Tag: Hamburg

Das Stadtwahrzeichen Hamburgs, der Hamburger Michel

Eingetragen am 24 Mrz. 2012

Ein Wahrzeichen trotzt sämtlichen Zeiten
Der Hamburger Michel ist nicht nur die berühmteste Kirche der Hansestadt, sondern auch ihr Wahrzeichen. Schon von weitem ist sie für die ankommenden Schiffe und ihre Besatzung zu sehen. Seit dem ersten Bau (1647-1750) blickt die Hauptkirche St. Michaels auf eine wechselhafte Geschichte zurück.

Das Gotteshaus befindet sich im Süden der Neustadt, zwischen Krayenkamp, Englischer Planke sowie der Ludwig-Erhard-Straße. Namensträger ist der Erzengel Michael: Er thront als Bronzestatue über dem Hauptportal. Die Kirche ist geweiht und zählt zu den bedeutendsten Barrockkirchen in Deutschland.

Alle guten Dinge sind drei
Grundsteinlegung war 1625. Der „erste“ Bau vom Hamburger Michel fiel jedoch am Vormittag des 10. März 1750 einem ungewöhnlichen Gewitter zum Opfer: Als die Flammen erst über 1,5 Stunden nach Austritt bemerkt wurden, war der Brand im Turm nicht mehr zu löschen. Schließlich stürzte der Turm auf das Kirchendach und das Gotteshaus wurde somit komplett zerstört.
1762-1786 entstand unter dem Entwurf von Johann Leonard Prey der zweite Bau. Im Jahre 1802 wurde der Turm unter anderem von Benzenberg für diverse Experimente zur Erdrotation genutzt. Doch am 3. Juli 1906 brannte das Gotteshaus samt Kirchenschiff erneut bis auf die Grundmauern ab.
Nun entstanden um den Wiederaufbau umstrittene Diskussionen, doch dem Wunsch der Bevölkerung wurde nachgegangen. So gab es schließlich einen dritten Bau – und zwar nicht aus Holz, sondern Stahl und Beton. Im Oktober 1912 wurde der Michel erneut eröffnet. 1945 war es diesmal kein Brand, sondern die Bombenangriffe, die die Kirche zerstörten. 7 Jahre später waren die dadurch entstandenen Schäden beseitigt.

Andauernde Renovierungen oder „vom Lieben und Hegen“
Seit 1983 wird dem Hamburger Michel in Sachen Renovierung keine Erholung gegönnt: So werden nahezu permanent Ausbesserungen und Sanierungen vorgenommen, zuletzt wurden sogar die Baupläne digitalisiert.

Zahlen und Fakten
Mit 2.500 Sitzplätzen, einer Kirchenraumbreite von 44 Metern Breite, 52 Metern Länge und 27 Metern Höhe, zählt der Hamburger Michel zu den größten Kirchen Hamburgs. Zentrum der Kirche ist die Kanzel aus Marmor.
Der Kirchturm ist 132 Meter hoch und präsentiert stolz die städtische Silhouette. Wer den Blick von oben über Hamburg erleben möchte, kann über 453 Stufen die Turmplattform ersteigen.

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Die faszinierende Hamburger Speicherstadt

