Mittelalter heute erleben mit der Wartburg in Eisenach

Eingetragen am 06 Mrz. 2012

Mehr als ein Berg, mehr als eine Burg, mehr als höfische Mittelalterkunst
Die Wartburg thront seit über 900 Jahren unübersehbar über Eisenach. Mir gefällt die Geschichte um den Namen der Burg. Eine Sage lautet, dass Ludwig der Springer bei der Wartburggründung gesagt haben soll: „Wart! Berg, du sollst mir eine Burg werden!“
Was ein bedeutender Ort: Wohnort und Lebensmittelpunkt der heiligen Elisabeth und Martin Luther übersetzte hier das Neue Testament. Ja, hier auf der Wartburg ist der Geburtsort der Lutherbibel – der Bibel in unserer modernen Sprache. Zudem schrieb hier auf der Wartburg Richard Wagner die Oper „Tannhäuser“.

Überraschende Bauwerkmixtur
Ein Baustil aus Gotik, Historismus, Gotik und Romantik erwarten den Besucher nach dem Aufstieg auf das 400 Meter hohe Plateau.
Durch eine imposante dreitorige Halle gelangt der Besucher in eine schmale Vorburg, die vom Elisabethengang, dem Margarethengang sowie der Vogtei und dem Ritterhaus gesäumt ist. Hier stammen die Bauwerke zum größten Teil aus dem 14. bzw. 15. Jahrhundert.
In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand der mittlere Teil des Gebäudes, der die Vorburg von der Hofburg trennt, die neuen Kemenate, Dirnitz und die Torhalle. Dieser Komplex ist somit geprägt vom Historismus. Aus der gleichen Zeit stammt der gigantische Bergfried mit einem Kreuz, das für das religiöse Fundament der Burg steht.
Die Hofburg selber zeigt sich im Stil der Spätromantik. Von 1157-70 wurde der Saalbau, der Palas, als Wohnhaus der Landgrafen errichtet. Die baulichen Verzierungen waren im 12. Jahrhundert mehr als angesehen.
Leider erinnert heute nur noch das Ritterbad (aus 1889 bzw. 1890) an die ehemalige Ringbebauung im südlichen Anschluss des Saalbaus. Der Südturm der Anlage stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und gewährt einen malerischen Ausblick in die thüringische Landschaft.

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