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Die Deutsche Wissenschaftsausstellung Universum in Bremen

by on Nov.05, 2011, under Allgemein

Wissenschaftsausstellung Universum in BremenMeine heutige Empfehlung ist die Deutsche Wissenschaftsausstellung „Universum“ in Bremen. Das klingt natürlich zuerst mal recht kompliziert und speziell, ist allerdings bestimmt für jedes Alter interessant und immer einen Besuch wert. Ob allein, mit dem Partner, mit der Familie oder in größeren Gruppen kann man hier einen schönen und interessanten Tag verbringen. Erwähnenswert ist, dass fast alle Stationen des Universums barrierefrei, durch Rampen und Aufzüge erreichbar sind. Somit ist es auch ein attraktives Ausflugsziel für Menschen, die Probleme mit dem Laufen haben. Bei größeren Gruppen ab 15 Personen empfiehlt sich jedoch eine vorherige telefonische Anmeldung oder Beratung. Führungen werden nicht angeboten, sind allerdings auch keinesfalls notwendig, da die Exponate genügend Möglichkeiten bieten sich selbst hineinversetzen zu können. Beim „Universum“ handelt es sich um dauerhafte, interaktive Wissenschaftsausstellung, die sich mit verschiedenen Themen und Sachgebieten beschäftigt. Grade die Möglichkeit mit den Exponaten zu interagieren und sich somit selbst und aktiv mit den Themen zu beschäftigen und sie somit im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“, macht das „Universum“ auch für die breite Masse interessant. Man kann hier z.B. Schallwellen am Beispiel eines Gongschlages am ganzen Körper spüren, Räume in absoluter Dunkelheit durch seinen Tastsinn ergründen, Gerüche wahrnehmen und zuordnen, sein eigenes Gewicht auf einer Hebelwaage erleben und in vielen weiteren Experimentierstationen selbst kreativ werden.

Die Idee entstand bereits 1996 als Professoren der Universität Bremen auf die Idee kamen ein Wissenschaftscenter mit ausgeprägtem Ergebnischarakter entstehen zu lassen. Gemeinsam mit verschiedenen Unternehmen gründeten sie die Stiftung „Universum Bremen GmbH“.
Im Jahr 2000 öffnete das Center seine Türen und präsentierte auf 4000qm die drei Themengebiete:

  • Expedition Mensch
  • Expedition Erde
  • Expedition Kosmos.

Der außergewöhnliche und eindrucksvolle Bau, der eine glänzende Außenhaut aus 40.000 Edelstahlschindeln bekam und an eine Muschel, ein Ufo oder einen Wal erinnern könnte, wurde vom Bremer Architekten Thomas Klumpp entworfen. Bereits in den ersten 5 Jahren konnte sich das Universum über 2,5 Millionen Besucher freuen und wurde im Jahr 2007 durch ein weiteres Gebäude (Schaubox) sowie durch ein Außengelände (Entdecker Park) erweitert. Die „Schaubox“ beinhaltet jährlich wechselnde Sonderausstellungen zu verschiedenen Themengebieten. Zur Eröffnung wurde hier z.B. eine interaktive Schokoladenschau gezeigt. Das würfelförmige Gebäude bietet einen interessanten Kontrast zum ellipsenförmigen „Science-Center“.  Das Wahrzeichen des 5000qm großen Entdecker Parks ist der 27 Meter hohe „Turm der Lüfte“. Er ist nicht nur Aussichtsturm, sondern bietet viele interessante Experimente aus den Bereichen Wetter, Wind, Luft etc.. Der Park selbst bietet eine wissenschaftliche Erlebnislandschaft unter freiem Himmel mit etlichen Mitmachstationen. Außer dem einfachen „freien“ Erleben bietet das Universum regelmäßig Veranstaltungen wie „Dinner im Dunkeln“, „Café im Dunkeln“, „Science Dinner“, „Zirkuszauber“ und diverse andere interessante Termine an. Das Universum ist Montags bis Freitags von 09:00 bis 18:00 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Ich bin der Meinung, dass die 16€ Eintrittsgeld für einen Erwachsenen durchaus gerechtfertigt sind um hier einen Erinnerungswürdigen Tag zu erleben. Wem das zu viel ist kann auch eines der sehr günstigen „Guten Abend Tickets“ zum Preis von 5€ erwerben und hat damit die Möglichkeit für einen Kurzbesuch innerhalb der letzten 1,5 Stunden der Öffnungszeiten.