Eingetragen am 16 Feb. 2012

Das weltgrößte zusammenhängende Komplex aus Lagerhäusern versteht, zu faszinieren
Die Hamburger Speicherstadt ist gigantisch, die Hamburger Speicherstadt ist ein Abenteuer, die Hamburger Speicherstadt ist ein Highlight – eines nach dem am anderen eben.
Es ist nahezu unmöglich von der Hamburger Speicherstadt zu berichten, ohne ins Schwärmen und Träumen zu geraten. Was diese Faszination ausmacht, ist schwer in Worte zu fassen, weil sie jeder anders empfindet. Fakt ist jedoch, sie lässt niemanden unberührt und zieht gleichermaßen Groß und Klein, Jung und Alt in ihren Bann.
Die Speicherstadt liegt im Freihafen Hamburgs zwischen Baumwall und Deichtorhallen. Alleine die Architektur und der äußere Mantel aus wilhelminischer Backstein-Gotik der Gründerzeit mit seinen prunkvollen Türmen und zerklüfteten Giebeln, die sich bizarr im Wasser spiegeln, sind malerisch.
Hier lagern nicht nur Export-/Importwaren aus und für die ganze Welt, die Hamburger Speicherstadt ist längst ein (heimliches) Wahrzeichen der Stadt geworden. Wer eine Städtereise nach Hamburg macht, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen und die Chance wahrnehmen, um sich mit einem kleinen Boot durch die, zum Teil engen, Wasserstraßen führen zu lassen. Rundfahrten sind hier zahlreich buchbar.

Touristische Highlights der Speicherstadt

  • Das Internationale Maritime Museum befindet sich im Kaispeicher B und beherbergt Schätze aus 3.000 Jahren Seefahrt und der modernen Forschung. Auf neun Ausstellungsflächen (Decks) gibt es etliche Exponate, Modelle und Gemälde zu entdecken. Alleine der Bereich Meeresforschung nimmt ein ganzes Deck ein. Zwischen Globen und Seekarten, Kompasse und polierten Sextanten, Morsegeräten und Booten schlägt jedes Seefahrerherz höher.
  • Gruselig, spannend, gar Angst einflößend, präsentiert sich das Hamburg Dungeon, ein Freizeit-Grusel-Spaß der ganz anderen Art. Hier geht es in verschiedenen Attraktionen grauenvoll und doch schaurig „schön“ zu. Das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt bereitet Gänsehaut auf dem Weg zurück in düstere, dunkle Zeiten. Etwa 1,5 Stunden dauert der Rundgang durch die Katakomben, jeder Schritt für in grausame Winkel der Stadt. Der Besucher selbst wird zum Darsteller und Zeitgenossen einer spektakulären Gruselshow. Tolle Kulissen, unheimliche Effekte und kleine Fahrgeschäfte runden ein einmaliges Erlebnis ab.
  • Ob für Erwachsene oder Kinder: Das Miniatur Wunderland sollte eigentlich jeder gesehen haben – auch oder vor allem, wenn er sonst kein Modellbau-Fan ist. Das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt beherbergt die größte Modelleisenbahn der Welt und hat sich einen festen Platz an der Spitze von Deutschlands erfolgreichsten Touristenattraktionen „erfahren“. Auf 1.300 qm sind ganze 13 km Gleise verbaut, auf denen 930 Züge fahren. „Baustopp“ soll 2020 sein – bis dahin will es die Anlage auf 2.300 qm bringen.
  • Der Dialog im Dunkel ist ein absolut dunkler Raum, durch den Nicht-Sehende die Besucher führen und einen „Einblick“ in ihre Welt gewähren. Dieses Erlebnis des Rollentausches, wenn blinde Führer Sehende verhelfen und anleiten, vernachlässigte Sinne wiederzuerwecken, ist nachhaltig prägend für jeden Hamburg-Besuch(er).

 

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Sehenswürdigkeiten in Hamburg: Die Reeperbahn

