Völkerschlachtdenkmal?
1813 gab es im Zusammenhang mit den Befreiungskriegen gegen Napoleons Besatzung bei Leipzig eine Völkerschlacht. In Gedenken der über 100.000 Toten wurde 1898 ihnen zu Ehren der Bau (nach Entwürfen des Architekten Bruno Schmitz und im Auftrag des „Deutschen Patriotenbundes“) des Denkmals begonnen und genau 100 Jahre nach Schlachtende, also 1913 eingeweiht. Die Einweihung vom Völkerschlachtdenkmal wurde 15 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 18. Oktober 1913, durch Kaiser Wilhelm II, den letzten deutschen Kaiser vollzogen. Der Bau wurde übrigens durch eine eigens eingerichtete Lotterie sowie Spenden finanziert.
Mit einer Höhe von 91 Metern ist das Völkerschlachtdenkmal das größte Denkmal in Europa. Doch nicht nur seine Größe beeindruckt die zahlreichen Besucher aus aller Welt, sondern auch sein faszinierendes Relief an der Außenfassade mit sage und schreibe 324, fast lebensgroßen Ritterstatuen in der Kuppelhalle. Auch die über 10 Meter hohen Figuren aus der „Ruhmeshalle“ oder die Ritterfiguren am Kuppelrand sorgen für eine eindrucksvolle Erscheinung.
Vor dem Mahnmal, zu Ehren der Opfer, befindet sich ein Wasserbecken, das symbolisch für die Tränen der Völker steht, welche um die Gefallenen der Schlacht trauerten.

Sonstige Informationen
Die beeindruckende Kulisse des Denkmals nutzte Hitler häufig für seine Reden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das massive Völkerschlachtdenkmal unter amerikanischen Beschuss genommen, doch es schien unzerstörbar. Und so wurde das Gebäude Zufluchtsort für etliche Soldaten, Hitlerjungen, Naziführer und SS-Angehörige, die hier bis zum 19. April 1945 Widerstand leisteten.

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