Wer von ausserhalb kommt findet hier eine Anfahrtsbeschreibung zum Universum Bremen

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Eins der bekanntesten Bauwerke der Hansestadt Bremen das Bremer Rathaus

by on Okt.01, 2011, under Allgemein

Rathaus BremenIch möchte euch heute eines der wohl bekanntesten Bauwerke der Hansestadt Bremen vorstellen. Mein heutiger Bericht handelt natürlich vom Bremer Rathaus, welches seit dem Jahr 2004 durch die Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe in der ganzen Welt noch bekannter wurde. Ich denke das Rathaus trägt diesen Titel durchaus zurecht. Das Gebäude im gotischen Stil wurde vor über 600 Jahren, im Jahr 1410 fertiggestellt und ist seitdem ständig Regierungssitz der Stadt gewesen. Später in den Jahren 1595 bis 1612 bekam es eine neue prachtvolle Fassade im Stil der Weser Renaissance, nach den Entwürfen des bremischen Steinmetzes Lüder von Bentheim ,die heute zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der deutschen Renaissance zählt.
1909-1913 wurde das Rathaus durch einen rückwärtigen Anbau im Stil der Neorenaissance erweitert. Die Entwürfe dazu stammen vom Münchener Architekten Gabriel von Seidl. Trotz der, damit verbundenen, massiven Vergrößerung des Objektes dominiert in der optischen Wirkung nach wie vor der ursprüngliche, alte Rathausbau. Beim Anblick des Gebäudes fühlt man sich in die goldene Zeit der Hanse zurückversetzt, ist es doch das einzige europäische Rathaus des Spätmittelalters, welches im Laufe der Jahrhunderte niemals zerstört wurde. Es ist aber nicht nur ein bemerkenswertes Denkmal der damaligen Baukunst und Bauzeugnis des städtischen Autonomiegedankens, sondern auch ein „Tresor der Bürgerfreiheit“ seit über 600 Jahren. Durch diese Tradition ist es untrennbar mit der Funktion als Sitz des Senates, des kleinsten deutschen Bundeslandes verbunden, als der „Rat“ bekannt war.
Der Rat tagte damals in der oberen Rathaus halle, welche als der schönste und repräsentativste Festsaal Bremens bekannt ist. Auch heute noch kann man hier die Bedeutung des Handels und der Schifffahrt für die Stadt deutlich erkennen. Die Bordkanonen der Modellschiffe im Saal sind funktionstüchtig und konnten damals bei Festlichkeiten als Salut abgefeuert werden. Auch andere Räume und Säle des Gebäudes sind durchaus interessant und im Grunde erwähnenswert, aber ich denke es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, jeden einzeln aufzuführen. Es ist auf jeden Fall mehr als empfehlenswert, sich das Bauwerk bei einem Besuch in der schönen Stadt Bremen mal genauer anzusehen. Außerdem wird man bei einem Besuch des alten Marktplatzes, der vom Bremern liebevoll als „gute Stube“ bezeichnet wird, der direkt vor dem Rathaus liegt, unweigerlich auf eine eindrucksvolle, fünfeinhalb Meter große, Statue aufmerksam. Dieses Denkmal ist ebenfalls Weltkulturerbe und trägt den Titel „Roland“. Dargestellt ist der aus Liedern und Epen wie dem „Rolandslied“ bekannte Heerführer und Neffe Karls des Großen und gilt als die einzige, sich noch an ihrem Platz befindliche Statue dieser Art in Deutschland. Er steht auf dem Marktplatz, um die der Stadt verliehenen Marktrechte und Freiheiten zu garantieren und zu verteidigen.
Der Spruch:

„vryheit do ik ju openbar / d‘ karl vnd mēnich vorst vorwar / desser stede ghegheuen hat / des danket god‘ is mī radt“

ziert den Schild des „Repräsentanten des Kaisers“! Übersetzt ins Hochdeutsche bedeutet die Inschrift:

„Freiheit tu ich euch öffentlich kund / die Karl und mancher Fürst fürwahr / dieser Stätte gegeben hat / dafür danket Gott, das ist mein Rat!“

Auch der Roland steht wie das Rathaus seit 1973 unter Denkmalschutz und wurde im Jahre 2004 Weltkulturerbe.
Beim Umbau um 1600 entstand übrigens der Bremer Ratskeller unter dem Rathaus, welcher noch heute eines der besten Restaurants der Stadt beherbergt, das zudem über einen sehr guten Weinkeller verfügt.
Der Zugang zum Ratskeller befindet sich auf der westlichen Seite des Gebäudes.

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