Eingetragen am 18 Nov. 2011

Sehenswürdigkeiten in Hamburg: Die ReeperbahnDenkt man an Hamburg, so kommen einem bestimmt als erstes an das bekannte Rotlicht- und Vergnügungsviertel St. Pauli und die berühmte Reeperbahn in den Sinn. Die Reeperbahn ist etwa 930 Meter lang und verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis hin zum Nobistor in Hamburg Altona. Schon Hans Albers besang die wohl „sündigste Meile der Welt“ bereits 1943 im bekannten Film „Große Freiheit Nr.7“. Auch weltberühmte Sänger wie Tom Waits und Udo Lindenberg sangen Lieder über „die geile Meile“. Serien wie das „Großstadtrevier“ mit Jan Fedder und diverse bekannte Filme haben die Reeperbahn als Schauplatz. Es werden auch diverse Dokumentationen hier gedreht und so ist sie wahrscheinlich der meisst gefilmteste Ort in ganz Hamburg. Auch berühmte Theater und Schauspielhäuser wie das „St.-Pauli-Theater“, das „Schmidt Theater“, das „Schmidts Tivoli“ und das „Operettenhaus“ in dem weltberühmte Musicals wie „Cats“ von Andrew Lloyd Webber oder dem berühmten ABBA-Musical „Mama Mia“ aufgeführt werden, sind hier zuhause. Der QQuatsch Comedy Club“ wird im „Café Keese“ veranstaltet.

Wer kennt nicht die berühmten Beatles, John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Star, welche hier im „Star-Club“, „Kaiserkeller, „Indra“ und im „Top Ten“ auftraten und dadurch erst richtig bekannt und erfolgreich wurden?! Nach ihnen wurde hier der Beatles-platz benannt und in der Nähe kann man sich die Beatlemania Ausstellung ansehen.

Natürlich gibt es hier auch ein sehr bekanntes Rotlichtviertel. Die Bekannte Bordellstraße Herbertstraße verläuft parallel zur Reeperbahn und ist nur zu Fuß durch zwei Sichtblenden zu betreten. Seit den 60er Jahren wird über eine Umgestaltung des zentralen Spielbudenplatzes diskutiert. Ende der 60er wurden hier Pavillons errichtet und es siedelten sich verschiedenen Gaststätten, Andenkenläden, Postershops, Bekleidungsgeschäfte und Freizeitclubs an. Durch die stark verwinkelten Passagen entstanden jedoch größere Sicherheits- und Hygieneprobleme. Das hatte zur Folge, dass sehr viele der neuen Geschäfte sehr schnell geschlossen wurden und auch nicht ohne Weiteres neue Mieter fanden. Diese Zustände machten den Spielbudenplatz schnell zum Schandfleck des Viertels und es wurde über eine bauliche Umgestaltung nachgedacht. Am 2ten Juni 2006 wurde der neue Spielbudenplatz offiziell eingeweiht. Der Platz verfügt nun über zwei gegenüberliegende Bühnen auf denen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Großveranstaltungen wie das „Reeperbahn-Festival“ und der „Schlagermove“ werden jährlich unter anderem hier ausgetragen.

Natürlich gibt es über St. Pauli nicht nur schönes oder romantisches zu berichten. Nachdem die Anzahl der Gewaltdelikte auf St. Pauli kontinuierlich angestiegen war, wurde aus diesem Grund im Jahr 2007 ein striktes Waffenverbot für das Viertel verhängt. Ansässige Geschäfte wurden aufgefordert keine Getränke in Glasflaschen mehr zu verkaufen, seit 2009 ist das Mitführen von Glasflaschen oder Getränkegläsern hier an Wochenenden und Feiertagen sogar generell untersagt und kann mit Geldbußen von bis zu 5000 Euro bestraft werden. Trotz dieser Maßnahmen ist ein Rückgang der Gewalt bis jetzt leider nicht zu verbuchen. Den Namen erhielt die Reeperbahn übrigens durch damals hier ansässige Seilmacher, so genannten Reepschlägern, die zur Herstellung ihrer Schiffstaue und Seile eine lange, grade Bahn von mindestens 300 Metern benötigten. „Reeperbahnen“ findet man daher auch in anderen Städten, in denen Seile und Taue produziert wurden, wie z.B. in Kiel.

Die Hamburger Reeperbahn lag bis zur Aufhebung der Hamburger Torsperre 1860 bzw. 1861 genau zwischen den beiden Städten Hamburg und Altona. Aus diesem Grund konnten sich hier Gewerbe ansiedeln, die in beiden Städten unerwünscht oder nicht gern gesehen waren.

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