Tag: Regensburg

Die Gefallenen Gedenkstätte Walhalla in Regensburg

Eingetragen am 14 Jan. 2012

Gedenkstätte der Gefallenen und Ehrungen
Man möge mir verzeihen, aber in erster Linie ist es die Lage und die wundervolle Aussicht, die mich bei der Walhalla Regensburg in den Bann zieht.
Im Grunde ist alleine diese, irgendwie mystische Aura „hier oben“ einen Ausflug wert und ein „must have seen“ auf einer Deutschlandreise.

Der Name Walhalla leidet sich von Walhall „Halle der Gefangenen“ ab.
König Ludwig I. veranlasste 1842 hier bedeutende Persönlichkeiten mit Marmorbüsten und Gedenktafeln zu ehren. Es war der Zerfall des Kaiserreichs und die verlorene Schlacht gegen Napoléon, der ihn dazu motivierte. Die Grundsteinlegung erfolgte 1830 vom Architekten Leo von Klenze – 12 Jahre später, am 18.10.1842 war die feierliche Eröffnung der königlichen Kunstschöpfung.

Mit 160 Personen, über 90 Büsten und etlichen Gedenktafeln wurde die Walhalla eröffnet. Heute erinnern 130 Büsten, 65 Gedenktafeln an 195 Personen (12 von ihnen sind Frauen), Gruppen und Taten.

250 Stufen aus Marmor führen zum terrassenförmigen Unterbau des Tempels. Insgesamt ist die Walhalla 138 Meter lang, 91 Meter breit und über 60 Meter hoch. Der Tempel selber misst 74x35x20 Meter. Erbaut wurde der Tempel aus Marmor und wird von 52 imposanten Säulen getragen. Die vielen unterschiedlichen Marmorarbeiten und Figuren demonstrieren den Kunst- und Menschensinn des einstigen Königs.

Wer oder was?
Jeder kann eine Persönlichkeit zur Ehrung vorschlagen, dessen Tod mindestens 20 Jahre zurückliegt, aus der germanisch-deutschen Sprachfamilie stammt und in Politik, Wissenschaft, Sozialwesen oder Kunst was „geleistet“ hat. Eine Büstenaufstellung findet etwa alle 6 Jahre statt. Hier werden vom Staatsministerium alle eingereichten Anträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Prüfung vorgelegt. Nach einer Bewertung macht die Akademie dem Bayerischen Ministerrat einen Vorschlag. Stimmt der Bayerische Ministerrat der Neuaufnahme zu, trägt nicht der Freistaat Bayern die Kosten, sondern der Antragssteller. So wurden Albert Einstein 1990 aufgenommen, Altbundeskanzler Konrad Adenauer 1999 und 2003 Sophie Scholl.

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